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Leserbriefe im April 2006

21. Apr 2006 11:59, ergänzt 03. Mai 2006 14:35
Ihre Meinung zu aktuellen Themen.

Karl-Heinz Tillmann
28. April 2006, 21:52
Betr. Müll-Kunst vor Kölner Dom
Schrott bleibt Müll, und die hauptsächlich durch die Presseberichterstattung euphorisierte so genannte Kunstaktion vor dem Kölner Dom erinnert mich tatsächlich an des «Kaisers Neue Kleider». Wie kann man das (außerhalb des Kölner Karnevals) eigentlich ernsthaft als Kunst bezeichnen ? Nur ein Scharlatan käme doch auf die «geniale» Idee, gesammelte Hundehaufen getrocknet und gepresst zu Tausenden in Reih und Glied zum Beispiel auf dem Petersplatz in Rom als «trash-dogs» auszustellen! In Köln kann man das aber mit «Müll-Menschen» und dem Segen eines kunsteifrigen Oberbürgermeisters machen. Gottseidank stinkt der ausgestellte Müll nicht zum Himmel, weil er eben nur kunterbunter Schrott ist. Ich halte es da eher mit Herrn Franz-Josef Antwerpes und oute mich insoweit als ein Kunstbanause, der lieber mehrmals vor Dali´s wahrer Kunst im Museum Ludwig verweilt.

Gunther Schirmer
28. April 2006, 13:50
Betr. Lehmann will Kahns Trikot-Nummer
Hut ab, Herr Lehmann. Sie haben eine besonders fiese Art, Konkurrenten aus dem Weg zu räumen. Sie sind zwar durch die Gnade und Sympathie des Kaliforniers als erster Torwart nominiert. Kahns Trikot bekommen Sie, wenn Sie auf lange Zeit eine Leistung wie dieser Welttorwart bringen. Das werden Sie zwar aus Altersgründen nicht mehr erreichen, aber vorher würde Ihnen etwas Bescheidenheit gut zu Gesicht stehen. Ich kann mir gut vorstellen, wie Sie und Ihre drei Mentoren geschockt waren, als sich Kahn überwunden hat, sich auf die Bank zu setzen. Das passte ja nun gar nicht in den Kram von Klinsmann und Co. Aber mit solchen Aktionen bringen Sie ihn sicher dazu, die Brocken hinzuschmeißen. Keiner könnte ihm das verdenken. Für die echten Fußball Liebhaber bleibt Oliver Kahn immer die Nummer 1. Auch weil er im Gegensatz zu Ihnen im Lande geblieben ist. Trotzdem wünsche ich Ihnen für die WM, dass Sie bis zum Ausscheiden der DFB-Truppe gesund bleiben.

Hedi Fischer
27. April 2006, 8:55
Betr. Berichte über ausländische Politiker
Aufgrund Ihres Berichtes über den Britischen Vize-Premier bin ich mal wieder an eines meiner schon lange gehegten Lieblingstemen erinnert worden und die schon seit Jahren brennende Frage: Was hat eigentlich ein Helmut Kohl mit den Medien gemacht/verhandelt/gefordert, dass er diese grenzenlose Immunität bei theoretisch interessanten Berichten über sein aktuelles und auch sein vergangenes Leben genießt? Kaum ein Mensch, der so offensichtlich über Jahrzehnte die Medien manipuliert. Finden Sie, dass das einem zeitgemäßen Journalismus entspricht? Warum werden die politischen/wirtschaftspolitischen Sünden totgeschwiegen (ich will nicht von Vergehen oder Straftaten reden, mit dieser Verschwiegenheit/Tabuisierung habe ich mich offiziell abgefunden)? Aber haben wir als Bürger dann nicht das Recht, wenigstens zu erfahren, wer der Mann privat ist, der solche gewaltigen Beeinflussungen und Manipulationen durchsetzen kann?

Hans Molsner
25. April 2006, 21:36
Betr. Nicht genug Dämlichkeiten
Sehr geehrter Herr Graf von Nayhauß, mit Genuß habe ich Ihren Kommentar zum Thema Bürokratieabbau gelesen. Mir, wie den allermeisten Bürgern, geht das Gesülze diese Politiker und teils auch das Anprangern durch die Medien o h n e ein hartes Nachfassen, im Sinne von «Problem erkannt - Problem beseitigt», gewaltig auf die Nerven. Bleiben Sie bitte am Ball und fassen auch nach! Ändern und Abschaffen ist gefordert! Ich habe mich - nach langjähriger erfolgreicher Tätigkeit im Management - da man ab 40 heute keinerlei Chancen mehr hat - mit einer Geschäftsidee selbständig gemacht, die mir schon lange im Kopf herumging und deren Angebot im Markt Alleinstellung besitzt. Bei der Vorbereitung und Durchführung dieses Projekts habe ich auch geradezu unglaubliche Dinge erlebt und mich nach x Einsprüchen dann schlussendlich nach Androhung der Einschaltung von Presse und TV, natürlich mit entsprechender Verzögerung durchgesetzt. Es hätte ein exzellentes Kabarettstück abgegeben, wenn es nicht gleichzeitig auch so himmeltraurig wäre. Ganz zu schweigen von enormen Kosten, die Neugründungen und deren Kalkulation enorm belasten. Wie sagte ein Freund aus Kanada kürzlich zu mir: «we just would do it» ...

Rainer Thesen
25. April 2006, 10:17
Betr. Streit um Überfall von Potsdam
Allein schon die Tatsache, dass dieser Vorfall Gegenstand der öffentlichen Debatte geworden ist, bevor die Ermittlungen abgeschlossen sind, ist ebenso skandalös wie bezeichnend für den Geisteszustand unserer sogenannten politischen Klasse. Daß sich dann auch noch der Generalbundesanwalt an der öffentlichen Debatte beteiligt, haut mich vom Stuhl. Als Jurist pflegt man sich in diesem Verfahrensstadium nicht zur Sache äußern. Für die übrigen Beteiligten, vor allem die Politiker, sollte die alte Juristenweisheit gelten, daß man sich in einer Rechtssache tunlichst nicht positioniert, wenn man die Akte nicht kennt. Keiner von diesen Leuten, die da ihre Weisheiten in die Mikrofone absondern, kennt den Tathergang. Wie kann man da seriös über Motive sprechen?

Lucien Berneaux
24. April 2006, 14:52
Betr. Übergriff auf Deutsch-Ägypter
Auch blonden Menschen mit halbwegs gesundem Menschenverstand kann hier Angst und Bange werden, wenn ein solcher Übergriff rechtsradikaler Kräfte auf einen ebensolchen Deutschen, der ausnahmsweise mal nicht die weiße Hautfarbe besitzt, durch Politiker deutscher Lande auch noch relativiert wird. Wir Bürger sollten uns endlich einmal vor Augen halten, dass wir im Rahmen einer Legislaturperiode immer von Politikern regiert werden, die auch die Macht dazu haben, solchem ungesetzlichen Handeln restlos verdummter «Neonazis» entschieden und kompromisslos entgegenzutreten. Sie allein haben die Möglichkeit, die gesamte Härte bereits bestehender Gesetze in solchen Fällen auszuschöpfen und auch anzuwenden. Wenn aber stattdessen auch noch versucht wird, die Lage herunterzuspielen oder gar zu verfälschen, so müssen wir davon ausgehen, dass wir innerhalb der politischen Reihen nicht nur tatenlose Saftsäcke sitzen haben. Viel bedrohlicher ist hier die offensichtliche Erkenntnis, dass bei einigen Verantwortlichen durch ihr Verhalten eine stille Zustimmung erfolgt, während dieserlei Gewalttaten schlichtweg und gern geduldet werden. Es stellt sich die Frage, wie viele deutsche Politiker es in den Gemeinden, Landkreisen, Ländern und im Bund denn tatsächlich sind, die es sich seit Jahren mit rechtsextremem Gedankengut in den großen Volksparteien gut gehen lassen und damit auf lange Sicht hin die Isolation Deutschlands in der Welt vorantreiben möchten. WIR sind das Volk, WIR sind die Bürger Deutschlands und als solche fordern wir, dass grundsätzlich jede Gewalt, jede Körperverletzung, die anderen zugefügt wird, zeichensetzend und mit der ganzen Härte unserer Gesetze geahndet wird, da dies eines der massivsten Verbrechen gegen unsere Mitbürger entspricht und keinesfalls geduldet werden kann. Das gilt sowohl für Deutsche als auch für Ausländer, die sich eines solchen Verbrechens schuldig machen und damit gegen geltendes Recht in Deutschland verstoßen. Und den sogenannten «Neofaschisten» sei an dieser Stelle einmal gesagt, dass man sich als Einwohner des Deutschen Reiches während der Amtszeit Hitlers, dem und dessen Politik sie ja letztlich gern nacheifern wollen, problemlos auf deutschen Straßen bewegen konnte, ohne mit solchen Angriffen rechnen zu müssen, wie dies in Potsdam wieder einmal geschehen ist. «Die Welt bei Freunden» zur bevorstehenden Fußballweltmeisterschaft klingt wie bitterer Hohn. Aber vielleicht sollte die deutsche Polizei zum Zwecke der Prophylaxe allen zur WM einreisenden Ausländern schusssichere Westen und Kettenhemden zur Verfügung stellen, da ihre Sicherheit von deutschen Politikern nicht mehr gewährleistet werden kann.

Gunther Schirmer
24. April 2006, 14:18
Betr. Union befürchtet Terror-«Schläfer» bei WM
Langsam wird man unsicher. Soll man sich noch freuen auf die WM in unserem Land oder in der Zeit aus Sicherheit verreisen? Es wird eine WM der Angst werden. Und langsam wird auch dem letzten Deutschen bewusst, dass der Terror nicht nur im Nahen Osten ist, sondern vor unserer Türe steht. Dass unsere Sicherheitsbehörden jetzt erst anfangen, sich über diese Gefahren Gedanken zu machen, ist sicher eine «Ente». Das kann ja wohl nicht sein. Ob es wirklich so ein Glück ist, diese Veranstaltung bei uns zu haben, darf langsam angezweifelt werden. Und das Geschwafel der Grünen, unsere Bundeswehr außen vorzulassen, ist so dumm und einfältig, wie man es von diesen Traumtänzern nicht anders erwarten kann. Ohne unsere Balkan- und Afghanistan-Kämpfer wird es nicht gehen. Welch ein Sport-Event!

Stefan Herre
24. April 2006, 11:46
Betr. Ermittlungen im Fall Ermyas
Man muss sich das einmal vorstellen: Generalbundesanwalt Kay Nehm, immerhin Chef der obersten Strafverfolgungsbehörde der Bundesrepublik Deutschland, lässt sich nur einen Tag nach dem Potsdamer Vorfall zu der populistischen Aussage verleiten, dass es sich bei dem Geschehen definitiv um «eine fremdenfeindliche und rechtsextreme Tat» gehandelt habe, die «die innere Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland» bedrohe! Peinlich für Nehm: Wie sich jetzt herausstellt, handelt es sich bei dem Tathergang wohl eher um eine Schlägerei unter Betrunkenen, wie sie in Deutschland in jeder Nacht zig Mal vorkommt. Nehms anscheinend ideologisch motiviertes Gebilde bricht dadurch wie ein Kartenhaus zusammen und die Frage muss erlaubt sein: Ist ein Generalbundesanwalt, der sich derart voreingenommen und unbedacht in der Öffentlichkeit äußert, als seriöser Chefermittler der Bundesrepublik Deutschland überhaupt noch tragbar?

Hans Josef Form
22. April 2006, 13:04
Betr. Benzinpreise
Solange der deutsche Autofahrer nur schimpft, aber nicht handelt, wird er immer weiter abgezockt. Die Begründungen für die Preissteigerungen sind für mich nicht stichhaltig. Vor Jahren, als die Preistafeln noch von Hand bedient werden mussten, ergab sich folgendes Spiel: Dachte ein «Scheich» einmal laut nach und wollte die Ölpreise erhöhen, so kletterten kurz darauf die Tankstellenpächter auf die Leiter und erhöhten die Preise. Gab ein «Scheich» bekannt, daß er die Preise senken würde, geschah nichts. Die Ausrede der Mineralölindustrie lautete: Das Schiff braucht ja 3 Monate bis Rotterdam. Seltsam nicht wahr. Was kann der Autofahrer tun? Einen Monat lang sämtliche Markentankstellen meiden. Sollte sich nach einem Monat nichts getan haben, dann einfach einen weiteren Monat dran hängen. Eine andere Möglichkeit ist das Umsteigen auf Gasantrieb. Seit November 2005 fahre ich mit Flüssiggas. Auch LPG-Gas genannt. Sicher braucht mein Auto zwischen 1 und 1,5 ltr. mehr. Aber bei einem Preis von 0,54 Euro ist der Mehrverbrauch zu verkraften. Dieser Preis ist jedoch gebietsmäßig unterschiedlich. Auch das Tankstellennetz ist schon groß. Es gibt zur Zeit etwa 1100 LPG-Tankstellen. Fernfahrten sind daher kein Problem. Außerdem tut man noch etwas gutes für seinen Motor und die Umwelt. Die Anschaffungskosten von 2450 Euro lassen sich je nach gefahrenen Kilometer (bei ca. 15.000 pro Jahr) und dem Benzinpreis innerhalb von ca. 2 Jahren wieder reinholen.

Gunther Schirmer
20. April 2006, 13:05
Betr. Reaktion auf rassistischen Überfall
Und so wird Ostdeutschland immer mehr in die Schmuddelecke gestellt. Wenn auch noch zur WM unsere Gäste auf diese Weise behandelt werden, war das sicher die letzte Veranstaltung dieser Art in Deutschland. Und die Braunen haben für ihren Aufmarsch am 1. Mai in Leipzig ohne weitere Probleme die gewünschte Route genehmigt bekommen. Aber so sind die Deutschen nicht! Deshalb ist es mehr als eilig, dass die Schläger von Potsdam gefunden werden und exemplarisch bestraft werden. Es ist schon ein Kreuz mit Deutschland!

Susanne Albers
19. April 2006, 19:23
Betr. Senator Flierl und die Buddy Bären
Herr Senator Flierl, das war wohl nichts. Wären Sie schon bei der freiheitlichen Demokratie angekommen, könnte man davon ausgehen, daß Ihnen die Goldene Regel bekannt ist. Da dem offenbar nicht so ist, brauchen Sie ein wenig Nachhilfe: Gerade die Buddy Bären symbolisieren ein friedliches Miteinander der Kulturen und der einzelnen Staaten. Sie fassen sich an der Hand, stehen im endlosen Kreis und zeigen gerade zur Fußball Weltmeisterschaft 2006 einen absolut friedlichen Umgang miteinander. Natürlich sind sie gleich, aber sie sind nicht gleicher. Jeder Mensch gleicht dem anderen und doch symbolisiert sein Äußeres seine jeweilige Individualität, die sein Menschsein ausmachen. So auch die Buddy Bären, die zu Gunsten von Unicef und Kinderhilfs- Organisationen verkauft oder versteigert werden. Die Bemalung des jeweiligen Künstlers stellt dem Betrachter die Individualität eines Landes vor. Im friedlichen Miteinander begleitet der Satz: «WIR MÜSSEN UNS BESSER KENNENLERNEN, dann können wir uns besser verstehen, mehr vertrauen und besser zusammenleben.» Diese Zielsetzung wird auf einfachste Art und Weise durch die friedlichen Buddy Bären deutlich. Das soll symbolisieren, dass niemand nur für sich allein leben kann, daß andere Menschen zu unserem Leben dazugehören und unser Verhalten diesen anderen Menschen gegenüber Konsequenzen hat. Vor allem auf einem so geschichtsträchtigen Platz, wie dem Bebelplatz und dessen Mahnmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung im Herzen Berlins brauchen wir im Jahre 2006 zur Fußballweltmeisterschaft ein solches friedliches und symbolisches Miteinander der einzelnen Nationen. Und dazu lädt die von den Buddy Bären vertretene Goldene Regel ein: «Tue nicht anderen, was du nicht willst, dass sie dir tun. Rabbi Hillel, Sabbat 31a».

Felix Meier
19. April 2006, 12:32
Betr. Hertha DSL Arcor vs. T-Com Flatrate Bayern
«Regt sich denn so gar kein Widerstand? Fragte ich meinen österreichischer Freund B., Filmkritiker und Besitzer einer Hertha-Dauerkarte. Nein, meinte er. Wohl hat er von Salzburger Fans gehört, denen es nicht passt, dass ihre Mannschaft nun in roten Trikots spielt. Aktionen gegen die verbale Verhunzung der Vereine sind ihm aber keine bekannt.»

Das stimmt nicht: In Salzburg gab es große Proteste, die sich auch auf andere Ligen in Europa (und sogar die USA) gegen die Übernahme Red Bulls gerichtet haben. Da man von Seiten Red Bulls aber zu keinen Gesprächen bereit war, wurden die widerspenstigen Fans aus dem Stadion «gemobbt» und durch Lemminge, denen Tradition etc. nichts bedeutet, ersetzt. Mittlerweile wurde von diesen abtrünnigen Fans ein neuer Verein: «SV Austria Salzburg» gegründet.

Ferdinand Steimel
16. April 2006, 12:44
Betr. Bosbach zu Ehrenmorden
Endlich mal wieder einer, der den Fremden in unserem Land zeigt, wo der Hammer hängt. In Bayern sind sie ja leider ruhig geworden, und Schily ist auch weg. Das Land hat nur wieder eine Chance, wenn Grün verschwindet. Diese Banden hätten nie eine Chance, nie und nochmals nie, wenn es eine andere Medienlandschaft geben würde.

Klaas-Henning Müller
14. April 2006, 14:00
Betr. Zypries geht unter die Schauspieler
Es ist schon unheimlich, dass einer der mächtigsten Gegnerinnen unseres Grundgesetzes gestattet wird, sich ausgerechnet bei einer filmischen Erklärung als Hüterin desselben zu präsentieren. Man erinnert sich nicht mehr an ihre vehemente Art, unser nationales Parlament mit Hilfe des EU-Rates zu umgehen, man erinnert sich nicht an ihre ahnungslosen albern-dreisten und allzuleicht als industriefinanziert zu entlarvenden Lügen zu Patenten im Speziellen und im Allgemeinen. Man erinnert sich auch nicht daran, dass sie als Ziehkind Otto Schilys dessen konsequent volks- und verfassungsfeindliche Linie gegen das eigene Volk fortsetzte und weiter fortsetzt (TK-Gesetzt, Urheberrecht). Eine Ministerin, deren offensichtliches Ziel es ist, die Bürger- und Grundrechte abzuschaffen und die komplette Bevölkerung zu kriminalisieren, im Film als Hüterin des Grundgesetzes auftreten zu lassen, ist als Possenstück typisch deutsch und bezeichnend für ein bis ins Mark korruptes Land, dessen Bevölkerung nahezu jede Form der politischen Lüge aus kurzsichtiger und rückratloser Bequemlichkeit ignoriert, selbst wenn es sie bemerkt.

Tom Löw
12. April 2006, 07:53
Betr. 39 Fragen - Der Rächer der Rütlijugend
Vermutlich ist es nicht möglich, auf die Veröffentlichung des letzten Teils von 39 Fragen an Joachim Lottmann zu verzichten, oder? Herr Lottmanns Ansichten über… eigentlich ja nur über sich selbst… sind schlicht komplett unerheblich, er ist offensichtlich ein aufgeblasener, eitler, zu kurz gekommener, nach Öffentlichkeit und öffentlicher Anerkennung gierender Popanz. Der Mann hat keine Substanz und gehört nicht in Ihre Zeitung.

Günter Schullenberg
10. April 2006, 19:21
Betr. Zentralrat: Mehdorn blockiert Holocaust-Schau
Das von Bahnhöfen allerorts im Nazideutschland Juden deportiert wurden und nie wiederkamen, sollte dem Bahnvorstand genug Grund dafür sein, eine diesbezügliche Holocaust-Ausstellung zuzulassen. Manchmal denke ich, dass die Privatisierung der Deutschen Bahn hier auch, was die Entscheidungsgremien angeht, einen großen Nachteil bringt. Als die DB vorher noch eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts war, wäre die Genehmigung ein leichter Verwaltungsakt gewesen. Herr Mehdorn sollte mal öffentlich seine Gründe für seine Blockade darlegen.

Hans Wiedemann
5. April 2006, 21:13
Betr. Diätenerhöhung
Was bilden sich diese Politflaschen eigentlich ein - zuerst Wirtschaften sie die ganze Republik mit ihrer Bürokratie in Grund und Boden, stopfen sich mit maßlos überzogenen Versorgungen die Taschen voll und schauen nun gelangweilt zu, wie dieses Land vor die Hunde geht. Nun müssen alle nur erdenklichen Steuern erhöht werden, um dieser Klientel ihren «verdienten» Lebensabend zu sichern.

Frank Dohrmann
3. April 2006, 16:06
Betr. Westerwelle contra Schröder
Wie auch immer, was auch immer und warum auch immer: Mit Westerwelle regt sich genau jemand über Nebenverdienste und das damit einhergehende «Geschmäckle» auf, der einer Partei angehört, in der man die wenigsten Probleme mit für den Durchschnittspröll astronomisch hohen Nebenverdiensten hat und hatte - der unübertroffene Rekordhalter Rexrodt weilt leider nicht mehr unter uns. Ändern wird eine solche Feststellung dennoch nichts an den Tatsachen, schon gar nichts an den (Neben)Einkünften und schon überhaupt nichts in der FDP...

Ludwig Hofer
1. April 2006, 15:50
Betr. Lehrer-Hilferuf kam zu spät
Nach meinem Wissen schweigen die Lehrer nicht nur nicht, sondern melden sehr wohl dauernd Missstände den Behörden. Diese bleiben solange untätig, bis die Lage nicht mehr unter Kontrolle ist!

Rainer Karow
1. April 2006, 12:43
Betr. Schröder wusste nichts von Gasprom-Bürgschaft
Lieber Herr Schröder, ich danke Ihnen für Ihre Unkenntnis, als Bundeskanzler a. D. zum Nutzen des deutschen Vaterlandes, seiner Rohstoffsicherung, seiner autarken Wiedererstarkung eines neuen «Kaiserreiches», der unwissentlichen Billigung Ihrer bösen Untergebenen, die Ihnen von solchen großen Nummern nichts berichteten, und danke Ihnen, dass Sie immer noch Ihr ganzes Gewicht zum Nutzen der Energieindustie für das große Deutschen Vaterland verwenden, damit in Ungarn, der Ukraine und zum Beispiel in Spanien, deutsche Arbeitsplätze gesichert werden können und in der alten BRD, die Kunden die Strompreise weiterhin nicht mehr aushalten.

Charly Pauli
1. April 2006, 12:14
Betr. Multikultistan
Bezogen auf das, was man im Lande des Herrn Schönbohm als Staats(un)wesen vorgesetzt bekommt, möchte ich sagen: aber «Bananistan». Mehr Sozialismus gab es nie auf dem Boden der ehemaligen DDR, Lug und Trug «all inclusive». Der heimische Rassismus orientiert sich nicht nur an Herkunft und Hautfarbe, sondern auch an Berufen. Im Rechts- und Steuerwesen herrscht brutalstmögliche Willkür. Nach Beschwerde in der Staatskanzlei wurde telefonisch eingeräumt: «Da kann man nichts machen, da kann man nur wegziehen». Selbst IHK- nahe Institute raten davon ab, sich als Selbständiger oder Existenzgründer im Einflußbereich Potsdamer Behörden niederzulassen. Gängelei, Dilletantismus und ideologische Resentiments lassen sich eben nicht nach Jahrzehnte langer Dressur per Einigungs-, Koalitions-, oder sonst einen Vertrag wegbeschließen. Das dauert halt mindestens eine Generation (hat auch einer der letzten Bundespräsidenten prognostiziert) und kommt für die jetzt hier Lebenden zu spät. Auch für Herrn Schönbohm! Die Vorhaltung trifft seinen Kollegen Platzeck gleichermaßen! Realitätsverlust hat offenbar kein Alter.

 
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