Überprüfung auf Stasi-Einfluss:
«Berliner Kurier» arbeitet Vergangenheit auf
09.05.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Genau wie schon im Fall der «Berliner Zeitung», die wie der «Kurier» zum Berliner Verlag gehört, soll der frühere Verlags-Personalchef Johannes Weberling die Forschungsgruppe leiten. Zu seinem Team gehören Giselher Spitzer und Wolfgang Stock, sie sind Mitglieder der Arbeitsgruppe «Aufarbeitung und Recht» der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder.
Bis zum Spätsommer wollen die Forscher Ergebnisse ihrer Untersuchung vorlegen. Buschheuer betont: «Wir stellen damit die Integrität der heutigen Redaktion unter Beweis und werden - falls nötig - Konsequenzen aus personellen Kontinuitäten ziehen.»
Bei der «Berliner Zeitung» hatten jüngst zwei Redakteure in leitenden Funktionen zugegeben, jeweils mehrere Jahre für die Stasi als Spitzel im Einsatz gewesen zu sein.
Die große Mehrheit der «Berliner Zeitung»-Mitarbeiter hat angekündigt, die eigenen Akten bei der Birthler-Behörde anfordern zu wollen. Er sei zuversichtlich, dass ähnliches auch beim «Berliner Kurier» klappen werde, sagte Chefredakteur Buschheuer.
Johannes Weberling lobte den Willen des «Kurier» zur Aufarbeitung als «vorbildlich» und «beispielhaft für hoffentlich zahlreiche weitere ostdeutsche Tageszeitungen».(nz)

