15. Mai 2008 10:18
Der Sender hat einen weitaus größeren Verlust geschrieben als von Analysten erwartet. Schuld seien Schwarzseher, die eine Lücke in der Verschlüsselung ausnutzten.
Das Geschäftsergebnis sei durch kriminelle Hacker geschmälert worden: «Die Lücke in unserem Verschlüsselungssystem hat die Entwicklung von Umsatz und Abonnentenzahl empfindlich beeinflusst», erklärte der Premiere-Chef. Der Umsatz stieg zwar auf 251,5 Millionen Euro. Aber aufgrund der Zahlungen für die laufenden Bundesliga-Rechte stiegen die operativen Kosten stark, wie der Sender mitteilte. Die Abonnentenzahl sei - auch wegen der Möglichkeit zum Schwarzsehen - auf 4,24 Millionen gesunken. Die Lücke im Verschlüsslungssystem werde im dritten Quartal geschlossen sein, sagte Börnicke. Dann erwarte er wieder starkes Wachstum. Eine Jahresprognose gab er nicht. Mit Hinweis auf die bevorstehende Vergabe der Bundesliga-Rechte ab 2009 hatte Premiere bisher einen Ausblick mehrfach verschoben. (AP/dpa)