Berliner Zeitungsmarkt : 

netzeitung.deSpringer verteilt gratis «keine Gratiszeitung»

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Will kostenlose Leseprobe nicht Gratiszeitung nennen: Döpfner (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Will kostenlose Leseprobe nicht Gratiszeitung nennen: Döpfner
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der Konzern hat sich eine neue Strategie überlegt, um seine Auflagen zu steigern: Artikel der schwächelnden «Berliner Morgenpost» sollen in einer «kostenlosen Leseprobe» in Millionenauflage unter die Leute gebracht werden.

Der Axel Springer Verlag wird ab dem 20. September eine Wochenzeitung gratis an Berliner Haushalte verteilen lassen, die sich aus Artikeln der «Berliner Morgenpost» zusammensetzt. Die geplante neue Wochenzeitung sei «ein Best of Berliner Morgenpost», sagte ein Sprecher des Verlags am Freitag. Der Verlag wolle damit neue Leser für das Blatt interessieren und begeistern.

Die geplante Zeitung sei jedoch «keine Gratiszeitung», da sie nicht tagesaktuell sei und «nicht aktiv an Pendler verteilt wird». Es sei vielmehr eine «kostenlose Leseprobe», die von Briefträgern der Deutschen Post gratis an die Haushalte im Großraum Berlin zugestellt werde.

Wie die «Financial Times Deutschland» schreibt, sei das Ziel der Einführung zu einem für die Branche sensiblen Zeitpunkt, neue Leser für die «Berliner Morgenpost» zu interessieren. Zudem erhoffe sich der Konzern von der Millionenauflage hohe Werbeeinnahmen – ebenso wie sich das lukrative Gratissegment entwickle, mit dem sich Springer jedoch nicht verglichen werden wolle.

Der Sprecher sagte, bei Springer gelte nach wie vor die Devise: «Jeder Tag ohne Gratiszeitung ist ein guter Tag». Die wöchentlich erscheinende Zeitung werde ohne zusätzliches Personal «aus der Redaktion der 'Berliner Morgenpost' heraus» gemacht. Service-Elemente würden von der Service- und Entwicklungsredaktion zugeliefert, die im November 2006 mit Einrichtung des gemeinsamen Newsrooms für «Welt» und «Berliner Morgenpost» im Verlag gebildet worden sei. (epd/nz)