09. Nov 2006 13:12, ergänzt 21. Nov 2006 14:52
Ihre Meinung zu aktuellen Themen.
Rüdiger Kammerhoff
30. November, 14:12
Betr. Bananenrepublik
Wer hätte das gedacht. Da kämpfen die Herren Ackermann, Zwickel und Konsorten vergeblich mit allen Mitteln um die Beweislast ihrer Unschuld und dann machen sowohl Staatsanwalt als auch Richter am Düsseldorfer Landgericht dem Prozess ein überraschtes Ende mit der Zahlungsauflage von läppischen 5,8 Millionen €, weil angeblich kein öffentliches Interesse mehr an einem möglichen Schuldspruch der Angeklagten bestehe. Haben denn jetzt auch schon Richter und Staatsanwälte wie die angeklagten Manager in unserer Bananenrepublik die Bodenständigkeit verloren? Oder wollten die Manager den Urteilsspruch über ihre Unschuld gar nicht? Fühlten sie sich nach dem BGH-Urteil eventuell jetzt doch schuldig und nahmen den Strohhalm des Gerichtes für den Freikauf? Das dieses schäbige Prozessende jetzt in aller Munde ist, bestätigt die Richterbegründung, dass kein öffentliches Interesse besteht und unser Rechtsstaat daraus sicher gestärkt hervorgeht. Dann können wir uns ja auch auf höhere Geldauflagen von Hartz, Volkert und den anderen Beschuldigten in der VW-Affäre für soziale Einrichtungen freuen. Gute Nacht Deutschland. Der Letzte macht das Licht aus. Kai Rempe
21. November, 10:12
Betr. Todesschütze
Der aktuelle Vorfall zeigt doch deutlich das Versagen des deutschen Sozialsystems einschließlich der (nicht/partiell vorhandenen) Unterstützung deutscher Familien sowie der (nicht/partiell vorhandenen) aktiven Förderung und Weiterbildung von Lehrkräften. Ich habe selber als Schüler die Ohnmacht erleben müssen, wenn man bei Lehrern auf dem Kieker ist. Glücklicherweise hatte ich ein gutes Elternhaus, das diesen Frust auffangen konnte. Nennen Sie mir zudem einen Computer in Besitz eines Jugendlichen oder jungen Erwachsenen in Deutschland, auf dem kein Spiel vorhanden ist, bei dem Schusswaffen gebraucht werden.
Ich selber spiele gerne seit Jahren solche Spiele, weil sie spannend sind und u.U. Gänsehaut erzeugen. Und ich bin Familienvater und in Managementposition. Ihrer Definition und Berichterstattung nach bin ich aber potenzieller Killer… Ich denke, dass Sie sich hier nicht mehr im Raum von Pressefreiheit bewegen sondern im Raum einer rechtlichen Grauzone. Meine Meinung: Durch billige einfallslose Meinungsmache wollen Sie sich bekanntmachen. Ein Armutszeugnis, auf dessen Zug Politiker und weitere Medien natürlich nur zu gerne aufspringen. Ich hoffe, dass es wenigstens einen Politiker und/oder Journalisten in Deutschland gibt, der konstruktiv denkt und handelt. Und der weiß, wovon er spricht, wenn es sich um dieses Thema dreht. Die Hoffnung stirbt zuletzt...
Kurt Zimmermann
21. November, 9:00
Betr. Polizei-Gewerkschaft rügt Airport-Sicherheit
Allerdings sehe ich da einige Probleme bei der Ausbildung des Sicherheitspersonals in deutschen Flughäfen. So wurde zum Beispiel der Schweizer Bundespräsident Moritz Leuenberger auf dem Flughafen Frankfurt am Main trotz Diplomatenpass durchsucht. Trotz Protestes des Bundespräsidenten wurde sogar sein Handgepäck minutiös durchsucht. Anscheinend wissen die Sicherheitsleute dort nicht, was ein Diplomatenpass ist.... Anderseits wurde aber bei einem Journalisten im Begleittross des Bundespräsidenten trotz Durchleuchten dessen Handgepäcks eine Flasche Mineralwasser «übersehen».
Gunther Schirmer
20. November, 17:25
Betr. Hoeneß beißt sich auf die Zunge
Nach der Verpflichtung dieses verlogenen Koksers (Daum, Anm, der Redaktion) weiß man nun, was man von den führenden Leuten dieses Jecken-Vereins zu halten hat. Ich hoffe nur, dass der totale Bundesliga-Gau nicht eintritt. Nämlich dass der FC wieder in die Bundesliga aufsteigt. Man stelle sich vor, der Trainer muss einen seiner Spieler wegen Missbrauchs von Alkohol oder anderen Drogen abstrafen. Ich wüsste, was ich darauf antworten würde.
Rainer Karow
15. November, 13:07
Betr. Münteferings Sauereitadel
Wer hier nun eine sogenannte «Sauerei» begeht, kann man in der Tat auch anders sehen. Wobei es fast egal ist, von wem diese Weisheiten auch kommen mögen. Und egal, welches Politikfeld man wählt. Ich habe schlicht den Eindruck, die Politikoligarchen und Zerstörer unserer verbogenen und «gescheiterten repräsentativen Demokratie» mit ihrer zur Selbstverliebtheit neigenden Lust am Untergang werden mit Ihrer Lebenslüge und Betrug am Souverän erst aufhören, «wenn der Letzte das Licht ausmacht».
Es ist erschütternd, mit welcher Naivität und Betriebsblindheit heute die Zukunft gestaltet wird, mit Mitteln von vorgestern, um das Heute und Hier, nicht begreifend, das wir längst im Morgen leben, zu verhindern. Wie war das mit dem Eid dem Souverän gegenüber? Märchenstunde? Die realexistierende Ministerialbürokratie mit Ihren «Verwaltungsdiktaturmechanismen» regiert das Land mit ein paar Politoligarchen wie Eigentum, betreibt ohne Unterlass «Staatsschädigung» als Systemerhalt und Selstbestätigung, ist Staat im Staate geworden mit eigener Rechtssprechung und Rechtsanwendung und der täglichen Selbstbestätigung der eigenen Wichtigkeit im Banalen. Kaum ein Richter stoppt sie, und Widersacher werden «existentiell» zerstört. Da waren Breschnew und Honnecker eigentlich ehrlicher? Und wer profitiert? Der Rückfall in das «Deutschnationale» dient derzeit der NPD - und morgen wem? Hoffähige Nationale, die ihre Nährung durch die heutigen Etablierten erhielten? Quo Vadis BRD. Zeit verschlafen, aus der Geschichte nichts gelernt, in großen Teilen gesteuert verblödet, jedem Dorf seine «Bronx», Schutztruppen für die Reichensiedlungen, reformunfähig, Sozialdumping für Abhängige und Renter, Verschleuderung von Grundsubstanz des Volksvermögens inklusive Währungssicherheit einer falsch verstandenen Globalisierung und gradlinig offenen Auges in den Abgrund.
Franz Firla
7. November, 9:13
Betr. Gesundheitsreform
«Nimm Abschied und gesunde!» Diese griffige Zeile aus einem Gedicht von Hermann Hesse möchte uns in dieser Zeit so mancher Politiker ins Stammbuch schreiben, wenn wir uns bei den angestrebten Reformen vom Alten und Vertrauten absolut nicht trennen wollen. Bei Hesse heißt es weiter: «Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne!» Hier spätestens übertreibt der gute alte Hesse, sowohl was die Reformen angeht als auch in Bezug auf meine neuen Schuhe!
Zauber ja, aber ein ziemlich böser! Heinz Erhardt zeigt da entschieden mehr Verständnis für die Probleme eines Neubeginns. Seinen Überlegungen zufolge ist das Gegenteil von Abschied bekanntlich Anschiet. Schon diese geniale Schreibweise mit t bringt auf den Punkt, in welcher bescheidenen Situation ein Mensch meiner Prägung sich hier befindet. Ich möchte nämlich auf eine meiner besonderen Neigungen zu sprechen kommen. Ich neige zu Blasen! Pedale Blasenschwäche, sozusagen. Da hilft kein Präventivpflaster, kein Kappenweichschlagen, kein Durchfeuchten des Leders mit Körpersäften. Auch die stets empfohlenen gut sitzenden Socken oder das vorsichtige Einlaufen zu Hause haben weder im letzten Jahrhundert noch in diesem mein Hackenleid jemals gemildert.
Früher habe ich dicke Pflaster draufgeklebt und versucht, beim Gehen das Scheuern zu vermeiden, indem ich die Fußgelenke starr hielt. Der menschliche Gang bekommt dadurch allerdings einen unschönen Ausdruck. Nein, an solchen Tagen meidet man am besten alle Öffentlichkeit und zeigt sich erst, wenn man den hesseschen «Anfangszauber» genießen kann. Neuerungen sind leider oft schmerzlich, nicht nur bei Schuhen. Verständlich, wenn wir eingedenk möglicher „Abschürfungen“ nicht leichtfertig ins optimistische Reform-Horn tuten und uns jeden neuen Schuh anziehen mögen, den man uns hinhält.
Gerhard Dörries
6. November, 14:33
Betr. Flüssigkeiten an Bord nur begrenzt zulässig
Was für ein Aufwand für einen sehr zweifelhaften Erfolg! Gegängelt werden die unschuldigen Fluggäste, wer ein Flugzeug und sich zum Absturz bringen will, kennt vermutlich viele Mittel. Theoretisch müsste jede Flüssigkeit vor der Mitnahme an Bord chemisch analysiert werden - von den Feststoffen und Menschen ganz abgesehen. Wie die Tests in Frankfurt gezeigt haben, lässt sich die Sicherheitskontrolle viel plumper umgehen. Es gibt keine absolute Sicherheit - was sollen dann aber diese sinnlosen Bestimmungen? Im Gegenteil: ab jetzt wird es viel gefährlicher, denn Amateure (wie die Kofferbomber) haben keine Chance mehr, auch keine Chance, entdeckt zu werden. Sollten jetzt «Terrorprofis» mit fundierten Chemiekenntnissen zum Einsatz kommen, wird das sehr wahrscheinlich auch funktionieren.
Gunther Schirmer
6. November, 14:17
Betr. Schweigen der Fans stachelt Schalker an
Man muss ihn einfach mögen, den Slomka. Aber was er sich gegen die Bayern hat einfallen lassen, das wird ihm für seine Vertragsverlängerung nicht viel nützen. Setzt er den unbequemen Rost auf die Bank und bringt einen Torwart, dem man die Unsicherheit schon angesehen hat, bevor er überhaupt einen Ball aufs Tor bekam. Dieser Mann ist doch überhaupt noch nicht so weit, in einem solchen Spiel aufzulaufen. Dazu hat er die Nerven nicht. Das muss doch ein Trainer erkennen. Das war ein Riesenfehler von Slomka. Rost wird sich kaputt gelacht haben und dafür sorgen, dass dieser Bock nicht vergessen wird. Schalke hatte ja Glück, dass die Bayern die Gunst der Stunde nicht erkannt haben und vergessen haben, den Schalkern die Bude vollzuhauen. So eine Gelegenheit bekommen sie nicht wieder.
Hans Wiedemann
5. November, 14:46
Betr. Maßlos überzogene Versorgung unserer Beamter
Nachdem die Steuer-Milliarden jetzt nur mehr so sprudeln, wird es natürlich auch den Medien wieder egal sein, ob ein großer Anteil des Geldes wieder in den Pensions-Kassen dieses Beamten-Klientels verschwindet. Jeden Tag 20 Diskussionen auf den Bildschirm, und keiner traut sich sagen, warum in Deutschland kein Geld mehr da ist. Ich werde es Ihnen sagen warum das so ist -und die Medien wissen es genauso, bloß traut sich keiner dieses Problem angehen, warum auch immer. Denn es kann doch nicht sein, dass uns dieses unfähige Beamten-Klientel 50 Jahre mit einer Bürokratie überzogen hat - ganz Deutschland in diese Scheiße geritten hat – und keiner für die Billionen von Steuergeldverschwendungen je zur Rechenschaft gezogen wurde. Zum Dank sitzen diese «Herrschaften» zu Hause – mit doppelt so hohen Pensionen wie in der freien Wirtschaft und schauen gelangweilt zu, wie dieses Land vor Hunde geht. Dann dieser Stoiber in München redet vom Abbau der Bürokratie und macht gerade das Gegenteil. Zur Volksverdummung erzählt er noch schnell, dass seine Beamten eh schon zwei Stunden länger arbeiten müssen, was da raus kommt, wissen wir längst. Möchte nicht wissen, was heuer alleine der Reise- und Neuwagen-Etat dieser Politflaschen kostet. Scheinbar muss es einmal so kommen wie in Frankreich, dass das Volk auf die Strasse geht, um diesen Spuk zu beenden.
Gerhard Dörries
2. November, 15:02
Betr. Deutschlandbei nuklearer Bedrohung
So sei beispielsweise die nukleare Bedrohung «völlig ausgeklammert», obwohl dies «die Kernfrage der Sicherheit Deutschlands» sei, sagte der General, der nicht namentlich genannt werden wollte, der Netzeitung. (...) Ja, hat uns die Bundesregierung denn angelogen?! Neulich fand ich im Haus meiner Eltern die Broschüre «Jeder hat eine Chance» aus den Sechziger Jahren. Auf der Rückseite wird ausdrücklich darauf hingewiesen, die Broschüre sorgfältig aufzuheben! Herausgeber ist der Zivile Bevölkerungsschutz (ZB). Im Vorwort heißt es: «Jeder hat eine Chance! (...) Doch müssen wir immer mit einem Angriff rechnen. Es kann sogar ein Angriff mit atomaren, biologischen oder chemischen Waffen sein. So verheerend die Wirkung solcher Waffen ist, es gibt Möglichkeiten, sich zu schützen. Die Bundesregierung hat vieles getan, (...)»
Die Tipps, die uns die 20-seitige Broschüre gibt würde man heute allerdings eher unter der Rubrik «Realsatire» ablegen, ähnlich der US-Filme zum Thema Atomkrieg «duck and cover». Atomkriege verhindert man durch vernünftige Politik, nicht durch Eroberungspläne bodenschatzreicher Länder! Welche der über 100 Kriege und «Operationen» nach 1945 waren für die USA denn erfolgreich? 1950-1953 Korea-Krieg, Ergebnis: Nord- und Südkorea 1961 Invasion in der Schweinebucht, Ergebnis: Castro ist bis heute Präsident Kubas. 1962/63 Kubakrise, Ergebnis: fast ein Atomkrieg, wären die Russen nicht vernünftiger gewesen als die USA. 1964 - 1975 Vietnamkrieg, Ergebnis: Fiasko für die USA etc. Seit 2001 Afghanistan, Ergebnis: nicht zu gewinnen; seit 2003 Irak - Ergebnis: mehr Terror in der Welt und ein beginnender Rückzug der USA, und wer weiß, vielleicht wird Saddam Hussein wieder Präsident. Man darf gespannt sein, ob die Urteilsverkündung am 5. 11. vor den US-Kongresswahlen nicht noch aufgrund einer plötzlichen «Erkrankung» verschoben wird ...