Emig und Frahm haben laut Staatsanwaltschaft über die Tarnfirma SMP Produktionskostenzuschüsse bei Sponsoren und Sportveranstaltern eingeworben, aber nur zum Teil an den HR weitergeleitet. Dadurch sollen sie zwischen 2000 und 2003 Gewinne in sechsstelliger Höhe erzielt haben.Emig habe seine Stellung beim HR ausgenutzt, um die Geschäfte der Agentur SMP zu fördern, sagte Loer. Dabei habe Emig auch Sendungen ins HR-Programm genommen, die unter journalistischen Gesichtspunkten nicht sinnvoll gewesen seien: «Er hat die Rundfunkfreiheit verraten und redaktionelle Entscheidungen verkauft.» Das mangelhafte Kontrollmanagement beim HR habe den Angeklagten ihre Taten über Jahre hinweg «leicht gemacht». Dies sei strafmindernd zu berücksichtigen, sagte Loer. (epd)