«Deutlicher Personalabbau»:
WAZ-Gruppe will massiv sparen
Binder betonte, die WAZ-Gruppe sei insgesamt profitabel. Doch könnten auf Dauer die nordrhein-westfälischen Zeitungen nicht vom Rest der Gruppe wie dem lukrativen Auslandsgeschäft quersubventioniert werden. Immerhin gebe es ein beträchtliches Einsparpotenzial, das gehoben werden könne, ohne die journalistische Qualität zu gefährden, sagte Binder. Gedacht werde etwa an eine engere Kooperation der Zeitungen sowohl im überregionalen Mantelteil wie auf der lokalen Ebene.
«Es müssen nicht vier Redakteure zu einem Schalke-Spiel geschickt werden», nannte Binder ein Beispiel. Noch werde am Konzept zur Sanierung des Zeitungsquartetts gearbeitet, sagte der Sprecher. Erst Ende Januar würden die Planungen abgeschlossen sein. Nach Informationen der «Süddeutschen Zeitung» will die WAZ-Gruppe bei den Sach- und Personalkosten insgesamt rund 30 Millionen Euro einsparen. Der Konzern wolle deshalb sehr schnell in Verhandlungen über einen Sozialplan eintreten, berichtete die Zeitung. (nz/AP)
