10.10.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Ein Auftritt bei Latterman ist natürlich kostenlose Werbung
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Seine Kasse ist prall gefüllt: Kurz vor der Wahl will der Demokrat zur besten Sendezeit die Amerikaner im Wohnzimmer besuchen. Rivale McCain kann bei der Fernsehwerbung nicht mithalten, seine Partei muss ihm Geld zuschießen.
Zum Endspurt vor der US-Präsidentenwahl will Barack Obama noch einmal alle Register ziehen: Für den 29. Oktober, sechs Tage vor der Abstimmung, buchte er bei den Fernsehsendern CBS und NBC einen 30-minütigen Werbeblock zur besten Sendezeit. CBS verschiebt deswegen eigens eine ursprünglich geplante Sendung.
«Es ist Luxus, sich solch eine Kommunikation leisten zu können», sagte der demokratische Medienberater Tad Devine. Die millionenschwere Ausgabe zeigt, wie erfolgreich Obama Spenden für seinen Wahlkampf sammelt. Allein am vergangenen Montag konnte er 3,3 Millionen Dollar (2,4 Millionen Euro) für TV-Werbung ausgeben. Sein republikanischer Konkurrent John McCain gab am Montag 900.000 Dollar für Wahlwerbung aus, das Nationalkomitee der Partei (RNC) unterstützte ihn mit weiteren 700.000 Dollar.
Die amerikanische Rockband Foo Fighters will McCain nicht ihren Hit «My Hero» überlassen. In dem Lied gehe es um einen durchschnittlichen Mann mit außergewöhnlichem Potenzial. McCain habe den Song ohne ihr Wissen benutzt und «das Originalgefühl des Liedtextes pervertiert», kritisierte die Band.
McCains Wahlkampfbüro entgegnete, man habe die Lizenzen von den zuständigen Copyright-Organisationen erworben und dafür bezahlt, Millionen von Songs spielen zu dürfen, darunter auch «My Hero». Vor den Foo Fighters hatte sich bereits John Mellencamp, die Band Heart und Jackson Browne darüber beschwert, dass McCain ihre Songs im Wahlkampf benutzt hat. Browne reichte sogar Klage ein.
Aber auch Barack Obama ist musikalisch nicht ganz ohne Ärger davongekommen. Soul-Legende Sam Moore bat ihn, nicht mehr den Song «Soul Man» zu verwenden. (AP/dpa)