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Geplante Anzeigen-Kooperation: 

Welt-Zeitungsverband droht Google und Yahoo

16. Sep 2008 10:25
Google will mit Yahoo kooperieren
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Der Welt-Zeitungsverband fürchtet die geplante Anzeigen-Kooperation von Google und Yahoo und fordert mehr Wettbewerb zwischen den Suchmaschinenbetreibern.

Der Welt-Zeitungsverband (Wan) fordert ein Verbot der geplanten Anzeigen-Kooperation zwischen den Suchmaschinenbetreibern Google und Yahoo. Man habe die Wettbewerbsbehörden in Nordamerika und Europa aufgefordert, die Zusammenarbeit zu untersagen, teilte der Verband am Montag in Paris mit.

Nach Einschätzung des Verbandes könnte die Zusammenarbeit zu einem Monopol von Google bei der Suchwort-Werbung führen. Die Suchmaschinen könnten wegen der fehlenden Konkurrenzsituation künftig weniger Geld an Online-Ausgaben von Zeitungen ausschütten, die Suchwort-Anzeigen von Google und Yahoo übernehmen.

Kooperation mit Partner-Seiten

Google und Yahoo erzielen einen Großteil ihres Umsatzes mit kleinen Textanzeigen, die als Links über den Ergebnissen einer Suche stehen und meist einen inhaltlichen Zusammenhang mit der Suchanfrage haben. Der Werbekunde zahlt, wenn ein Nutzer auf den Link klickt.

Um die Klickzahlen zu erhöhen, arbeiten die Suchmaschinen mit Partner-Seiten zusammen, Google beispielsweise in Deutschland mit Bild.de. Im Juni vereinbarten Google und Yahoo eine Kooperation, wonach Yahoo Werbung, die Google bereitstellt, neben den eigenen Suchergebnissen anzeigen könnte.

Wettbewerb «absolut notwendig»

Der Wan, der nach eigenen Angaben 18.000 Zeitungen weltweit vertritt, forderte das US-Justizministerium, die Europäische Kommission und das kanadische Kartellamt auf, die Auswirkungen der Vereinbarung zu untersuchen und diese zu verbieten. Der zurzeit bestehende Wettbewerb zwischen Yahoo und Google sei «absolut notwendig», damit Zeitungen und andere Webseiten wettbewerbsgerechte Erträge für Online-Werbung erhalten könnten, teilte Verbandspräsident Gavin O'Reilly mit.

Es sei zu befürchten, dass die Vereinbarung zur Marktbeherrschung wichtiger Segmente der Online-Werbung durch Google führe. Yahoo als Mitbewerber für diese Geschäfte werde «auf verheerende Weise» geschwächt. Google könne in der Folge auch versuchen, seine Dominanz bei der Internet-Suche auf andere Märkte auszuweiten, sagte O'Reilly. Nach Wan-Angaben haben beide Unternehmen einem freiwilligen 100-tägigen Prüfungsverfahren durch das US-Justizministerium zugestimmt. (epd)

 
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