09. Sep 2006 15:42, ergänzt 30. Sep 2006 16:13
Ihre Meinung zu aktuellen Themen.
Gunther Schirmer
29. September, 17:39
Elterngeld trotz vieler Gegenstimmen gebilligt
Wenn ich das so lese, dann bestätigt das meine Überzeugung, dass unsere Familien-Elfe aus Niedersachsen keine Ahnung hat, was da im Berufsalltag so abgeht. Ich glaube nicht, dass sich ein berufstätiger Mann in der heutigen Arbeitsplatz-Szene erlauben kann, sich bei seiner Geschäftsleitung für ein Jahr oder auch kürzer für ein Babyjahr abzumelden. Der ist doch auf jeden Fall seinen Job los. Entweder die Stelle wird kommissarisch besetzt und der Platzhalter legt sich dermaßen ins Zeug, um zu beweisen, dass er besser ist. Oder die Aufgaben übernimmt ein Kollege zu seinen eigenen Arbeiten und man merkt, dass es auch so geht. Und dafür brauchen wir eine Ministerin? Die sowieso niemals in solche Situationen kommen konnte. Dieses Gesetz ist klarer Mumpitz! Und so wird es mit der unendlichen Geschichte Gesundheitsreform auch werden. Diese Koalition ist so unfähig, dass man schreien könnte. Sorry, Frau Merkel. Aber ihre Auslassungen bei Frau Illner gestern haben doch jedem vor Augen geführt, dass Sie außer Phrasen nichts zu bieten haben. Mir als CDU-Wähler seit vierzig Jahren tut das verdammt weh.Ferdinand Weinmann
27. September 2006, 16:23
Offener Brief an Intendanz der Deutschen Oper Berlin
Sehr geehrte Frau Intendantin,
Sehr geehrte Damen und Herren in der Verwaltung der Deutschen Oper Berlin,
aus den Medien erfuhr ich, dass Ihr Haus Mozarts Idomeneo vom Spielplan abgesetzt hat mit der Begründung, «die religiösen Gefühle von Moslems nicht verletzten zu wollen».
Ich bin ganz sicher ein weltoffener und toleranter Mensch, aber dieser «vorauseilende Gehorsam» einer Kultur und Religion gegenüber, die ständig von radikalen Mördern und Menschenschindern missbraucht wird, geht mir entschieden zu weit.
Es ist nicht die Religion der Moslems, der sie mit dieser Maßnahme entgegenkommen, sondern Sie reden den Radikalen das Wort. Der Islam ist im Kern eine friedfertige und tolerante Religion. Was wir derzeit in den Medien erfahren ist nichts über die Religion Islam als solcher, sondern vielmehr über den Missbrauch des Islam.
Vor wenigen Tagen erst hat der inzwischen im eigenen Land sehr umstrittene geistliche Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, öffentlich kundgetan, dass der Islam die Weltherrschaft anstrebe. Auch dieses Ansinnen rechne ich zum Missbrauch der Religion Islam. Maßnahmen, wie die Ihre, stärken diesen imperialistischen Anspruch und sind daher keine wirkliche Rücksichtnahme. Warum nehmen Sie nicht auf unsere Kultur Rücksicht?
Wir leben im abendländischen Kulturkreis, zu der Mozart mit all seinen Werken einen großen Beitrag geleistet hat. Kein Moslem wird hier zu irgendetwas gezwungen, auch nicht zum Besuch von «Idomeneo» in der Inszenierung. Alle Moslems genießen hier die Errungenschaften unserer heutigen Kultur und sind herzlich eingeladen dazu, sofern sie sich an die abendländischen Spielregeln halten. In etlichen islamisch bestimmten Ländern liegen Kultur, Menschenwürde und Humanität auf dem Niveau des Mittelalters: 500 Jahre zurück. Wer sich in Deutschland / Europa nicht wohl fühlt wird von niemandem festgehalten, er / sie kann einfach dorthin gehen, wo es ihr / ihm gefällt.
Lassen Sie uns unsere Kultur (er)leben und zwingen Sie uns nicht, die Denkweise eines anderen Kulturkreises zu übernehmen.
Mit freundlichen Grüßen
Ferdinand Weinmann
Reiner Moysich
26. September, 21:18
Irak-Botschafter lobt Papst nach Krisengipfel
Absolutheitsansprüche verhindern wirklichen Respekt. Sicher ist es löblich, wenn der Papst nun Respekt gegenüber dem Islam bekundet und zu gegenseitiger Toleranz aufruft. Jedoch kann Respekt und Toleranz nur halbherzig sein, solange auf beiden Seiten am kriegerischen Absolutheitsanspruch festgehalten wird, jeweils allein die einzig wahre und gültige Religion zu haben. Dabei ist in beiden religiösen Weltanschauungen die «Goldene Regel» von Konfuzius (500 Jahre vor unserer Zeitrechnung) verankert, welche die Grundlage der Menschenrechte darstellt und jeglichen Absolutheitsanspruch verbietet: «Behandle jeden anderen Menschen, wie du selbst behandelt werden möchtest.» Denn in der Bibel wird die christliche Nächstenliebe sehr ähnlich formuliert: «Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut auch ihr ihnen ebenso» (Matthäus 7,12; Lukas 6,31). Und auch im Islam heißt es: «Keiner von euch ist ein Gläubiger, solange er nicht seinem Bruder wünscht, was er sich selber wünscht» (40 Hadithe - Sprüche Muhammads - von an-Nawawi 13). Optimal wäre es also, wenn der Papst den Vertretern des Islam (und am besten gleich auch denen des ebenfalls betroffenen Judentums) den Vorschlag unterbreitet, allseitig auf die barbarischen Absolutheitsansprüche zu verzichten, die schon sehr viele Millionen von Toten gekostet haben. Auch die vom Papst eingeforderte Vernunft gebietet solch einen Schritt, da ja alle Glaubens-«Wahrheiten» nur subjektive und eben keine objektiven, überprüfbaren Wahrheiten darstellen. Aber selbst, wenn vorerst der Islam und das Judentum zu solch einem wahrhaft mitmenschlichen Schritt noch nicht bereit sind, sollte der Papst mit gutem Beispiel vorangehen und der Nächstenliebe gemäß offiziell den absurden Absolutheitsanspruch des Christentums für überholt und beendet erklären.
Klaus Barnehl
26. September 2006, 20:34
Absetzung von Oper «Idomeneo»
Muslime dürfen in Deutschland hunderte Moscheen bauen , Christen aber keine Kirchen in deren Ländern. Ich möchte nicht alle Muslime in einen Topf werfen , aber ich glaube, das Maß ist voll, und dies empfinden sehr, sehr viele Deutsche.
Jetzt bestimmen Muslime, was wir kulturell genießen dürfen oder nicht.
Wir dürfen nicht Maßstäbe an Menschen wie Prof. Dr. Bassam Tibi setzen, der ist wirklich eine geistig-kulturelle Bereicherung. Der größte Teil der jungen männlichen Muslime sind genau das Gegenteil, intolerant und hochgradig chauvinistisch, für diese gibt es außer ihrer eigenen Religion keine Andersgläubigen, sondern nur Ungläubige.
Das ganze multikulturelle Tolleranzgeschwafel wird für manchen Traumtänzer aus Kirche und Politik noch ein böses Erwachen geben! Ich weiß, wovon ich schreibe, ich habe jahrelang die «Ehre» gehabt, mit diesem Klientel zu arbeiten. Sie halten uns für Deppen, die sich ständig mit Selbstvorwürfen kasteien und durch einen anerzogenen Schuldkomplex jederzeit mit entsprechender
Drohung gefügig gemacht werden können.
Ulrich Eckartz
26. September 2006, 19:24
Offener Brief an Opernintendantin Kirsten Harms
Sehr geehrte Frau Harms,
als ich die Nachricht in der Zeitung las, hielt ich sie zunächst für einen üblen Scherz. Sie haben tatsächlich die geplante Wiederaufnahme von Mozarts «Idomeneo» in der Inszenierung von Hans Neuenfels vom Spielplan genommen?
Aus Angst vor «Störungen» durch Islamisten, die den europäischen Freiheitsbegriff ausradieren wollen? Damit stoßen Sie jeden freiheitlich und demokratisch denkenden Menschen vor den Kopf und offenbaren ein Duckmäusertum, das in der deutschen Kulturgeschichte seinesgleichen sucht und für das Ihnen zu Recht der «Dhimmi des Monats» der Internetseite «politically incorrect» verliehen wurde.
In Ihrer Position, Frau Harms, tragen Sie große Verantwortung. Verantwortung dafür, dass Ihr Theater eine Auseinandersetzung mit der Gesellschaft führt, die Gesellschaft wiederspiegelt und zur Selbstreflexion anregt. Sie tragen Verantwortung dafür, dass die im Grundgesetz Art. 5 garantierten Freiheiten durchgesetzt werden. Verantwortung dafür, dass ein geregelter Kulturbetrieb nach demokratisch legitimierten Regeln stattfindet.
Indem Sie bereits bei Anzeichen möglicher «Störungen» zurückweichen und damit die Grundwerte künstlerischen Schaffens preisgeben, werden Sie der Last dieser Verantwortung nicht gerecht. Es hat in Deutschland in der Vergangenheit wahrlich schwerere Zeiten für Künstler gegeben als die heutigen, doch nie hat ein unabhängiger Theaterintendant so vorschnell klein beigegeben wie Sie. Die Werke von Schreker, Weill, Hindemith, Berg und vielen anderen wurden in den 20er- und 30er-Jahren unter massiven (und voraussehbaren) Störungen brauner Banden aufgeführt - hätte man diese epochalen Werke streichen und auf bessere Zeiten warten sollen? Nein - in jenen schweren und gefährlichen Zeiten gab es noch Theaterleute, die ihren kulturpolitischen Auftrag ernst nahmen und sich der Auseinandersetzung stellten.
Sehr geehrte Frau Harms, haben Sie die Folgen Ihres Handelns zu Ende bedacht? Sie sind nicht mehr die Leiterin eines Provinztheaters, sondern Sie führen eines der bedeutendsten Häuser Deutschlands. Es hinterlässt einen verheerenden Eindruck in der internationalen Kulturwelt, wenn die Deutsche Oper Berlin eine Inszenierung aus Angst vor undemokratischen, gewaltbereiten Gruppierungen zurückzieht und sich so der nur vermuteten Androhung von Gewalt beugt, anstatt die Freiheit der Kunst und damit die der Gesellschaft mit allen künstlerischen Mitteln zu verteidigen.
Was ist Ihr nächster Schritt? Werden Sie Regisseure wie Neuenfels, Konwitschny, Bieito, Schlingensief oder Krämer weiterhin zensieren, damit der islamische Mob nicht beleidigt ist? Streichen Sie Werke wie «Die Entführung aus dem Serail», «Die Italienerin in Algier» oder «Salome» vom Spielplan, um «kulturelle Irritationen» zu vermeiden? Werden Sie vielleicht sogar in Zukunft darauf verzichten, jüdische Künstler zu beschäftigen, weil damit die Toleranzschwelle des islamischen Publikums überschritten werden könnte?
Mit Ihrer Entscheidung haben Sie, Frau Harms, jedenfalls meine Toleranzschwelle überschritten. Für die weitere Dauer Ihrer - hoffentlich kurzen - Amtszeit in Berlin werde ich dem Haus den Vorzug geben, in dem der mutige und weitsichtige Daniel Barenboim seinen Dienst tut. Ein Mann, der verstanden hat, welche Rolle die Kunst im politischen Diskurs spielt.
Hochachtungsvoll
Ulrich Eckartz
Christian Gommert
26. September 2006, 17:35
«Idomeneo»-Absetzung
Die Intendantin möchte man fragen, ob nächstens auch das Gläschen Weißwein in der Pause - es könnte ja einem Islamisten übel aufstoßen - durch pasteurisierte Eselsmilch ohne Zucker ersetzt wird. Ja, und müssen wir Männer demnächst allein in die Oper gehen? Oder darf eine Dame (natürlich nur eine enge Verwandte oder die Ehefrau - Pardon: eine Ehefrau) mitkommen, wenn sie wenigstens ein Kopftuch trägt? Oder besser doch eine Ganzkörperummantelung? Und die nur in Schwarz oder eventuell auch mal, an Feiertagen, in modischem Anthrazit? Ja, das sind so die Fragen, die einem durch den Kopf gehen...
Herr Körting hätte ich hingegen gerne als armes Würstchen bezeichnet (aber ich weiß natürlich nicht, ob hier auch irgendein Beleidigungstatbestand, also, ich sage es lieber nicht...) - diese Stadt hat (nein, ich habe es auch aus Geschichtsbüchern und den Erzählungen der älteren Generation, aber die sollten doch Herrn Senator auch zur Verfügung stehen, nicht?) ganz anderen Herausforderungen getrotzt! Wie hätte das Innenwürstchen (gestrichen, wenn beleidigungstatbestandsverdächtig) wohl auf die Blockade von 1948 reagiert? Wohl eher nicht wie Ernst Reuter...
Lieber Lucius, lassen wir doch die Sache mit der Luftbrücke; die aus dieser Provokation der Sowjets resultierenden Gefahren sind nicht leicht zu kalkulieren? Und jetzt stellt sich ein «Senator» auf den Balkon und ruft «Ich bin ein Islamist!» und «Let them come to Berlin...». Friedrich II. schaffte die Zensur ab, zwischenzeitlich wurde sie ja mehrmals wieder eingeführt, aber ausgerechnet heute, 2006? Es wäre besser gewesen, die Aufführungen auch unter extremem Polizeischutz - zehntausend Mann und Eingangskontrolle wie an besseren Flughäfen - stattfinden zu lassen, als sich präventiv illegitimer und illegaler Gewalt zu beugen...
Andreas Jedamzik
12. September 19:15
Betr. Kommunalwahl Niedersachsen
Warum ist die Wahlbeteiligung wieder so niedrig?
Unsere Volksvertreter in Land und Bund haben sich weit vom Bürger entfernt und ihre Versprechungen, Parolen und Rezepte für Veränderungen in unserem Land werden nach Wahlen schnell vergessen.
Reformen sind heute grundsätzlich mit Belastungen verbunden, aber Reformen sollen doch eigentlich Verbesserungen bringen! Hinzu kommt die Angleichung der Parteienprogramme, deshalb gibt es keine Alternative für unsere Bürger.
Die Gesundheitsreform hält vielleicht nur 2 Jahre, das Rentensystem ist auch am Ende und Arbeitnehmer sowie Arbeitgeber zahlen hohe Beiträge ein, ohne eigentlich verlässlich zu wissen, was die Politik beim Eintritt ins Rentenalter für die Senioren übrig hat. Unternehmen bekommen dicke Subventionen für die Verlagerung von Arbeitsplätzen und unser Arbeitsmarkt kommt zum Erliegen. Ob ich also wähle oder nicht, es bleibt so wie es ist, es wird sich für mich als Staatsbürger grundsätzlich nichts ändern.
(...)
Als letztes haben unsere Medien ihre Neutralität bzw. Überparteilichkeit aufgegeben und tragen mit einer meist einseitigen Berichterstattung zur Politikverdrossenheit bei. Kurzum, es muss auf allen Seiten etwas geschehen, damit die Bürger in Deutschland wieder gern wählen gehen.
Georg Preissl
9. September, 11:02
Betr. Nahost-Konflikt
Die israelische Luftwaffe hat zwischen dem 12. Juli und 14. August über 7000 Angriffe im Libanon geflogen. Hinzu kamen 2500 Bombardierungen durch die israelische Marine. Es gab über 1100 Tote auf libanesischer Seite, davon etwa ein Drittel Kinder. 4054 Menschen wurden verletzt und 970.000 mussten fliehen - rund ein Viertel der libanesischen Zivilbevölkerung.
Berichten von Amnesty International zufolge wurde bewusst zivile Infrastruktur angegriffen, darunter Ziele ohne ersichtliche strategische Bedeutung. Die Zerstörung tausender Häuser sowie zahlreicher Brücken, Straßen, Wasserwerke und Treibstofflager gehörte von Anfang an zur israelischen Militärstrategie im Libanon. Das Recht auf Selbstverteidigung schließt offenbar das Recht auf Staatsterror ein.
Gunther Schirmer
7. September, 17:23
Betr. Kriminologe rät Kampusch zu Ausreise
Lieber Herr Pfeiffer, es wundert mich zwar nicht, dass Sie auch hier Ihren Senf dazugeben. Aber hier liegen Sie falsch. Frau Kampusch will richtig Kohle machen, und Ihr Berater will das natürlich auch. Und sie muss das sogar, denn von was will sie Ihren Lebensunterhalt bestreiten. Und das kann sie nicht, wenn sie untertaucht. Wir werden noch viel von ihr hören und vor allem lesen. Und da der Verursacher des Desasters tot ist, kann man da richtig viel schreiben. Es kann ja keiner widersprechen. So sehr unsicher war sie gar nicht bei ihrem Einstiegs-Interview. Das war gekonnt, wie sie das gemacht hat. Im übrigen sind so viele Ungereimtheiten in dem ganzen Fall, da wird noch einiges zu klären sein. Die Ermittlungsbehörden haben die Akten noch nicht geschlossen.
Alexander Kendzia
7. September, 17:20
Mein 11. September
Ich finde Ihre Internetseite sehr gelungen, jedoch ist es für mich unverständlich, warum Sie die Aktion «Mein 11. September» auf Ihrer Seite gestartet haben. Sicherlich ist der 11.September ein Tag, der die Welt schockiert hat, aber anstatt die Eindrücke Einzelner zu dieser Tragödie zu schildern, sollte man diesen Tag mehr hinterfragen. Wieso liegen immer noch keine öffentlichen Beweise über die Vorgänge an diesem Tag vor? Wieso konnte ein Gebäudekomplex kurz nach den Anschlägen geplant gesprengt werden ? (Vorbereitungszeit für geplante Sprengungen meist 2-3 Wochen)... Ich bin niemand, der an eine Verschwörung glaubt, aber einige Dinge, vor allem die Informationspolitik hinsichtlich dieses Ereignisses, lassen mich stutzig werden. Täglich sterben auf der Erde Menschen. An Aids, Hunger und Krieg. Wieso haben Sie keine Rubrik, in der Menschen ihre Erlebnisse zum Beispiel zum heutigen Tag, an dem sicherlich wieder tausende Menschen an Missständen sterben, eingerichtet ? Vermutlich sind solche Unglücke einfach nicht so interessant wie zwei Türme, die einstürzen.
Gerhard Dörries
1. September, 17:31
Kunst-Fotos im Netz können Ärger bringen
Petra Tursky-Hartmann ist nicht nur eine private Bloggerin, sondern auch eine SPD-Lokalpolitikerin. Populistische Empörung inklusive einem offenen Brief ist in diesem Fall vielleicht nicht angemessen, denn wenn man/frau das künstlerische Schaffen von Hans Haake betrachtet, wird man feststellen, dass Hans Haake ein politischer Künstler ist.
Deshalb kann angenommen werden - zumindest interpretiere ich diese Arbeit des Künstlers entsprechend - dass Petra Tursky-Hartmann zu einem Teil der Installation «Der Bevölkerung» wurde: durch Ausschluss der Bevölkerung, wie im Reichstag beziehungsweise Bundestag. Dort wird Politik von und für Lobbyisten gemacht, und das Abbildungsverbot durch Haake zeigt genau diese Problematik auf. Folglich nehme ich an, dass eine Installation im Reichstag «Den Lobbyisten» von dem Abbildungsverbot nicht betroffen wäre ...