«Deutlicher Personalabbau»: 

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«Deutlicher Personalabbau» 

Lupe WAZ-Gruppe will massiv sparen

Den nordrhein-westfälischen Zeitungstiteln des Essener Verlages geht es nicht gut. Nur die «Westdeutsche Allgemeine Zeitung» schreibt schwarze Zahlen. Mit der Quersubventionierung soll nun Schluss sein.

Die Essener Mediengruppe WAZ plant deutliche Einsparungen bei ihren vier Ruhrgebietszeitungen: der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung», der «NRZ», der «Westfalenpost» und der «Westfälischen Rundschau». Drei der vier Blätter schrieben rote Zahlen, berichtete der Sprecher der Mediengruppe Paul Binder.

Einzige Ausnahme sei die WAZ. Zum Abbau der Verluste sei ein «deutlicher Personalabbau» unvermeidlich, sagte der Sprecher. Gerüchten zufolge könnten davon 300 Redakteursstellen betroffen sein. Das wäre jeder dritte Job in den Redaktionen. Darüber hinaus soll bei Sachkosten gespart werden. So sei der Umfang der Zeitungen reduziert worden: von bisher in der Regel 38 auf nur noch 32 Seiten.

Binder betonte, die WAZ-Gruppe sei insgesamt profitabel. Doch könnten auf Dauer die nordrhein-westfälischen Zeitungen nicht vom Rest der Gruppe wie dem lukrativen Auslandsgeschäft quersubventioniert werden. Immerhin gebe es ein beträchtliches Einsparpotenzial, das gehoben werden könne, ohne die journalistische Qualität zu gefährden, sagte Binder. Gedacht werde etwa an eine engere Kooperation der Zeitungen sowohl im überregionalen Mantelteil wie auf der lokalen Ebene.

«Es müssen nicht vier Redakteure zu einem Schalke-Spiel geschickt werden», nannte Binder ein Beispiel. Noch werde am Konzept zur Sanierung des Zeitungsquartetts gearbeitet, sagte der Sprecher. Erst Ende Januar würden die Planungen abgeschlossen sein. Nach Informationen der «Süddeutschen Zeitung» will die WAZ-Gruppe bei den Sach- und Personalkosten insgesamt rund 30 Millionen Euro einsparen. Der Konzern wolle deshalb sehr schnell in Verhandlungen über einen Sozialplan eintreten, berichtete die Zeitung. (nz/AP)