Döpfner zum Rundfunkstaatsvertrag:
Freiheit im Netz gegen Werbeverbot
15.06.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Am Ende wird nicht wirklich zu kontrollieren sein, ob etwa ein Beitrag von ARD und ZDF im Netz die definierten Grenzen einhält», sagte der Springer-Chef. Zudem benötigten neue Medien «mehr Kreativität und Freiheit, nicht Beschränkung». Es gebe nur einen ordnungspolitisch sauberen und vor der EU-Kommission vertretbaren Weg. ARD und ZDF hätten alle Freiheiten im Internet, «verzichten dafür im Netz, aber auch im TV und allen anderen Kanälen auf Werbung, Sponsoring oder E-Commerce und finanzieren sich nur aus Gebühren».
Der ARD-Vorsitzende Fritz Raff wies den Vorstoß zurück: «Einen Werbeverzicht halte ich für ungeeignet. Das würde eine Gebührenerhöhung von 1,42 Euro im Monat nötig machen. Das will im Moment niemand aufbringen», sagte er dem «Spiegel». Zum Beschluss der Ministerpräsidenten sagte Raff, er könne «nicht erkennen, dass die Formulierung der «elektronischen Presse» irgendwie in Frage stellt, was wir etwa bei Tagesschau.de machen. Es steht aber zu befürchten, dass es permanent zu Rechtsstreiten kommt.» AP)

