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Leserbriefe im August 2006

03. Aug 2006 14:44, ergänzt 27. Aug 2006 15:50
Ihre Meinung zu aktuellen Themen.

Oliver Bandel
27. August 2006, 12:00
Betr. Bayreuther Festspiele in Berlin
Immer wieder wird über die Wagners berichtet, den Rummel um die Urenkel und die Festspiele. Wieso sollen die Festspiele eigentlich von Bayreuth nach Berlin umziehen? Den Eindruck, dass dies geplant ist, hat man jedenfalls, wenn man unter den Wagner/Wottrichs wohnt; dort wird seit ca. 2 1/2 Jahren permanent renoviert... Oder eben es sind die Aufbauten für die Berliner Wagner-Festspiele. Selbst an manchem Sonntag ist man da am Werkeln. Ich dachte irgendwann muss da mal Schluss sein - habe mich aber anscheinend geirrt.

Jens Franck
27. August 2006, 7:34
Betr. Terrorbekämpfung
Endlich sind sie aufgewacht - unsere Staatsschützer, Politiker und Besserwisser. Wie und was sagte seinerzeit der selbstherrliche Innenminister Schily? Keine Bange, wir stehen nicht im Fadenkreuz des Terrors. Wir haben alles im Griff... Mein Vorschlag lautet, das Geld in die Terrorbekämpfung zu investieren, welches wir Jahr in die Länder der Dritten Welt pumpen, in welchen der Terror ausgebrütet wird, wie Afghanistan, Pakistan, Indonesien.

Stefan Herre
21. August 2006, 19:47
Betr. Vereitelter Bahn-Anschlag
Die Reaktion oder besser gesagt Nicht-Reaktion vieler deutscher Politiker auf den vereitelten Bombenanschlag von Köln ist beschämend und führt unweigerlich zur Schlussfolgerung, dass ein Umdenken wirklich erst bei einem «gelungenen» Selbstmordattentat mit vielen Toten und Verletzten erfolgt. Wer jetzt immer noch zu «Besonnenheit» rät und vor «Schnellschüssen» warnt, hat die reale Gefahr, in der wir uns befinden, noch nicht begriffen. Natürlich brauchen wir eine Anti-Terror-Datei, natürlich muss die Videoüberwachung an sensiblen Orten erweitert werden, natürlich muss die Rasterfahndung wieder eingeführt werden und natürlich sollte auch die Daten-Speicherung der Religionszugehörigkeit als ein Instrument im Kampf gegen den islamischen Terror erfolgen. In diesem Zusammenhang ist es kontraproduktiv, wenn die SPD den Deutschen in ihrem jüngsten Präsidiumsbeschluss immer noch Sand in die Augen streut und den Islam als eine «friedliche Religion» verniedlicht, die «wir wertschätzen und respektieren». Verkennt sie doch, dass der Koran explizit dazu aufruft, uns – die «Ungläubigen» – zu bekämpfen, zu unterwerfen und zu vernichten. Sure 8,12: «In die Herzen der Ungläubigen werde Ich Schrecken werfen. Treffet (sie) oberhalb des Nackens und schlagt ihnen die Fingerspitzen ab!» Sure 9,14: «Bekämpfet sie; Allah wird sie strafen durch eure Hand und sie demütigen und euch verhelfen wider sie und Heilung bringen den Herzen eines gläubigen Volks.» Sure 9,123: «O die ihr glaubt, kämpfet wider jene der Ungläubigen, die euch benachbart sind, und laßt sie in euch Härte finden.» Das geplatzte Zug-Attentat von Youssef M. und seines Komplizen war daher auch keine Einzeltat zweier geistig Verwirrter, sondern die logische Konsequenz des Umsetzens der tödlichen Lehre Mohammeds. Es wird höchste Zeit, dass wir uns hierzulande mutig dieser Vorhut des Heiligen Islamischen Krieges entgegenstellen - statt uns ihr in der typisch deutschen Beschwichtigungshaltung wehrlos auszuliefern!

Gunther Schirmer
17. August 2006, 13:28
Betr. Beirut sieht aus wie Deutschland 1945
Das ist ja wunderbar, wer sich alles am Wiederaufbau des Libanons beteiligt. Aber ein Land vermisse ich bei der Aufzählung. Nämlich die, die das ganze Desaster angerichtet haben. Man zeigt wie stark man ist, wirft seine überzähligen Bomben über einem souveränen Staat ab - und wenn man genug hat, verschwindet man wieder. Das kann doch nicht sein! Oder liege ich da falsch? Dass sich die Terroristen dort eingenistet haben, dafür können die Menschen nichts, denen man die Häuser weggebombt haben. Und kein Politiker in unserer Hemisphäre getraut sich auch nur andeutungsweise darauf hinzuweisen. Respekt!

Hans Mohrmann
15. August 2006, 13:22
Betr. Günter Grass
Eines vorweg: Schon vom Alter her (53) stehe ich außer Verdacht, hier etwas beschönigen zu wollen. Dennoch kann die Maßlosigkeit Karaseks und anderer nicht widerspruchslos hingenommen werden. Wenn es sich bei den meisten Grass - kritischen Stimmen (Fest, Wolfssohn, einige CDU - Bundestagsabgeordnete) auch um die sog. üblichen Verdächtigen handelt, ist doch Karaseks sehr harsche Kritik nicht nachzuvollziehen.

Enrico John
15. August 2006, 13:17
Betr. Günter Grass
Ich kenne keinen, der sich mit 17 Jahren der Tragweite einer solchen Entscheidung bewusst ist. Bedenken Sie die Propaganda der nationalsolzialistischen Diktatur. Das Leben und Wirken G.s für Deutschland nach dem Krieg bis heute, genügt mir, zu erkennen, dass Grass ein Demokrat und Mensch ist. Ich möchte dazu sagen, dass ich mich mit dem Werk von Günter Grass ausführlich befasst habe. Das Grass erst jetzt zu diesem Abschnitt seines Lebens Stellung nimmt, ist mir in dieser perversen Medienlandschaft nur zu verständlich.

Thomas Karp
14. August 2006, 23:45
Betr. Arztversorgung der Kinder von Kassenpatienten
Es ist nicht mehr spaßig, was hier im Lande passiert.
Um die Förderung neuer Neuzugebärenden macht sich jeder Politiker Sorgen. Der Erhalt der Familie soll gefördert werden. Doch wie sieht der Alltag aus? Kinder werden im Kindergarten übermäßig «strapaziert», schließlich hat man nicht genug Geld für genug Betreuer/innen. Kinder werden auch krank dorthin gebracht; denn schließlich muss man beiderseits arbeiten, wenn man über die Runden kommen will.

Wolfgang Kripahle
14. August 2006, 18:44
Betr. Muslime, die den Überwachungsstaat fürchten
Das sich deutsche Muslime gegen einen Generalverdacht wehren ist nachvollziehbar. Allerdings müssen sich diese Damen und Herren aber auch fragen lassen, wo waren ihre Distanzierungen am 11.9. und nach den Attentaten in Madrid und London. Sie kamen, wenn sie kamen, recht spät. (...) Ich maße mir nicht an anderen vorzuschreiben wie diese leben sollen, ich vertrete und habe stets die Meinung vertreten, dass man sich den Gepflogenheiten eines Landes anpassen solle, in dem man lebt. (...) Für mich war und ist die Philosophie früherer deutscher Nationalisten «am Deutschen Wesen soll die Welt genesen» völlig inakzeptabel gewesen. Warum soll ich dann die Moralvorstellungen [von Muslimen] übernehmen?

Ulrich Starke
14. August 2006, 11:36
Betr. Libanon-Mandat
Soso! Es soll nicht machbar sein israelische Soldaten ggf. anzugreifen!?
Dass ich nicht lache!! Wenn jemand die Anordnungen der Uno missachtet, wird er verhaftet und bestraft!

Andreas Straube
13. August 2006, 15:56
Betr. Nahost-Konflikt
Herr Korn sollte vielleicht einmal Stellung zur Berichterstattung in der «Bild»-Zeitung oder weniger ausgeprägt in der «SZ» nehmen. Da höre ich von ihm nichts. Das Vorgehen ist immer das gleiche: Wer nicht genehme Tatsachen zeigt, ist antisemitisch. Herrn Korn ist es unangenehm, wenn man mit der Wahrheit konfrontiert wird und diese einen Terrorstaat zeigt, aber wir sollten doch alle gelernt haben, dass Augen zu und wegschauen nicht hilft, auch wenn es der Staat Israel ist.

Klaus Moewius
13. August 2006, 10:38
Betr. Günter Grass und SS
Jetzt lasst mal die Kirche im Dorf. Wer Grass verurteilt, ist zu jung oder hat keine Ahnung. Grass war damals 17 Jahre und kam gar nicht auf die Idee darüber nachzudenken, wer ihn eigentlich einzieht! Außerdem kannten auch damals viele nicht den Unterschied zwischen SA und SS.

Gilles Mebes
12. August 2006
Betr. SS und Grass
Ich bekenne: Ich mag Grass’sche Literatur nicht. Ich habe sie nie gemocht. Ich erkenne sein großes Talent, aber es gibt kein Buch, in dem er es nicht unter seiner unversiegbaren Geschwätzigkeit ertränken würde. Außerdem halte ich ihn für eitel. Seine Eitelkeit ist geradezu unstillbar, finde ich.
Aber ich falle nun nicht über ihn her, weil er ein spätes Bekenntnis über seine Mitgliedschaft in der SS abgegeben hat. Jedenfalls nicht, weil er Mitglied war - ich kenne viele Biographien aus jener Endzeit des Naziregimes, in der junge Kerle zur SS eingezogen wurden wie andere zur Wehrmacht. Das hat sie später stigmatisiert, in der Nachkriegszeit wurde wie in vielen anderen Dingen kein Unterschied gemacht zwischen denen, die ganz bewusst Teil einer elitären Killertruppe sein wollten und jenen, die so verblendet, wie Jugendliche (...)nun mal sein können, dahin eingezogen wurden oder sich freiwillig ziehen ließen.

Wer wie Günter Grass alle für ihn erreichbaren kleinen und großen Literaturpreise abkassiert hat, der verfügt neben einer entsprechend einflussreichen Hausmacht in Verlagen und Feuilletons und der intimen Kenntnis des Literaturmarkts besonders über ein politisches Talent, das ihm erlaubt, allen Fallstricken zu entgehen, in die andere hinein geraten sind. Er hat sich ja auch stets und gern neben bekannten Politikern gezeigt und ablichten lassen und es auch mit anderen Mitteln verstanden, seinen Namen immer wieder ins Gespräch zu bringen, wenn es denn zu lange zu anderen Inhalten und Namen übergegangen war.

Insofern erscheint mir sein Bekenntnis, dass ihn die Scham zu sehr gedrückt habe, reichlich unglaubwürdig. Grass weiß nur zu genau, daß seine Lebenszeit abläuft, und daß er danach die Dinge nicht mehr in der Hand haben wird. Er wird einfach nicht mehr da sein, um bestimmte Vorgänge zu verhindern, beispielsweise die Suche der Historiker und Literaturwissenschaftler nach den Details seiner Biographie. Er wusste, dass seine SS-Mitgliedschaft über kurz oder lang ans Tageslicht treten mußte, dann als Sensation verkauft worden wäre; er ist vielleicht sogar von bestimmten Leuten darauf aufmerksam gemacht worden, dass die Kenntnis davon demnächst auftauchen würde.

In jedem Fall behält er mit seinem Eingeständnis die Kontrolle über den Vorgang und auch einigermaßen über die Aufnahme und Diskussion desselben. Er kann sich, reichlich mit publikationspolitischem Talent und ebensolcher Erfahrung ausgestattet, ausrechnen, wie die Sache für ihn enden wird, wenn er selbst damit vor die Öffentlichkeit tritt: Man wird das Bekenntnis wohlwollend aufnehmen, man wird ihm Verständnis entgegenbringen, ja man wird keinesfalls soweit gehen, den einzigen lebenden deutschen Nobelpreisträger in aller Öffentlichkeit zur Sau zu machen. Man wird seinen späten Mut loben. Die Neugier auf sein Werk wird angestachelt werden, die Verkaufszahlen steigen, und so wird sich die ganze Affäre in Wohlgefälligkeit auflösen. Und viele deutsche Frauen und Männer, die zu Kriegszeiten in ähnlicher Weise in die Fänge eines wirren Schicksals geraten waren, werden sich dankbar äußern und spät, sehr spät rehabilitiert sehen, auch vor sich selbst.

Und keiner wird Günter Grass unterstellen, dass der ganze Akt ein wohlkalkulierter war. Dass er mit Mut und Scham nichts zu tun hat, sondern auf bloßer Berechnung beruht. Wirklich mutig wäre das Bekenntnis gewesen, wenn er es zu Anfang seiner Karriere oder vor 30 Jahren abgelegt hätte. Aber damals konnte er sich ausrechnen, dass er eine heftige Diskussion losgetreten hätte, in der er auf ganz andere Art und Weise angegangen worden wäre als es heute geschieht.

Ralf Grzywaczewski
10. August 2006, 21:42
Betr. Graf Nayhauß
Sehr geehrter Herr Graf, es ist für Sie damals mit Sicherheit selbstverständlich gewesen, Ihre Mutter und ihre Geschwister zu unterstützen. Ist es für mich auch heute noch. Die Zeiten sind heute sicherlich nichts im Vergleich zu dem, was Sie und Ihre Familie damals nach dem Krieg durchgemacht haben, aber rosig sind sie beim besten Willen nicht. Hartz IV, Arbeitslosigkeit, Terrorangst, das beliebte No Future, es ist in der heutigen Generation sehr weit verbreitet und auch verständlich. Wir leben momentan nicht im wirtschaftlichen Aufschwung. Eingebracht, wenn man sich mal zurückerinnert, haben uns das 16 Jahre Helmut Kohl. Dieser Mann und seine Gefolgsleute haben das «Unternehmen Deutschland» derartig ausverkauft und in den Keller geritten, wie es dies wohl kein zweites Mal geben wird. (Privatisierung der Post, Verkauf von Goldreserven, «...wir brauchen den (T)euro»). Das haben viele, viele Leute in den letzten Jahren wohl schon wieder vergessen. Sonst würde heute nicht eine «große Koalition» regieren, deren Spitze Prinz Eisenherz ist. Okay. Er, der Eisenherz, ist korrupt, dumm, weltfremd wie fast alle anderen vor ihm und mit ihm. Muß ich mir denn jetzt von ihm sagen lassen (bei Androhung von Strafe und Bußgeld, kurzgesagt Abzocke, laut Gedankentum von Herrn Pofalla), wie ich meinen Anstand auslebe? Es kann doch wohl nicht sein, daß diese korrupte Politikerbande, deren einziges Interesse es ist, sich die Taschen voll zu saugen und sich ihre Rente nach vier Jahren «Arbeit» (...)einzusacken, mir erzählen, oder besser diktieren will, was Anstand ist.

Ernst Henke
10. August 2006, 15:06
Betr. Wenn mit Dämlichkeit regiert wird
(...)Zu dem Artikel von Graf Nayhaus «Wenn mit Dämlichkeit regiert wird» nun meine bescheidene Anmerkung. Ich kann sein Loblied auf die ältere Generation völlig nachvollziehen, war es bei mir - wenn vielleicht auch ein paar Jahre später - doch ähnlich, dass eine Unterstützung der Eltern und Geschwister eine Selbstverständlichkeit war. Aber damals herrschten andere soziale und politische Verhältnisse als heute - und daher kann dies nicht mehr sinnvoll verglichen werden. Damals - 50er und 60er Jahre - war es zum Beispiel selbstverständlich, dass die verheirateten Paare Kinder hatten, die sie dann auch unterstützten, wenn sie alt oder finanzell in Schwierigkeiten geraten waren. Die wenigen, die damals keine Kinder hatten, konnten da statistisch vernachlässigt werden, obwohl viele auch ihren verheirateten Geschwistern geholfen haben. Heute sieht das anders aus. Heute unterhält ein Großteil der Bürger durch Rente, Arbeitslosenversicherung, Harz IV - und wer weiß was noch - durchgehend alle Bürger, die dies in unserem System in Anspruch nehmen - teils berechtigt, teils aber auch durch Manipulation. Die jungen Leute bezahlen also schon einmal für ihre Eltern und für die Kinderlosen, wenn diese finanziellen Bedarf haben. Wenn diese Generationen nun auch noch ihre Eltern unmittelbar unterstützen sollen, dann werden sie wieder einmal doppelt zur Kasse gebeten, wie ihre Eltern dies schon getan haben, als sie sich zu Kindern entschlossen. Auch sie ernteten und ernten auch hinsichtlich der Rente in diesem unserem Staate finanzielle Einbußen im Verhältnis zu den Kinderlosen. Sollen diese sich auch noch auf dem Rücken der Kinder ausruhen können? Der Vorschlag von Pofalla wäre nur dann sinnvoll, wenn die Kinder von der Unterstützung der kinderlosen Paare freigestellt würden, was aber praktisch unmöglich wäre. Oder eben, dass die kinderlosen Bürger für ihren Unterhalt selbst sorgen müssten - durch Investition der Beträge, die die Kinder möglicherweise zur Unterstützung ihrer Eltern beitragen. Sicherlich wäre zur Beurteilung der Politik des letzten Jahrzehntes viel Unangenehmes zu sagen, doch die persönliche Unterstellung der «Dämlichkeit» des Regierens des Politikers zeugt nicht nur von schlechtem Geschmack und Stil, sondern auch von einer sozialen Dekadenz im Umgang mit dem Nächsten. Man muss sich nicht wundern, wenn die Jugend diese Vorbilder aufnimmt und mit gleichen persönlichen Verunglimpfungen reagiert und mit sozialen Defiziten in eine Gesellschaft entlassen wird. Was soll da die Schule noch ausrichten können?!

Thorsten Kroll
6. August 2006, 09:02
Betr. Künstler fordern Schließung der Breker-Schau
Der Verband Bildender Künstler fordert die Schließung der sogenannten Breker-Schau, aber warum? Ich sehe dafür nicht den geringsten Anlass. Künstlerische Technik und künstlerische Aussage können, ja müssen auch von einander gelöst betrachtet werden. Wenn ich die künstlerische Technik und Handwerkliche Fähigkeit verneine, bleibt vom Künstler nichts mehr übrig als eine Person, die nichts kann, aber zu allem was zu sagen hat. Selbst wenn es vielen nicht passen mag - auch in der Zeit des Nationalsozialismus wurde in ihrer technischen und handwerklichen Ausführung hochwertige Kunstarbeit geleistet. Ich verweise nur auf diverse Reden der Propaganda oder Filmwerke von Leni Riefenstahl. Zudem verstarb Arno Breker erst im Jahre 1991, genug Zeit, sich bei Lebzeiten kritisch mit dem Künstler auseinanderzusetzend. Da bleibt doch die Frage: Was hat er fast 50 Jahre lang nach dem Krieg gemacht? Eine derartige Ablehnung und Beschimpfung rückt einer Ächtung sogenannter entarteter Kunst durch die Nationalsozialisten gefährlich nahe!

Norbert Dörr
3. August 2006, 14:00
Betr. Wolffsohn warnt vor Syrien und Iran als Partner
Man weiß ja, dass Herr Wolffsohn ein Problem mit den deutschen Außenpolitikern hat. Folglich war es zu erwarten, dass er Einwände gegen deren Vorschlag hat (den ja auch andere gutheißen), Syrien und den Iran in die Debatte um die Auseinandersetzungen Israels mit der Hisbollah und Libanon einzubeziehen. Auch anderes, das heute mit diesem Ziel diskutiert wird, findet seine Gnade nicht. Wer so genau weiß, was richtig und falsch ist, sollte doch seinen dummen Mitmenschen einen ganz kleinen Hinweis geben, was jetzt zu unternehmen wäre. Fehlanzeige! Nicht von Herrn Wolffsohn! Damit hat sich das Lesen seiner Verlautbarung wieder einmal als überflüssig erwiesen!

Achim Wolf
3. August 2006, 11:25
Betr. Naher Osten
Wahrer Frieden kann im Nahen Osten nur sein, wenn sowohl die Israelis als auch die Palästineser ihren sinnlosen Hass aufeinander aufgeben und wirklichen Frieden schliessen, der die Geschehen der Vergangenheit endgültig ruhen lässt. Was die Welt braucht, sind jene weise Menschen, die wahre Liebe und Freiheit, Harmonie und den Frieden beherrschen und das Volk leiten, ohne sich machtvoll über ihre Mitmenschen hinwegzusetzen. Die Völker allein haben die Macht, alle verantwortungslosen Staatsgewaltigen ihrer Länder und deren Anhänger und Mitläufer ihrer Ämter zu entheben und sie durch verantwortungsbewusste Menschen zu ersetzen. Diese dürfen ihre Führungspositionen einzig für das Wohl der Menschheit und damit auch für wahrheitlichen Frieden und für die tatsächliche Freiheit nutzen, ohne dabei in Machtgier, Selbstherrlichkeit und Profitgier sowie in Hass, Rachsucht, Blutlüsternheit, Vergeltungssucht, Kriegshetzerei, Mordlust und Terrorismus zu verfallen.

Gunther Schirmer
2. August 2006, 13:41
Betr. Ballack hat Angst vor dem Singen
Oh Micha, wie haste Dir verändert! Nicht nur auf dem, sondern auch im Kopf. Der kriecht ja seinen neuen Kollegen förmlich ins Gesäß. So wie einer, der aus der Amateurmannschaft in die Erste aufsteigt. Früher musste der denen die Schuhe putzen. Dafür hat man ja nun seine Leute. Aber die «großartigen Kollegen», die er nun in Ehrfurcht bewundern darf, werden schon dafür sorgen, dass er dies möglichst oft von der Bank aus machen darf. Ich habe selten so einen undankbaren Menschen gesehen. Der hat total vergessen, dass er es den Bayern zu verdanken hat, dass dieser zusammengekaufte Club ihn aufgenommen hat. Aber trotzdem viel Spaß. Bei dem Gehalt hat man den sicher. Auf Premiere kann man ihn ja sehen. Vielleicht spielt er ja auch mal.

Angelika Klatte
2. August 2006, 13:55
Betr. Studieren und schwanger
Meine Tochter, Studentin im sechsten Semester, wurde im April schwanger. Wir bekamen vom Ministerium für Arbeit ein Flugblatt «Studieren und schwanger». Danach hieß es, dass man sich als Student (wie auch als Arbeitnehmer) ein Jahr vom Studium beurlauben lassen kann und dann während des Mutterschaftsurlaubs Sozialhilfe bezieht, um die Existenz zu sichern. Denn wenn man beurlaubt ist, bekommt man ja kein BaFög mehr, logisch. Jetzt mussten wir leider feststellen, dass diese Regelung 2005 ersatzlos gestrichen wurde. Eine Studentin bekommt also während ihres Mutterschaftsurlaubs nichts mehr, nur das neugeborene Baby bekommt Sozialhilfe. Bei extremer Not gibt es eine Ausnahmeregelung: Dann bekommt die Studentin Hartz IV als Kredit. Entweder man hat vergessen, die Situation der Studenten zu regeln, oder aber die Regierung ist extrem studentenfeindlich geworden. Eigentlich will unsere aktuelle Politik doch sowohl die Familie als auch die Arbeit fördern. Die Studenten sind nun mal die Zukunft eines jeden Landes. Ist es da nicht erstaunlich, dass man, um zu überleben, praktisch gezwungen wird, sein Studium aufzugeben und sich exmatrikulieren zu lassen? Auf die Weise bekommt man dann nämlich alle Unterstützung, um weiter existieren zu können.

Siegfried Diehl
2. August 2006, 12:05
Betr. Karenzmonat für Arbeitslose verlangt
Die Forderungen von Herrn Clever strotzen nur so vor Intelligenz. Wenn er glaubt, dass solche Maßnahmen positive Auswirkungen haben, unterliegt er auch dem Phänomen «Wunschdenken». (...) Wir haben Führungskräfte in Politik und Wirtschaft, die zwar über eine akademische Intelligenz verfügen, aber wenn es um emotionale und soziale Intelligenz geht, sind sie Versager. Gerade bei den Führungskräften in Politik und Wirtschaft sollten auch diese Intelligenzen stark ausgeprägt sein. Sicher, die Arbeitgeber hat er damit zum großen Teil auf seiner Seite, aber unsere Gemeinschaft besteht nicht nur aus Arbeitgebern. Er kann es ja mal testen, wie es ist, wenn seine Vorstellungen Wirklichkeit werden. Er als «normaler Arbeitnehmer» im fortgeschrittenen Alter, das Unternehmen in dem er arbeitet entlässt ihn - aus Kostengründen, versteht sich - und dann die Arbeitsmarktlage, wo ältere Menschen kaum noch eine Chance haben. (...) Unsere Führungskräfte in Politik und Wirtschaft wirken mit ihren Entscheidungen und Maßnahmen auf eine Welt, aus der sie sich schon lange verabschiedet haben. Die negativen Konsequenzen ihres eigenen Tun und Handelns haben andere zu tragen.

 
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