Unesco-Generalsekretär Koichiro Matsuura beschränkt sich darauf, die Garantie freier Medien von allen Staaten der Welt einzufordern, und erinnert an Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Dort wurde bereits 1948 das Recht auf Meinungsfreiheit und ungehinderten Zugang zu Informationen verankert. Ohne China zu nennen, verlangt Matsuura für alle Menschen den freien Zugang zu unabhängigen Informationen und die entsprechende Ausbildung, um diese Informationen auch nutzen und die Verantwortlichen in Regierung und Gesellschaft zur Verantwortung ziehen zu können. Hierfür seien «freie, pluralistische, unabhängige und professionelle Medien» notwendig.
Ebenso wie Unesco und Zeitungsverleger erinnern die Journalistenverbände an die zahlreichen Medienvertreter, die weltweit bei ihrer Arbeit behindert, inhaftiert oder sogar ermordet werden. Laut Unesco wurden im vergangenen Jahr 171 Journalisten getötet, andere Organisationen kommen je nach Zählweise auf andere Zahlen. In einem aber stimmen die Statistiken überein: Etwa die Hälfte aller 2007 getöteten Journalisten starb im Irak.
Der Journalistenverband Reporter ohne Grenzen (ROG) schlüsselt seine Zahlen für 2007 so auf: Getötet wurden 87 Journalisten und 20 Medienassistenten. Allein im Irak kamen 47 Reporter ums Leben, acht in Somalia und sechs in Pakistan. Das bedeutet insgesamt einen Anstieg um 244 Prozent innerhalb von fünf Jahren. Weltweit wurden 877 Journalisten verhaftet, mehr als 1500 von Polizei und Sicherheitskräften angegriffen, mindestens 67 Reporter wurden entführt, 528 Verlage und 2676 Webseiten geschlossen.