06. Mai 2008 16:58
Geständnis bei «Beckmann»: «Tagesschau»-Sprecherin Susanne Daubner erhielt als Radiomoderatorin in der DDR Besuch von der Staatssicherheit.
«Ich saß in meiner Wohnung mit Herrn Müller und Herr Schmidt, die sagten: Wir möchten gerne, dass sie für uns arbeiten.» Sie habe die Anfrage einer Spitzeltätigkeit als Inoffizielle Mitarbeiterin (IM) zurückgewiesen, da sie sich persönlich «nicht erpressbar» fühlte. Susanne Daubner hatte ab 1987 in Ostberlin als Hörfunkjournalistin bei «DT 64» gearbeitet, dem Jugendprogramm des DDR-Rundfunks. «Kurze Zeit später kam vom Chefredakteur die Aufforderung, meine Kontakte offenzulegen», sagte die Moderatorin.
In genau diesem Moment, gut vier Monate vor dem Mauerfall, habe sie sich zur Flucht aus der DDR entschlossen. «Irgendwann trifft man eine Entscheidung. Und dann geht alles ganz schnell.» (AP/NZ)