Moderiert auch mal wieder bei 'Big Brother': Jürgen Milski, hier mit Kollegin Charlotte Karlinder
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Was macht eigentlich Jürgen Milski aus dem ersten «Big Brother»-Staffel? Antwort: Moderieren, singen und den Party-Prinz geben. Nun verriet er erstmals, wie sehr sich das für ihn lohnt. Mit Video.
Zum König von Mallorca wird es Jürgen Milski nicht mehr schaffen. Aber als König von «Big Brother» kann man den 45 Jahre alten ehemaligen Feinblechner aus Köln getrost bezeichnen. Der braungebrannte große Blonde aus der ersten Staffel der Reality-Show hat sich als einziger «Big Brother»-Kandidat dauerhaft im Showbusiness etabliert. Gut, sein Zielgruppe ist speziell: Um Jürgen Milski zu sehen oder zu hören, muss man entweder noch immer «Big Brother» schauen (dort moderierte er die gerade beendete Staffel mit), oder beim Quizsender NeunLive anrufen (dort moderiert er drei Tage die Woche eine der umstrittenen Anruf-Shows des Senders) oder aber Party-Mucke schätzen. «Deutschland ist der geilste Club der Welt» etwa hieß, passend zur EM, der jünste Hit von Jürgen, wie er meist abgekürzt wird.
Auf seiner offiziellen Website «Der Jürgen» bewirbt Milski derzeit aber schon den nächsten Titel: «Immer wenn ich traurig bin (trink ich einen Korn)». Auch auf Samplern wie den «Ballermann Hits» ist Milski zu hören, dazu kommen regelmäßige Auftritte auf Mallorca sowie in deutschen Diskotheken. Dass das alles lohnend sein muss, schwante dem aufmerksamen Betrachter schon lange. Wie lohnend aber, hat Milski nun selbst gesagt, und zwar in einem Interview im Finanzteil der «Süddeutschen Zeitung». Dort wird der Vater einer Tochter gleich am Beginn des Gespräch gefragt, wie es ist, «ehrliche Arbeit» gegen ein «Leben im Tingeltangel» einzutauschen. Milski arbeitete früher beim Autohersteller Ford in Köln. «Es ist lohnend. Ich verdiene einen Haufen Geld», so Milskis ehrliche Antwort.
Auf Nachfrage hin (die Interviewreihe heißt: «Reden wir über Geld») präzisiert er die Summe auf «zwischen 30.000 und 50.000 Euro im Monat». Allerdings sei das Geld durchaus schwer erarbeitet, so «Onkel Jürgen» (sein damaliger Spitzname bei «Big Brother) weiter. Wer in den Terminplaner auf seiner Website schaut, sieht, warum: Beinah jeden Abend tritt Jürgen an einem anderen Ort auf. Im Interview mit der »Süddeutschen« erklärt er, dass er meist nur am Sonntagnachmittag bei seiner Familie in Köln sei und frei habe.
Milski beim Finale der achten Staffel von 'Big Brother', erneut mit Charlotte Karlinder als Mit-Moderatorin
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Ansonsten zeigt Milski weder Mitleid mit den Anrufern bei NeunLive, die dort kostenpflichtig anrufen, um bescheidene Summen zu gewinnen (»Die Medien berichten immer nur über Leute, die bei uns kein Geld gewinnen. Allein heute habe ich Menschen mit Gewinnen über 5000 Euro glücklich gemacht. Darüber spricht keiner«), noch Scham ob seines eher begrenzten Gesangstalents: »Ich weiß ja, das ich nicht singen kann. Aber für die Partymusik reicht es. Die Leute wollen einen Typen, der sie unterhält«. Ansonsten verwaltet der geschäftstüchtige Milski sein Geld mittlerweile selber, und legt es angeblich ganz konservativ auf dem Sparkonto an, allerdings für immerhin 4,5 Prozent Zinssatz. Millionär sei er angeblich auch schon. Also hat sich Milski nun ein weiteres Ziel gesetzt, dass allen »Jürgen«-Hassern zumindestens ein bisschen Hoffnung geben wird: Er wolle sich mit 50 Jahren aus der Öffentlichkeit zurückziehen, dann nur noch sein Leben genießen und sich die Welt ansehen, so Milski. Der Countdown läuft!. (nz)
Jürgens «Immer wenn ich traurig bin...» bei Youtube