Hunderte von Artikeln hätten sein Leben «vollkommen zerstört», so der Brite Robert Murat. Der 34-Jährige wehrte sich erfolgreich mit einer Verleumdungsklage gegen die Entführungsvorwürfe.
Entschädigung für ein Medienopfer: Der Brite Robert Murat - weltweit bekannt geworden als angeblicher Verdächtiger im Fall der entführten Madeleine - hat eine Entschädigung in Höhe von umgerechnet rund 757.000 Euro akzeptiert. Zahlen müssen mehrere britische Zeitungen. Die in insgesamt elf Zeitungen veröffentlichten, mehr als hundert Artikel hätten «sein Leben und das seiner Familie vollkommen zerstört», sagte der 34 Jahre alte Murat vor dem Obersten Gericht in London.
Der in Portugal lebende Makler und Bauberater hatte den Blättern vorgeworfen, den Eindruck erweckt zu haben, dass er tatsächlich etwas mit dem Verschwinden der damals drei Jahre alten Madeleine zu tun habe. Murat wohnte damals aber nur in einem Haus unweit der Ferienwohnung, aus der das britische Mädchen am 3. Mai 2007 verschwunden war. Madeleines Eltern hatten bereits im März dieses Jahres mit Verleumdungsklagen erhebliche Entschädigungsleistungen von britische Zeitungen durchgesetzt.(dpa)