Fußball-Bundesliga: 

netzeitung.deKartellamt lehnt Vermarktungsmodell der Liga ab

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Ribéry und Podolski: Stars im Fernsehen (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Ribéry und Podolski: Stars im Fernsehen
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Wettbewerbshüter machen sich zum Verfechter der Zuschauerinteressen. Trotz der Änderungen am Ursprungsmodell seitens der DFL ist die Behörde nicht zufrieden. Damit steht auch der Milliarden-TV-Vertrag vor dem Aus.

Das Bundeskartellamt lehnt das Vermarktungsmodell der Deutschen Fußball-Liga (DFL) zur Übertragung von Bundesliga-Spielen auch nach Änderungen ab. Damit steht auch der Milliardenvertrag mit der Firma Sirius von Medienunternehmer Leo Kirch vor dem Aus.

Wie die Behörde in Bonn mitteilte, genüge das vorgelegte Modell nicht den kartellrechtlichen Anforderungen. Das Modell hätte vermutlich dazu geführt, dass die Spiele samstags erst nach 22 Uhr im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen gewesen wären, erklärte die Wettbewerbsbehörde. Die Zusammenfassungen müssten jedoch vor 20 Uhr zu sehen sein, damit die Fernsehzuschauer von der zentralen Vermarktung der Rechte profitierten.
DFL-Spitze berät in Frankfurt
Sollte die Liga an ihren Plänen festhalten, würde die Bonner Behörde nach eigenen Angaben das Modell förmlich ablehnen. Damit entfiele die Grundlage für die Umsetzung dieses Vertrages. Der Ligavorstand mit Präsident Reinhard Rauball an der Spitze berät in Frankfurt am Main über die Situation.

Im Herbst 2007 hatte die DFL in einer Hau-Ruck-Aktion Kirchs Agentur Sirius mit der Ausschreibung der Rechte von 2009 bis 2015 beauftragt. Kirch garantierte der Liga für diesen Zeitraum Gesamterlöse in Höhe von drei Milliarden Euro.

Mehr Geld wohl nur für mehr Exklusivität
Diese Summe könnte aber nur erzielt werden, wenn das Bezahlfernsehen im Gegenzug für eine exklusivere Verwertung mehr Geld überweist. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass dies durch die Vorgaben des Kartellamts zur frühen Free-TV-Ausstrahlung kaum geschehen wird. (epd/dpa/AP)