08. Mrz 2006 15:16, ergänzt 31. Mrz 2006 14:25
Stefan Herre
31.März 2006, 12:58
Betr. Berliner Rütli-Schule
Wenn Berlins SPD-Innensentor Klaus Böger in einem Fernsehinterview eingestehen muss, dass er den fünf Wochen alten «Brandbrief» der Rütli-Schule an seine Behörde erst am 30. März gelesen hat, dann kann man solch eine Desorganisation nur noch als skandalös bezeichnen. Ein Politiker, der erst reagiert, wenn die Medien auf einen Missstand in seinem Aufgabenbereich aufmerksam machen, ist seinem Amt nicht gewachsen und sollte schleunigst seinen Hut nehmen!Gunther Schirmer
30. März 2006, 13:46
Betr. Berlins FDP will Polizeikontrollen auf Schulhof
Alle Lehrer, die sich an solchen Schulen ihre Gesundheit ruinieren, sollte die Tapferkeitsmedaille verliehen werden. Diese Probleme sind ja nicht nur auf Berlin beschränkt, sondern treten in den meisten deutschen Städten mit hohem Migranten-Niveau auf. Mich wundert nur, dass deutsche Eltern von Kindern, die gezwungen sind, solche Schlangengruben zu besuchen, keine General-Anzeige gegen das jeweilige Bundesland wegen unterlassener Hilfeleistung und Vernachlässigung des Schutzes von Gesundheit und Leben ihr anvertrauter Menschen stellen. Wenn solche anarchistischen Zustände in der Schulzeit meiner Tochter geherrscht hätten, hätte ich meine Tochter garantiert der Schuleinrichtung dieses Staates nicht anvertraut. In meiner Heimat Bayern wäre das auch unvorstellbar gewesen. Warum nimmt man den Bundesländern nicht endlich die Bildungshoheit ab und überträgt sie auf den Bund? Beispielsweise ist man in Berlin vollkommen unfähig, solche Probleme zu lösen. Bei der Zusammensetzung dieses Senats kein Wunder. Und immer mehr strömen die Verursacher dieser Zustände in unser Land. Die Hoffnung, dass durch die Ablösung der Schröder-Regierung diese Probleme endlich vernünftig und hart angegangen werden, hat sich bis jetzt noch nicht erfüllt. Der Geist des bunten Vogels Claudia Roth flattert anscheinend immer noch in den Köpfen der einstigen Koalitions-Genossen. Und nun soll eine SOKO - Berliner Schulen gegründet werden. Das ist genau so lächerlich wie die Hoffnung auf Integration der Migranten. Vielleicht müssen wir uns ja integrieren? Einige der deutschen Schüler sprechen ja schon «kanak». Dieses Land ist einfach krank. Auf allen Gebieten. Ich hoffe nur, dass nicht irgendwann ein «Führer» aus dem Loch kriecht und die Nation retten will.
Gerhard Dörries
29. April 2006, 16:48
Betr. Bayern erlässt Handy-Verbot an Schulen
Wahrlich eine geniale Lösung: Was man nicht sieht, gibt es nicht. Wenn man Kinder und Jugendliche mit Gewaltvideos erwischt, hat man wenigstens die Möglichkeit, pädagogisch gegenzusteuern. Die Möglichkeit ist nun vergeben. Verbote machen einen nicht zu unterschätzenden Reiz aus, das kennen wir doch(fast) alle aus unserer eigenen Schulzeit. Wir tauschten in den 70er Jahren in der Quarta, also mit 13, 14, auch Pornobilder, viel umständlicher als heute, nämlich als Fotoabzüge. Der große Bruder besorgte die Quellen, die Foto-AG der Schule fertigte die Repros ... Jetzt werden die Schüler ihre «verbotenen» Bilder und Filme auf dem Schulweg tauschen und weiterhin per Internet. Schade, dass die Politiker der Wirklichkeit so entrückt sind – jetzt freiwillig ein Stück mehr.
Helmut Zedlitz
21. März 2006
Betr. Hessischer Fragebogen für Einwanderer
Die CDU Hessen hat einen «Folge-Beschluss» herausgegeben, den ich der Netzeitung gerne mitteilen möchte, da er doch einen großen, wenn nicht den größten Teil unserer Bevölkerung angeht und betrifft. Dieser «Beschluss» hat folgenden Wortlaut: 1. Der von unserer Partei herausgegebene Fragebogen zur (Nicht-)Integration von Zuwanderern ist auch im umgekehrten Sinne anzuwenden. 2. Dies bedeutet insbesondere: Wer die im oben genannten Fragebogen gestellten und zur Bedingung einer eventuellen Einwanderung erhobenen Fragen nicht zu beantworten fähig oder in der Lage ist, wird konsequent und ohne Ansehen der Person, des Geschlechts, der Religion oder sonstigen Weltanschauung, einer wie immer zu bestimmenden Unterscheidung in Schichten oder Klassen sowie der Nationalität aus dem Bundesland Hessen abgeschoben. 3. Die CDU Hessen empfiehlt eine Anwendung dieses Beschlusses über das Bundesland Hessen hinaus. Die Verödung mancher Landstriche ist gegenüber der deutschen Leitkultur als niedrigeres Gut anzusehen.
Gunther Schirmer
20. März 2006, 17:58
Betr. Wiefelspütz kritisiert Überwachung Lafontaines
Was gibt es da zu kritisieren, Herr Wiefelspütz? Lafontaine ist in einer Partei, die seit 2000 überwacht wird. Und als Mitglied gehört er nun mal zu den überwachten. Seine Statements, die er einige Male in der Öffentlichkeit gegeben hat, unterstreichen diese Notwendigkeit. Also was soll die Aufregung? Oder will man Herrn L. die Rückkehr in die SPD ebnen, nachdem sein Todfeind Schröder abgetreten ist?
Gerhard Dörries
20. März 2006, 17:15
Betr. Todesstrafe wegen Übertritts zum Christentum
Man darf gespannt sein, für den Fall der Hinrichtung des Konvertiten, wie die uns regierenden Politiker («Christ»- und «Sozial»demokraten), die ja die Demokratie - vor allem aber Öl- und Waffengeschäfte - in Afghanistan auf- beziehungsweise ausbauen, uns, dem Souverän, dann in Zukunft erklären werden, warum unsere Bundeswehr in einem Scharia-Land unbedingt gebraucht wird. Herrn Rahman sei geraten zu widerrufen und danach schleunigst in die Bundesrepublik zurückzukehren, die Welt braucht keine Märtyrer mehr und auch «Himmel» und/oder «Hölle» sind voll davon.
Rainer Karow
20. März 2006, 13:02
Betr. Raab soll 20.000 Euro zahlen
Nicht, dass ich ein sehr großer Stafan Raab wäre. Aber dennoch. Ich habe den Beitrag gesehen und mich herzaft amüsiert. Aufgrund unserer Pisa- und Spaßgesellschaft doch eine treffende Vermutung. Ich denke, man sollte den Richter wegen groben Unfugs aus dem Amt entfernen oder wieder zur Schule schicken um zu lernen: «Was bedeutet Demokratie im Verhältnis zum Verfassungsauftrag und was lerne ich aus der deutschen Geschichte im Umgang mit meinem Dienen am Souverän?»
Viola Nowak
20. März 2006, 11:26
Betr. Autopapst
Hallo nochmal lieber Autopapst! Der Tipp mit dem Servoöl war goldrichtig. Ich bin gleich gestern Abend, nachdem ich Ihre Antwort gelesen habe, in die Garage geflitzt und hab festgestellt, dass tatsächlich nur noch ein klitzekleines Tröpfchen von diesem kostbaren Öl drin war. Heute früh bin ich zu einer Werkstatt gefahren, habe gesagt, ich brauche dringend Servo-Öl (da haben die Männer schon mal nicht schlecht geschaut, ist wohl selten, dass eine Frau gleich weiß, was zu tun ist), habe dieses sogar kostenlos nachgefüllt bekommen und das Geräusch ist - weg! Natürlich hat der Chef von der Werkstatt gleich ein bisschen genauer geschaut und gemeint, da muss wohl die Lenkung ausgewechselt werden, denn da ist alles ölig. Aber erstmal sollte es so gehen.... Das mit den Steckern wegen der Airbag-Kontroll-Leuchte hab ich noch nicht hingekriegt, kommt man ziemlich schlecht ran. Trotzdem meinen allerherzlichsten Dank!
Gerhard Dörries
19. März, 12:58
Betr. Rumsfeld über Irak-Konflikt
Wieder einmal ein Zeichen dafür, wie dumm die Bush-Regierung ist. Wenn schon der Irak-Krieg mit Deutschland vergleichen wird, dann bitte richtig: Der Überfall Hitlers auf die Welt lässt sich mit dem Überfall der USA auf den Irak vergleichen - beides war völkerrechtswidrig. Hitlers Helfer wanderten dafür in Nürnberg an den Galgen, dass das mit Bush und seinen Helfern passiert, muss allerdings stark bezweifelt werden ...
Waltraud Zückert-Eisner
18. März 2006, 15:50
Betr. Reich-Ranicki zu Einbürgerungstest
Es geht doch nicht darum, ob ein Herr Reich-Ranicki den Test heute bestehen würde. Es geht doch darum, dass sich der ausländische Staatsbürger mit dem politischen System und der Geschichte seines neuen «Heimatlandes» intensiv auseinander setzt, beziehungsweise auseinander setzen muss. In der Schweiz ist diese Form der «Prüfung» bis zur Vereidigung gang und gäbe und niemand stellt sie in Frage. Ich weiss dies aus eigener Erfahrung (Einbürgerung 1980). Auf Prüfungen bereitet man sich bekanntlich vor. Und wenn es um so etwas Wichtiges wie den Austausch der Nationalität geht ist es doch nicht zu viel verlangt, wenn man sich mit dem neuen Heimatland intensiv auseinandersetzt. Die Verwurzelung mit der alten Heimat, wie auch immer dies für den einzelnen aussieht, verliert man ohnedies nie. Also, es wäre gut, wenn dieses Thema etwas nüchterner diskutiert würde. Die Emotionalisierung auf Grund des eigenen staatsbürgerlichen Wissens ist absurd.
Gunther Schirmer
17. März 2006, 13:48
Betr. FC Bayern bereitet Strafanzeige vor
Es ist nur zu hoffen, dass der FC Bayern diese Verleumdungsklage bis aufs Messer durchzieht. Diesen Revolverblättern muss endlich mal wirklich empfindlich auf die Pfoten gehauen werden. Aber so, dass es bis zur Existenzgefährdung wehtut. Es ist ja nun mal leider so, dass die Masse ihre Meinung von diesen Medien bilden lässt. Das ist ja auch sehr bequem für diese Leute, denn es denkt ein anderer für sie und sie müssen sich nur noch empören. Es ist doch geradezu ein Witz, dass ein Bayern-Spieler mit dem bekannten Einkommen sich auf solche Peanuts einlassen würde. Das war bei diesen dubiosen Schiedsrichtern anders. Die wussten, was die Spieler verdienen, denen sie jedes Wochenende die gelben Karten zeigen und in deren Augen sie arme Würstchen sind. Diese Leute sind eine leichte Beute für die Wettmafia. Also Herr Hoeneß, lassen Sie mal die Bayern-Macht sprechen! Diesen Schmierfinken muss das Handwerk gelegt werden.
Karl Werner
15. März 2006, 15:00
Betr. WM
Dieses WM - Klinsmann - Geschreibsel und Gerede ist derart unqualifiziert, egal von wem, grauenhaft. Man fragt sich, ob man überhaupt noch hinschauen soll. Und da nimmt sich keiner aus, auch wenn er sich mit Kaisertiteln schmücken möchte, als ehemaliger Fussballer erscheint oder Reporter ist. Den Kommentar von Jürgen Klinsmann dazu, den er uns vor der WM niemals geben würde, der mir mit seiner Ruhe und Geduld dabei der Symphatischste ist, würde mich interessieren und amüsieren. Dazu ist dieser symphatische Junge viel zu gut erzogen. Einstein hat gesagt: «Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit.» (Um mich rechtlich zu schützen, möchte ich bewusst offen lassen, wen ich damit meine). In der ganzen Debatte fehlt die symphatische, entspannende Offenheit und Gelöstheit, alles viel zu verkrampft. Keine Heiterkeit, obwohl es angeblich um Spiele geht. Selbst das öffentliche Lächeln wirkt verkrampft. Diesen daherstolzierenden Millionären ist die Natürlichkeit längst abhanden gekommen.
Frank Dohrmann
14. März 2006, 14:38
Betr. Milosevic und sein Tod
Niemand hierzulande will in Abrede stellen, daß sich Milosevic selbst umbrachte. Wer seine stereotype Zelle im Haager Strafvollzug im Fernsehen angesehen hat, fragt sich aber, ob Milosevic dort überhaupt hätte auch nur einen Furz lassen können, ohne daß es das Wachpersonal hätte bemerken müssen. Vielmehr muß er dort aber nach den Aussagen der Haager ermittelnden Behörden Medikamente versteckt haben, die ihm ein anderer als der Teufel oder der liebe Gott verschafft haben muß - es sei denn, er hat sich das Zeug selbst täglich beim Freigang in der Apotheke gekauft und eingenommen. Wieso fand man ihn am Sonnabend in der Früh einfach tot auf? Warum merkte niemand früher etwas? Hier sollte schleunigst der Öffentlichkeit klar gemacht werden, was tatsächlich stattgefunden hat. Sonst braucht man sich nicht darüber aufregen, daß wundersame Gerüchte und Spekulationen um sein Ableben kreisen, wie die sprichwörtlichen Fliegen um den Haufen.
Manfred Rieß
14. März 2006, 12:47
Betr. Frankenstadion
Die Umbennenung des Frankenstadions in easyCredit-Stadion ist wahrhaftig ein «denglischer Schildbürgerstreich»! Wenn schon, um den Sponsor zu huldigen, ein blöder Name eingeführt werden muss, dann könnte man das Stadion auch in «SCHULDENFALLE» umbenennen. In die tappen dann die armen Fans, die sich Ihr Geld durch einen easyCredit bei der NORIS-Bank beschaffen.
Axel Hoberg
13. März 2006, 21:11
Btr. Klinsmann
Weshalb eigentlich ist es hierzulande so schwierig, ein Projekt einfach mal in Ruhe reifen zu lassen? Da steht die ganze Republik vor einem sportlichen Jahrhundertereignis, das zu erleben nur alle paar Generationen möglich ist. Und wenige Tage vor Startschuss stehen sportliche Größen und unberufene Politiker auf, um die Vorfreude, die aufkommende Spannung und das Hinfiebern auf das Ereignis lautstark und verbal niederzumachen. Ich bin enttäuscht über Herrn Beckenbauer, der mit 60 Jahren jedwede Klugheit, Feinfühligkeit, diplomatisches Geschick und Einsicht vermissen läßt und stattdessen hemdsärmelig-bajuwarisch eine Lawine an Beschimpfungen, Kritiken und Verunglimpfungen auslöst. Das ruft Trittbrettfahrer auf den Plan und gibt den Medien den willkommenen Startschuß für eine La-Ola-Welle der Häme, mit der man sich jetzt schon mal einschießen darf auf Jürgen Klinsmann und seine «Versager», falls man bei der WM zu früh ausscheiden sollte. Es zeugt von allem anderen als von einer «kaiserlichen» Gesinnung, Deutschlands Renommee von einem (verpaßten) Fototermin abhängig zu machen. Vorverurteilen, zerreden, zerstören, besserwissen und dann selbstmitleidig jammernd die eigenen Wunden lecken - ist da nicht auch eine typisch deutsche (Un-)tugend auszumachen?
Ralf Aretz
13. März 2006, 16:28
Betr. Rentenlüge
Winston Churchill sagte zu Ende des 2. Weltkrieges: «Gebt dem Deutsches Volk die vollen Rechte zurück. Es wird sich selbst zugrunde richten. Was die Deutschen machen, machen sie richtig.» Wieder hat sich bewiesen, dass Persönlichkeiten mit Rückgrad, Weitblick und Intelligenz wahre Worte reden und zutreffende Prognosen stellen können. All diese Eigenschaften können unsere Politiker, wie man sieht, nicht vorweisen. Bereits mein Großvater sagte: «Vertraue keinem Beamten Geld an. Er kann damit nicht umgehen. Weil er nie gelernt hat, dafür zu arbeiten.» Mein Großvater war auch ein Mensch mit Scharfsinn, und das in Nazi-Deutschland. Dank der überaus ehrlichen Politik in Deutschland ist nun die Rente, einer der Standpfeiler unserer Gesellschaft, nicht mehr sicher. Dieser Zustand spiegelt die Inkompetenz und Frechheit unserer Politiker wider. Eigentlich sollte jeder Deutsche jetzt auch die Zahlungen für die gesetzliche Rente einstellen. Die Lösung für dieses Renten-Desaster liegt doch auf der Hand. Für die jetzigen Rentenempfänger sollte von den momentan Beschäftigten, nur noch ein Pflichtteil zur Deckung der gesetzlichen Rente gezahlt werden. Dieser Pflichtteil würde sich im Laufe der Jahre ganz von selbst reduzieren. Alle aus der Rentenkasse finanzierten Leistungen sollten generell gestrichen werden. Jeder Deutsche sollte privat für seine eigene Rente sorgen und das nicht mit Hilfe einer staatlichen Rentenkasse, aus welcher sich doch nur jeder beliebig bedienen kann. Eine private Rente kann von jedem Bundesbürger bei einer Bank in Form von monatlichen Pflichtzahlungen hinterlegt werden. Mit den anwachsenden Zinsen und Zinseszinsen spart sich so ein privates Kapital während der Lebensarbeitszeit zusammen. Diese Summe würde in Form von monatlichen Zahlungen nach dem Erreichen des Rentenalters ausgezahlt. Somit wäre der Staat bei der Rente ausgeschlossen. Gleichzeitig hätte er auch kein Recht, sich an dem angesparten Privatkapital zu bereichern. Wäre es falsch, die Verlogenheit und Unfähigkeit unserer Regierung auf diese Art und Weise zu strafen? Wir brauchen einen Ruck und keinen Rock, der durch Deutschland geht!
Dietmar Koch
13. März 2006, 15:04
Streik im öffentlichen Dienst
Es ist schon sehr traurig zuzusehen und noch mehr darüber zu lesen, wie mit einem «Reizthema» in der Presse umgegangen wird. Sicher sind überquellende Mülleimer für den Bürger fast ein so Mitleid erregender Anblick wie ein verlorenes Fußballspiel seiner Lieblingsmannschaft. Doch wo sind die Fakten in diesem Konflikt. Das fängt schon damit an, daß die Ausgangsituation der Länderbediensteten und der kommunalen Arbeitnehmer in dieser Auseinandersetzung eine gänzlich andere ist. Die kommunalen Arbeitnehmer streiken in der Tat wegen der Beibehaltunung der 38,5 Stundenwoche. Nicht so bei den Landesbediensteten. Diese leben schon seit über zwei Jahren im tariflosen Zustand. Was bedeutet, dass alle seit dieser Zeit eingestellten Arbeitnehmer nach gutdünken der jeweiligen «Landesfürsten» eingestellt werden. Das bedeutet zum Beispiel für Baden-Württemberg die 41 Stundenwoche, 60% Weihnachtsgeld, kein Urlaubsgeld mehr. Dazu eine geringere Bezahlung, schlechtere Aufstiegschancen und dazu oft nur befristete Verträge. Es versteht sich von selbst, dass von diesen «neuen» Arbeitnehmern die gleiche Arbeitsleistung erwartet wird, wie von den «Alten», bei denen noch der alte Tarifvertrag gilt, und zwar so lange bis es einen neuen Vertrag gibt. Das dies auf die Dauer ein unhaltbarer Zustand für beide Seiten ist, versteht sich eigentlich von selbst. Doch damit noch nicht genug. Angenommen die «Streithähne» würden sich einigen, zum Beispiel auf 40 Stunden die Woche, 60 Prozent Weihnachtsgeld, kein Urlaubsgeld und zwei Jahre keine Lohnerhöhung, was würde das für die Staatsverschuldung bedeuten, was würde das für jede Familie eines öffentlich Bediensten bedeuten? Glaubt hier wirklich jemand im Ernst, dass damit ein Haushalt saniert werden kann? Nur zur Erinnerung, in den letzten elf Jahren wurden die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von damals 5,5 Millionen auf heute insgesamt 4,6 Millionen verringert und dieser Trend wird sich ungeachtet aller «Arbeitszeitmodelle» weiter fortsetzen, von den Gewerkschaften kann allenfalls das Tempo gedrosselt werden. Aber wurde dadurch die Staatsverschuldung gedrosselt? Mitnichten! Hat aber außer den Betroffenen selbst, irgend jemand eine Ahnung davon, was es für eine Familie bedeutet, im Monat im Schnitt 100 Euro weniger in der Tasche zu haben und dann dafür auch noch länger arbeiten zu müssen? Sicher sind 18 Minuten mehr am Tag nicht das Problem. Gleichzeitig wird aber auch durch das eingeschränkte Weihnachtsgeld und das gestrichene Urlaubsgeld eine massive Gehaltskürzung verlangt, und die Beschäftigten können nicht sicher sein was dann noch alles kommt, falls sie dieser Gehaltskürzung zustimmen würden. Es sollte an dieser Stelle auch mal das durchschnittliche Monatseinkommen der Beschäftigten im öffentlichen Dienst erwähnt werden. Das liegt bei den unteren Gehaltsgruppen und die streiken ja letztendlich zwischen 1000 und 1500 Euro Netto. Ich habe nichts gegen die 40 Stundenwoche, ich habe aber etwas gegen Gehaltkürzungen ohne jede Gegenleistung und ohne jede Gewähr, dass dann die Beschäftigten sicher sein können die nächsten Jahre eine verlässliche Planungsgrundlage zu haben, und es sollte auch jedem klar sein, dass jede Arbeitzeitverlängerung im öffentlichen Dienst nur dem einen Zweck dient, nämlich weiter Stellen abzubauen. Dagegen wäre ja noch nicht mal was einzuwenden, aber der Staat ist nun mal kein Privatunternehmen und hat deshalb eine besondere soziale Verantwortung.
Lucien Berneaux
12. März 2006, 11:41
Betr. Milosevics Obduktion
Die Bürger können gewiss sein, dass sie trotz Obduktion des Leichnams Milosevics in Den Haag im Falle des Mordes nicht die Wahrheit erfahren werden. Hierfür sorgt schon eine eingespielte «Interessengemeinschaft», die der tatsächlichen Aufklärung solcher Tatsachen in Bezug auf Kriegsverbrecher und anderer Mörder keine besondere Bedeutung beimisst. Zumindest wird damit erreicht, dass die Mörder des eigenen Hauses nicht an den Pranger gestellt werden können. Dass seit Menschengedenken schon immer mit zweierlei Maß gemessen wurde, sollte dem aufgeklärten Bürger bereits bekannt sein.
Ralf Aretz
10. März 2006, 12:23
Betr. Mehrwertsteuererhöhung
Mehrwertsteuererhöhung? Nein danke! Wir als Verbraucher benötigen keine Mehrwertsteuererhöhung! Die Wirtschaft braucht keine Mehrwertsteuererhöhung! Nur die, durch den Wähler bestimmte, Regierungskoalition braucht eine Mehrwertsteuererhöhung. Und das nur aus dem Grund, weil unsere Bundesregierung nicht kompetent genug ist mit Geld umzugehen. Wenn jeder Minister und Politiker persönlich für dieses Desaster verantwortlich gemacht werden würde und auch dafür gerade stehen müsste, sähe diese Situation in Deutschland ganz anders aus. (...) Wir brauchen keine Mehrwertsteuererhöhung, wir brauchen eine Senkung!
Einsparungen müssen beispielsweise bei den Subventionen gemacht werden.
Warum wird zum Beispiel die Landwirtschaft subventioniert, wenn dies nur dazu dient Überschüsse zu erwirtschaften, die im nachhinein doch nur vernichtet werden? Warum zahlt der Staat Subventionen, wenn man durch eine generelle Steuersenkung vollständig darauf verzichten könnte? Es müsste für jeden klar denkenden Menschen einleuchtend sein, dass eine Erhöhung niemals funktionieren wird. Mit dem wenigen, was dem kleinen Mann noch bleibt, soll er jetzt auch noch mehr konsumieren und obendrein noch den Staatshaushalt sanieren. Wir werden in Deutschland ein Negativ-Wachstum unbekannten Ausmaßes bekommen!
Gunther Schirmer
7. März 2006, 17:34
Betr. AEG Nürnberg
Die Abfindungen, die die Arbeiter herausgeholt haben, sind ja wirklich einmalig hoch. Aber es würde mich überhaupt nicht wundern, wenn Electrolux einen Weg finden würde, sich davor zu drücken. In Deutschland geht so was über das Insolvenzrecht, wenn man es entsprechend auslegt. Und die Schweden werden auch ihre Tricks haben. Meiner Ansicht war in diesem Falle das Engagement der Bundesregierung viel zu wenig. Wenn sich da nichts ändert, werden noch mehr Produktionsstätten in Niedriglohnländer verlegt. Da führt kein Weg vorbei. Und wenn Deutschland dann zu einem solchen wird, können die Arbeitsplätze ja wieder zurückkommen. Für mich steht auf jeden Fall fest: Ein AEG/Electrolux-Gerät kommt mir nicht mehr ins Haus.
Ralf Aretz
7. März 2006, 10:46
Betr. Du bist Deutschland
Alle Medien teilen uns dies mit. Aber was meint die Bundesregierung mit dieser Aktion? Meint sie «Augen zu und durch!» oder «Fresst was wir euch vorwerfen!» oder etwa «Nehmt das Zepter selbst in die Hand, wir wissen auch nicht mehr weiter?» Meiner Meinung nach ist diese Aktion eine Aktion der Hilflosigkeit. Unsere Regierung regiert wie ein Skiläufer auf der Piste, hin und her und doch nur bergab und das rasend schnell. Könnte dies vielleicht an dem großen Einfluss der deutschen Großkonzerne liegen, in denen unsere Politiker als Vorstand agieren? Könnte es sein, dass diese Konzerne nur auf ihre Gewinne und Profite sehen, ohne den Blick über den Zaun in den Garten des Nachbarn zu werfen? Der Nachbar, der eigentlich die Produkte der Konzerne konsumiert oder verbraucht. Könnte es sein, dass sich einzelne Personen oder Personengruppen an den erwirtschafteten Gewinnen, unter Beeinflussung der Steuergesetze, bereichern? (...) Unsere Regierung, egal ob Schwarz-Rot, Rot-Grün oder welche Kombination auch immer, führt uns an der Nase herum. Mit genügend Geld kauft man sich einen willenlosen Politiker, macht ihn einflussreich, setzt ihn an die entsprechende Position und entlohnt ihn fürstlich. So läuft das in unserem schönen Staate.
Gerhard Dörries
4. März 2006, 2:51
Betr. «Rohtenburg»: Filmverbot in der Kritik
Das letzte (richterliche) Wort ist nicht gesprochen und man kann wohl davon ausgehen, dass der Film - mag er nun gut oder schlecht sein - doch in deutsche Kinos kommen wird. Und wenn nicht? Das interessiert nur die Kinobetreiber, das Kinosterben geht weiter. Die Produzenten können sich jedenfalls freuen über soviel kostenlose PR für einen Film, den vielleicht nur wenige hätten sehen wollen und jetzt, wo er verboten wurde viele, sehr viele ihn sehen werden. Ob mit oder ohne richterlichen Segen. Wie das funktioniert, weiß jedes Kind: das Internet. Dann wohl kaum umsonst (wie zum Beispiel der finnische Streifen «Starwreck«), sondern zum kostenpflichtigen Herunterladen von einer .com-Adresse auf einem Server mit Standort außerhalb der BRD. Die Trailer sind da schon ...
Ulf Karrock
3. März 2006, 21:11
Betr. Hamas fordert israelischen Abzug
Wie abstrus ist es, dass die terroristische und islamistische Hamas den Abzug von Israelis verlangt, aus von ihnen bezeichneten palästinensischen Gebieten. Nicht nur, dass solche Forderungen im Vorlauf zu Verhandlungen geäußert werden und dadurch die ganzen Verhandlungen gefährden, ist es etwas dreist, eine solche Forderung zu stellen. Denn wer sich etwas mit den Motiven beschäftigt merkt schnell, dass nicht nur oft antisemitische Hetze gegen Israelis (nicht nur in Palästina) betrieben wird, sondern die Palästinenser Israel das Recht am eigenen Staate absprechen und somit eigentlich indirekt die vollständige Auflösung des Staates Israel fordern. Äußerungen vom mir doch sehr unsympathisch erscheinenden, iranischen Präsidenten über das Existenzrecht oder Nichtexistenzrecht Israels schallen da ins gleiche Gebirge im gleichen Tenor und erzeugen ein ähnliches, wenn nicht dasselbe, Echo. Fragt sich nur, wer in Zukunft in diesen Tenor noch mit einstimmt.
Gunther Schirmer
3. März 2006, 11:59
Betr. Klinsmann-Team erhält eine «Lektion»
Gegen Italien kann man verlieren. Es kommt auf das «wie» an. Und das war einfach beschämend. Wenn wir nicht unsere Spieler aus der Bundesliga kennen würden und wissen, dass sie viel besser sind, könnte man verzweifeln. Und das Motto «Zu Gast bei Freunden» würde eine ganz andere Bedeutung bekommen. Denn Freunde überlassen dem Gast immer das größere Stück Kuchen. Vielleicht wollen wir das ja und planen, schon in der Vorrunde auszuscheiden. Aber mal im Ernst. Wir sprechen nur über die Spieler, kein Journalist spricht über das Trainer-Gespann. Wobei der eine von beiden ja nicht mal Trainer ist, sondern so genannte «Teamchef». Also einer, der das Sagen hat. Aber wenn ich mir dieses Häufchen ratloses Elend mit seinem Vasallen am Spielfeldrand betrachtet habe, bekomme ich wirklich berechtigte Zweifel, was für ein System dieser Mann bei seinen Kurzaufenthalten im Land seines Arbeitgebers dem zusammengewürfelten Haufen von Bubis beibringen will. Nun rächt sich diese weltweit einmalige Konstellation, dass der Trainer sich die meiste Zeit des Jahres jenseits des Teiches aufhält. Wer im DFB damals auf diese Bedingung eingegangen ist, hat zumindest die gleiche Schuld an dem Desaster. Klinsmann reagiert überhaupt nicht, wenn er merken muss, dass es schief geht. Da ist keine Ansprache an die Spieler, keinen vernünftige Auswechslung... Nichts. Er lässt sie einfach ihrem Elend. Eine Stütze ist er nicht. Ich habe mich so gefreut auf diese WM. Und nun bin ich gar nicht mehr so traurig, dass ich kein Ticket abbekommen habe. Am meisten kann einem Beckenbauer leid tun, dem wir diese WM zu verdanken haben. Dass der so abgestraft wird, hat er nicht verdient.