10. Mai 2007 13:14
Uwe Brauner
30. Mai, 17:18
Betr. Sicherheitsdebatte um den G8-Gipfel
Es ist schon eine clevere ministerielle Massenpsychologie, die Bevölkerung mit der Angst zu terrorisieren, militante Aktionen bei Kundgebungen seien gerade nicht jenes zwar bedauerliche, aber vernachlässigbare Randphänomen, dem die Polizei noch immer Herr zu werden verstanden hat, sondern vielmehr eine finstere Bedrohung unserer Verfassung und des Abendlandes überhaupt. Und wohlerprobt ist die massenmedial gesteuerte Strategie, Proteste wie die gegen G8 im allgemeinen Bewußtsein mit der bangen Erwartung einer neuen Art von «Hunnensturm» zu amalgamieren, um somit einen Festungsring um das halb idyllische, halb zufriedene Weltbild der «in der ersten Reihe sitzenden» Bürger zu ziehen, die glauben, Demokratie sei schon, wenn man wählen darf.Um diese ideologische (Selbst-)Einkesselung zu vereiteln, ist nicht weniger als jenes Entsetzen erforderlich, das einen über der Wahrnehmung unserer wahren Bedrohungen und über unseren Mittäterschaften erschauern läßt. Einer der Knochensplitter vom Entsetzlichen ist, daß zukünftig weltweit täglich eine Stadt mit noch mehr als den bisher schon 20 000 kranken Kindern durch die dort wie Bomben einschlagenden Patentrechte auf Medikamente ausradiert werden soll, während sie mit Nachahmungen dieser Medikamente (Generika) geheilt werden könnten. Entsetzlich ist, daß unsere Demokratien des Nordens, dessen Konzerne 97% aller Patentrechte halten, mittels des WTO-Abkommens zu geistigen Eigentumsrechten (TRIPS) weltweit die Schaffung dieser strengen Patentgesetze fordern, obwohl viele heutige Industriestaaten einst ihre eigene Industrialisierung durch die Nachahmung von Erfindungen aus anderen Staaten einleiteten. Das gestehen sie anderen nicht zu. Die Konzerne des Nordens beantragen vielmehr auch Patente auf Heil- und Nutzpflanzen oder sogar traditionelles Wissen des globalen Südens!
Aber dort ist nur ein anderer Arm desselben Kraken am Wüten und Würgen, der hierzulande etwa das Gesundheitswesen in einem marktradikalen Privatisierungsrausch so deformiert, daß darin den mittleren und den Geringverdienern die Kosten aufgebürdet werden, die dann als Gewinne in den Sektgläsern der Privatversicherungen und Arbeitgeber sprudeln.
Marcus Eschborn
28. Mai, 18:53
Betr. Lehrstellenmarkt spürt nichts vom Aufschwung
In Ihrem Artikel wurde zu Recht festgestellt, dass der Lehrstellenmarkt nichts vom Aufschwung spürt. Jedes Jahr das gleiche Bild viele Jugendliche finden keinen Ausbildungsplatz. Ein einfacher Appell an das Handwerk und die Industrie mehr Ausbildungsplätze zu schaffen reicht nicht aus. Die Verantwortlichen aus Wirtschaft und Politik haben versagt. Die immer wieder von der SPD und der Linken geforderte Ausbildungsplatzabgabe, welche die Unternehmen zahlen sollen, erscheint mir nicht erstrebenswert, da sie zu bürokratisch und zu schwerfällig in der Umsetzung wäre. Beim SPD-Konzept bleiben zu viele wertvolle Ressourcen in der «Umverteilungsbürokratie» hängen - Ressourcen, welche man lieber direkt in gute Ausbildung investieren sollte.
Sinnvoller erscheint mir das Konzept der Ökologisch-Demokratischen Partei (ödp) die Bereitschaft junge Menschen auszubilden zu honorieren. Als Prämie wird für jeden Ausbildungsplatz ein Steuerfreibetrag von mindestens 500 Euro im Monat zugunsten der ausbildenden Unternehmen gefordert. Die Gegenfinanzierung wäre kostenneutral, da die Jugendlichen dann von der Straße wegkämen und nicht mehr am Tropf von Arbeits-, Jugend- und Sozialämtern hingen.
Rainer Hofmann
28. Mai, 16:43
Betr. Afghanistan-Einsatz
Afghanistan und kein Ende. Wenn jetzt von Seiten der Bundesregierung über den traurigen Tod von deutschen Soldaten (weniger über die afgahnischen Opfer! sic) geklagt wird, so ist das schiere Heuchelei. Wer Soldaten schickt, nimmt billigend in Kauf, dass getötet wird - auf beiden Seiten. Soldaten haben Waffen und sind in keinem Fall Friedensengel, denn Macht (auch wenn sie nur durch Waffen demonstriert
wird) fordert Gegenreaktionen heraus. Verheerend ist die Doktrin, der man glaubt folgen zu müssen, weil alle anderen den Unverbesserlichen in Washington anscheinend folgen: Man überzieht ein anderes Land schamlos mit Krieg, um das eigene Land davor zu bewahren. Die Opfer in der Zivilbevölkerung, die Leiden der anderen und der eigenen Soldaten, die seelischen Schäden der Kinder und Erwachsenen sind bei dieser Art von Machtspiel keine erwägenswerten Faktoren. - Über 50 Jahre hat sich Deutschland mühsam durch ausgleichende Politik aus dem Ruf des Kriegstreibers befreit, nur um jetzt wieder Gewalt einzusetzen, wo Verständnis und Verständigung von Nöten wären?! Statt Verstand und historisches Bewusstsein demonstriert die deutsche Regierung das Unvermögen, Wege aus einer programmierten Eskalation, in der keine Seite gewinnen kann, zu finden.
Dirk Bergner
19. Mai, 17:26
Betr. WM-Studio Mitte - Weiter so
Das WM Studio-Mitte bietet das Beste, was eine als Kleinkunst zu definierende Sportübertragung bringen kann.
Die vier Kommentatoren haben in Ihrer Bundesligakonferenz in den letzten Wochen Begriffe und Ausrufe wie «Arroganz-Arena», «Kurannji» oder «CA-CA-CA-U» geprägt.
Anlässlich der Live-Übertragung des letzten Spieltages, machte die humorvolle Analyse der Spiele, die Entscheidung in der Meisterschaft zu einem unterhaltsamen wie spannendem Erlebnis.
Hier einige Beispiele:
– VFB, der Meischter
– Die Arbeitslosenquote in Baden-Würtenberg ist minus 0,4 Prozent
– Die Tränen von Timo Hildebrandt – er wird duchheulen
– Tobias Rau saß seit 10 Jahren auf der Bank
– Leverkusen die Fußball Söldner vom Chemiekonzern
– Der 100. Treffer – nein er wird ausgewechselt – Time to Say GOOD By
– Jeder Ballbesitz für Stuttgart bringt 1000 Euro in die Stadtkasse von Cottbus
– 50 Jahre Deutscher Meister ohne Schalke 04
– Sie haben es verrissen gegen eine uninteressierten Gegner
… aber nichts übertrieben oder gezwungen (werden wenigstens nicht als solche empfunden)
Grosses Kompliment an die Kommentatoren –
alles so direkt und ehrlich einfach raus zu lassen
Dinge, die man sonst nie ans Ohr bekommen könnte.
Begeisterung – Zuspruch – Bitte weitermachen –
Es ist die Show ... wann erfolgt die Prämierung?…
Stellt Dir vor es ist Samstag und Netzeitung WM Studio sendet nicht – unvorstellbar.
Kerstin Plehwe
14. Mai, 15:10
Nichtwähler stärkste politische Kraft in Bremen
Ich bin der Meinung, dass die sinkende Wahlbeteiligung, die wir bundesweit beobachten können, ein Zeichen von zunehmender Politikverdrossenheit ist. Die Bindungen an Parteien und die Wahlbeteiligung sinken kontinuierlich. Die Wechselbereitschaft der Wähler steigt. Dies sind klare Indizien für einen zunehmenden Vertrauensverlust gegenüber der Politik. Politische Kommunikation und Politiker müssen, wenn sie wieder erfolgreich sein wollen, wieder dialogischer und authentischer sein, um die Kluft zwischen Politikern und Wählern zu überbrücken. Die Kommunikation darf sich auf keine werbliche, monologische Ansprache beschränken, sondern sie muss auf unterschiedlichsten Kanälen offen und kontinuierlich geführt werden. Um einen guten Dialog mit dem Bürger führen zu können, müssen alle Kommunikationskanäle vor allem zielgruppengerecht genutzt werden. Der Bürger muss antworten können. Antworten, die auch ernst genommen werden. So gelingt es der Politik wieder besser, verstärkt in einen kontinuierlichen Dialog mit dem Bürger einzutreten.
Heike Raetz
13. Mai, 10:26
Betr. Dicke in Deutschland
Ok, Deutschland ist zu dick. Sicher nicht nur Deutschland.
Wie schön, dass die Politiker jetzt ein Thema haben mit dem man eine bestimmte Gruppe von Menschen dafür verantwortlich machen kann, dass die Gesundheitskosten ansteigen und es für viele Fernsehsender ein Thema ist, das man sogar in eigentlich politischen Sendungen ansprechen und «ausdiskutieren» kann. Komisch, dass niemand über Gesundheitskosten durch Alkoholmissbrauch oder Rauchen spricht. Wäre ja auch kontraproduktiv, weil die Steuereinnahmen ja so wichtig sind. Vielleicht sollte man tatsächlich bestimmte Lebensmittel (die als Dickmacher verschrien sind) besteuern, damit die Gruppe der Dicken nicht ständig diskriminiert wird.
Marlies Sillinger-Rindsfuesser
9. Mai, 09:52
Betr. Ladenöffnungszeiten
Nach Freigabe der Ladenöffnungszeiten gibt es bisher nur in den Großstädten für den Kunden die Möglichkeit, aus seinem späten Einkauf ein Shopping Event zu machen.
Die Unternehmer kümmern mehr die Zuschläge, die sie ihren Beschäftigten zahlen müssen, als die Organisation eines Shopping Events für ihre Kunden. In Zusammenarbeit mit der anliegenden Gastronomie eine Partyathmosphäre kreieren, in der Kunden Spaß haben beim Kaufen, sich treffen können, Freundschaften pflegen können, die sonst im Tagesablauf untergehen - das ist eine branchenübergreifende Aufgabe.
Ich lebe seit fast 10 Jahren in Kleinstädten am Mittelmeer, in denen der Einkauf nach Anbruch der Dunkelheit zu den Selbstverständlichkeiten des täglichen Lebens gehört, an dem Familie, Freunde und Bekannte teilnehmen und so ein enges Netzwerk sozialer Bindungen schaffen. Was mir auffällt ist, dass die mehr als 3000 Nordeuropäer und Deutsche, die in meiner Region leben, von diesem Angebot keinen Gebrauch machen. Sie haben keine Einkaufskultur, die auf Kommunikation aufgebaut ist, sondern wollen in den ruhigen Mittagsstunden, wenn die Läden leer sind, so schnell wie möglich ihren Bedarf decken, und sie meiden jede Berührung mit der sie umgebenden Gesellschaft. Hier mag das an der Sprache liegen. Liegt es in Deutschland vielleicht an zu vielen verlockenden Alternativangeboten. Das Fernsehen mit Beginn des Hauptabendprogramms um 20.15 Uhr war schon der Tod des traditionellen Kinos. Wird es nun auch der Tod der Flexibilisierung der Ladenöffnungszeiten? Zumindest hält es die kaufkräftige ältere Generation davon ab, ihre Stadt im Glanz der Lichter zu erleben und entspanntes Einkaufen zu genießen mit vielen Gleichgesinnten.
Manfred Rau
8. Mai, 17:46
Betr. Die scheinheilige Familie
Vermutlich richtet sich die in der Schlagzeile versteckte Polemik eher gegen die Äußerungen eines katholischen Bischofs als gegen die Institution Familie. Aber es ist wohl Methode, die Familien mit wenig schmeichelhaften Adjektiven zu schmücken. Dass es sich um einen beiderseits oft unsachlich geführten, ideologischen Streit handelt, wenn es um die zusätzlichen Krippenplätze geht, ist offensichtlich. Natürlich ist die wissenschaftliche Untermauerung der Argumente beider Lager fragwürdig, weil es zu jedem Sachverhalt eine amerikanische Untersuchung gibt, die genau das Gewünschte beweist - oder eben das direkte Gegenteil. Es lassen sich wohl die herkömmliche Familie als auch die krippengestützte Familie wohl auch mit religiösen Argumenten als Leitbild formulieren. Nur ist das Leitbild der Politik so wichtig? Die Menschen in Deutschland sollen ihre Leitbilder verwirklichen - nicht die Vorgaben der Politiker.
Die Erfahrungen der familienpolitischen «Neuzeit» nach der Pille und nach den 68ern zeigen, dass die Politik die Familien kaum effektiv stützt. Familienpolitische Maßnahmen wurden grundsätzlich durch die Umfinanzierung von der linken Hosentasche in die rechte Hosentasche finanziert. Die sich immer stärker abzeichnende demografische Krise verstärkt aber den Umverteilungskonflikt zwischen den Familien einerseits und den Kinderlosen bzw. den Altersruheständlern andererseits und den Ruf an den Staat, etwas für die Erhöhung der Geburtenrate zu tun.
Die Vorschläge, Krippenplätze auf Kosten der funktionierenden Familien zu finanzieren, erinnert an die gewohnte linke-Tasche-rechte-Tasche-Politik. Bei genauerer Betrachtung führen Vorschläge, wie die Abschaffung des Ehegattensplittings oder die Kürzung des Kindergelds, zu einer Umverteilung zwischen den Familien. Gestützt würden eher einkommensstarke Einkindfamilien, während Mehrkinderfamilien das Nachsehen hätten. Zugleich fände eine Umverteilung zugunsten der ersten Phase der Kindererziehung statt - und damit zulasten der ausgabenintensiven späteren Erziehungszeiten. Gewinner einer derartigen Umverteilungspolitik sind also eher Reiche und Kinderlose.
Vor allem der Ansatz beim Kindergeld ist seltsam, weil dieses einen Kompromiss zwischen den familienfreundlichen Anforderungen des Verfassungsgerichts und dem familienpolitischen Geiz des Staates darstellt. Das Kindergeld ist für ärmere Bevölkerungsteile eher eine Transferzahlung und für einkommensstärkere Familien eher eine Steuerrückzahlung. Es wäre wohl gerechter, wenn das Kindergeld und die Kinderfreibeträge entkoppelt würden. Unter dem Blickwinkel der Generationengerechtigkeit müsste endlich das Rentensystem so geändert werden, dass diejenigen, die die Rentenzahler von Morgen aufziehen, auch dafür belohnt werden.
Helena Brackmann
8. Mai, 11:59
Betr. Bremen steitet um Job einer Ex-Terroristin
Es ist unvorstellbar, daß man eine Ex-RAF-Terroristin an Schulen unterrichten lässt. Seit ihrer Haftentlassung arbeitet sie unter anderem Namen an einer Bremer Schule. Als wenn alles so einfach wäre. Eine Pädagogin sollte schließlich in jeder Hinsicht ein Vorbild für die Kids sein.
Wo steht geschrieben, daß sie ihre Meinung und Einstellung zum Terrorismus mittlerweile geändert hat, und sich für die «Untaten» bei den Betroffenen entschuldigte? Schließlich kam sie angeblich wegen guter Führung frühzeitig frei. Das beste Beispiel ist doch der noch-inhaftierte Christian Klar. Von der vergangenen Maikundgebung, welche in Berlin statt fand, ganz zu schweigen. Man sollte bedenken, es handelt sich hier um Schwerkriminelle.
Ich bin der Meinung, wer Kinder unterrichtet, hat eine Vorbildfunktion. Somit kommen «Terroristen» für die Unterrichtung an Schulen nicht in Frage. Allein schon, wenn man sich durch den Kopf gehen lässt, daß es den RAF-Leuten gelingt, einen Teil der Medien sogar auf ihre Seite zu ziehen. Diese Fürsprache geniessen «normale» Mörder nicht in Deutschland. Die RAF-Terroristen verharmlosen ganz einfach ihre Taten, welche mit unfassbarer Brutalität vorgenommen wurden.
Gunther Schirmer
5. Mai, 12:48
Betr. Werder begnadigt geständigen Klose
Werder Bremen war immer der sympathische Club von der Weser. Aber so langsam passen sie sich dem Rest der Liga an. Nicht nur bei den Leistungen, auch bei ihrer Aussendarstellung. Dieses Spiel ist der Beweis. Warum schieben sie ihre schlechte Leistung, die einfach nicht ausgereicht hat, dem Schiri in die Schuhe?
Die gelben Karten für Klose waren berechtigt. Und eine Ausnahme darf es nicht geben. Warum sagt man nicht einfach, dass man schlecht gespielt hat?
Was will eigentlich Bayern München mit diesem Klose? Immer schlecht gelaunt, total introvertiert und abweisend passt der doch gar nicht nach München. Da wird er unglücklich und mit ihm Ulli Hoeness.
Klose bei Werder, das passt. In die Landschaft und zum Verein. Ein Schaaf wäre bei Bayern auch fehl am Platz.
Achim Wolf
4. Mai, 11:58
Betr. Klimabericht der UNO
Grundsätzlich kann der Klimawandel nur dadurch nutzvoll bekämpft und ein Maß einer früheren Klimaform erreicht werden, wenn durch einen angeordneten und kontrollierten weltweiten rigorosen Geburtenstopp in drastischer Weise die Menschheit auf ein vernünftiges Maß reduziert wird. Das natürlich vorgegebene Maß der Bevölkerung in bezug auf den Planeten Erde beläuft sich auf 529 Millionen. Heute existieren auf der Erde jedoch bereits über 7,5 Milliarden Menschen, also ein Übermaß von rund 7 Milliarden. Diese Masse Menschheit bedeutet aber, dass in jeder Beziehung immer mehr Mittel für den menschheitlich täglichen Bedarf und für die Energiegewinnung erforderlich sind. Dadurch wird immer mehr CO2 erzeugt - wie auch FCKW -, das die Atmosphäre in einen Treibhauseffekt treibt und ungeheure klimatische Veränderungen hervorruft, die widerum zu schwersten Unwettern, Erdbeben und Vulkanausbrüchen mit gewaltigen Zerstörungen führen und unzählbare Menschenleben fordern.
Zur Klimaveränderung führen wahrheitlich auch erneuerbare Energien, denn auch durch diese werden ungeheuer grosse Mengen CO2 produziert, die sich schädigend auf das gesamte Klimasystem auswirken, was jedoch von den Verantwortlichen nicht erkannt oder wider besseres Wissen einfach vehement geleugnet wird. Also reduziert sich das CO2 nicht, sondern reichert sich immer mehr an und zerstört folglich auch immer mehr das Klima resp. es fördert den Klimawandel immer mehr. Die Verantwortlichen der Regierungen und der Wissenschaften sind unwissend oder verheimlichen einfach die wirklichen Fakten hinsichtlich der Tatsache, dass all ihre Klimaschutzmassnahmen völlig nutzlos sind, denn einerseits bringen die beschlossenen und durchgeführten Maßnahmen neue klimazerstörende Emissionen, andererseits wächst während der Durchsetzung der Beschlüsse und dem Erstellen neuer Techniken die Weltbevölkerung um weitere Hunderte von Millionen Menschen an.
Mit der Überbevölkerung hat die irdische Menschheit die Büchse der Pandora geöffnet und kann sie nun nicht mehr schliessen, weil die Verantwortlichen der Welt zu dumm sind um diese Wahrheit zu erkennen und die notwendigen Gegenmaßnahmen zu ergreifen und durchzuführen.
Karl-Heinz Klaiber
3. Mai, 15:52
Betr. Wie aus Tätern Opfer werden
Wenn «kraft Amtes» jeder württembergische Ministerpräsident, also auch Günther Oettinger, «automatisch Mitglied im Kuratorium des Studienzentrums» in Weikersheim wurde, dem seit seiner Gründung im Jahr 1979 durch den Ex-Ministerpräsidenten Filbinger das Attribut «rechtsradikale Kaderschmiede» anhaftet, darf doch mit Fug und Recht angenommen werden, daß Oettinger schon vor seiner skandalösen Trauerrede, alle Details der Vita des Marinerichters Filbinger bekannt waren, also auch die Mitgliedschaft in der NSDAP seit 1937, zumal ihm selbst, als auch den Präsidiumsmitgleidern des Kuratorium, Klaus Hornung und Stefan Winkler Akteneinsicht offiziell gestattet war im Keller des Bundesarchivs in Berlin die Akten einzusehen, ihnen also der Aufnahmeantrag Filbingers in die NSDAP, schon längere Zeit bekannt sein musste.
Zu Recht schreibt Marcus Haas in seinem «Standpunkt» daß im Weikersheimer Schloss «keine Grenzen zu Rechtsextremen» bestanden und diverse Figuren aus Politik und Bundeswehr dort ihr geistiges Unwesen treiben konnten, wie beispielsweise ein Genralmajor der Bundeswehr, der bei einem Traditionstreffen von Ritterkreuzträgern - dem «Orden fürs Morden» - seine laudatio auf die Veteranen der Hitler-Wehrmacht mit den Worten beendete: «Ich verneige mich vor Ihrer Lebensleistung».
Filbinger, seinem «Obersten Gerichtsherrn» Hitler treu dienend, fällte Todesurteile und rechtfertigte diese auch noch nach dem Krieg mit den Worten «was damals Rechtens war, kann heute nicht Unrecht sein.»
Dieses horrende Statement hat inzwischen Zeitzeugen bewogen öffentlich zu machen wie und was sie in Marinegerichtsverfahren erlebt oder gar selbst erlitten haben.
Ein Zeitzeuge erinnert sich, daß sie mit ihrem Minenräumschiff der MRS25, das nach der Kapitulation der britischen Marine unterstellt war, den Befehl erhielten, die von der deutschen Kriegsmarine vor der Küste Norwegens im Krieg gelegten Minen zu räumen. Zwei Matrosen weigerten sich und wurden deswegen von einem Richterkollegen Filbingers nach der Nazi-Rechtssprechung verurteilt.
Manfred Knake
3. Mai, 12:09
Betr. Klimawandel verändert den Lebensraum Nordsee
Zunächst ist der derzeitige warme Frühling ein Wetter- und kein Klimaphänomen, bedingt durch ein stabiles stationäres Hochdruckgebiet.
Zweifellos bedingt ein Klimawandel auch die Artenzusammensetzung, das ist unstrittig seit jeher so gewesen, bei jedem Klimawandel. In der letzten Eiszeit streiften im Bereich der jetzigen südlichen Nordsee Wollnashörner...
Die Pazifische Auster allerding kam nicht zu Fuß aus japanischen Gewässern, sondern wurde in den Siebzigern in der Schelde zu Kulturzwecken ausgesetzt und vermehrt sich jetzt im Wattenmeer, der Fluch der bösen Fischertat. Das Problem des Dorsches (oder Kabeljau) ist die Überfischung (nicht nur bei dieser Art), die auch das Artensprektrum verändert, davon kein Wort. Nun schiebt man´s ganz trendy auf das «Klima», und wäscht die Fischer-Hände in Unschuld! Das Marine-Laboratorium in Aberdeen fand 2006 heraus, dass der Kabeljau keinesfalls wärmeres Nordseewasser meidet, sondern im Gegenteil sucht, vermutlich wegen der höheren Beutedichte. (Francis Neat, «Proceedings B» der Londoner Royal Society).
Fazit: Ein konstantes Klima gibt es nicht und hat es nie gegeben, genausowenig wie konstante Artenzusammensetzungen. Keiner der Klimabewegten konnte mir bisher sagen, wie denn das Klima, vermutlich das «Standard»-Klima also, das wir angeblich auch «schützen» können, aussehen soll. Wir müssten als Voraussetzung des Klimas zunächst auch das Wetter «schützen», also Temperatur, Niederschläge und Wind. Wie macht man das?