Fahnenpanne die Zweite: 

netzeitung.deUS-Flagge bei «Tagesthemen» mit Zusatzstreifen

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Ehemaliger USA-Korrespondent vor falscher Flagge: Tom Buhrow (Foto: Screenshot-NZ<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Ehemaliger USA-Korrespondent vor falscher Flagge: Tom Buhrow
Foto: Screenshot-NZ
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Erst kürzlich hatte die «Tagesschau» die Deutschland-Farben auf seltsame Weise kombiniert. Nun gab es wieder Schwierigkeiten. Als «nicht akzeptabel» kommentiert man das Missgeschick bei «ARD-aktuell». Die Erklärung ist simpel.

Wenn es so weiter geht, wird die Flaggenverzerrung in den ARD-Nachrichten noch zu einer kleinen Tradition: Am Donnerstagabend war in den «Tagesthemen» schon wieder eine falsche Fahne zu sehen. Diesmal zeigte das amerikanische Banner mit den Stars and Stripes einen Streifen zu viel. In dem Beitrag ging es um die Eröffnung der amerikanischen Botschaft. In der Online-Version war die entsprechende Stelle herausgeschnitten, was laut NDR aber mit fehlenden Internet-Rechten und nicht mit dem Zusatzstreifen zu tun hatte.

Es ist die zweite peinliche Bebilderung innerhalb kurzer Zeit. Schon beim EM-Halbfinale zwischen Deutschland und der Türkei hatte die ARD erhebliche Schwächen im Fach Fahnenkunde offenbart und die Farben der deutschen Flagge neu zusammengemixt.

Es sei eine Kombination aus technischem und menschlichem Versagen gewesen, die zu dem Irrtum geführt habe, schrieb Thomas Hinrichs aus der Chefredaktion von «ARD-aktuell» nach der ersten Flaggenpanne im «Tagesschau»-Blog. «Als ich es sah, dachte ich, das kann nicht wahr sein. Niemand von uns hätte für möglich gehalten, dass so etwas möglich ist», schrieb er. Heute ist man einen Schritt weiter. Sie wussten dank der ersten Verfehlung: Es ist möglich.

Personelle Konsequenzen
«Diese erneute Panne ist in der Tat nicht akzeptabel», teilte Hinrichs nun mit. «Neben technischen Problemen hat es hier auch menschliches Versagen gegeben.» Deshalb habe man auch personelle Konsequenzen gezogen.

Nicht Unwissen, sondern ein Grafik-Fehler hätten diesmal für die falsche Flagge gesorgt. «Da die Ausstanzung größer war als der Ausschnitt der dann eingefügten Fahne, blieb eine längliche Fläche darunter weiß. Sie erschien wie ein zusätzlicher Streifen in der US-Flagge», heißt es in einer Pressemitteilung des Senders (nz).