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Leserbriefe im Februar 2006

06. Feb 2006 10:47, ergänzt 21. Feb 2006 15:48
Ihre Meinung zu aktuellen Themen.

Gunther Schirmer
20. Februar 2006, 13:20
Betr. Soldatenverband für Befehlsverweigerung
Gott möge uns vor einem Terrorangriff per Flugzeug bewahren. Wenn man diese Diskussionen verfolgt, muss man sich mal den Ernstfall vorstellen. Man wird einen Wahnsinns-Streit zwischen den einzelnen Behörden und Institutionen beginnen, ob und wie man sich wehren soll. Und die Angreifer können in der Zwischenzeit bequem ihr Ziel anfliegen und es zerstören. Dieses Theater, das da zur Zeit abläuft, zeigt, wie inkompetent unsere Regierung, die militärische Führung und die Gerichte in diesen Fällen sind. Das gibt mir doch zu denken und ich frage mich, ob wir eigentlich so gut geschützt sind, wie es notwendig ist. Zu meiner Beruhigung trägt ein Minister wie Herr Jung nicht gerade bei. Er hält sich vornehm zurück und lässt die anderen machen. Es ist noch kein ausschlaggebendes Kriterium, ob so ein Mann gedient hat oder nicht. Ich war auch Soldat, aber deshalb könnte ich noch lange nicht eine so verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen. Hoffentlich hat man sich in dieser Personalie nicht vertan. Und wenn ja, sollte dies sofort geändert werden.

Gerhard Dörries
18. Februar 2006, 16:52
Betr. Kopfgeld auf dänischen Zeichner ausgesetzt
Wenn ein indischer Minister tatsächlich zu einem Mord aufruft und anstiftet, dann gehört er dafür verurteilt und eingesperrt. Und global agierende Firmen sollten sich genau überlegen, ob damit das Ende der Arbeitsplatzverlagerung in so genannte Billiglohnländer erreicht ist. Der indische Bundesstaat Uttar Pradesh sollte für Firmen und Touristen tabu sein, sofern der Minister für die Anstiftung zum Mord nicht bestraft wird. Das gilt auch für alle anderen Länder, in denen Radikale zu Mord aufrufen!

Stefan Herre
17. Februar 2006, 22:57
Betr. Islamistische Gewalt
Wie exorbitant den westlichen Journalisten in Bezug auf Gewalttaten des Islam die «Schere im Kopf» sitzt, beweist die (Nicht-)Berichterstattung über den 17-jährigen Islamisten, der Anfang Februar mit «Allahu Akbar, Allahu Akbar»-Geschrei in einer katholischen Kirche im türkischen Trabzon den italienischen Geistlichen Don Santoro ermordete, als dieser gerade in der ersten Reihe der Kirche kniete und betete. Viele unserer Zeitungen berichteten erst gar nicht über den Fall - einige, die es taten, präsentierten den religiösen Schächter als «Gekränkten», dessen grausame Tat man nach den Mohammed-Karikaturen «doch irgendwie verstehen» muss. Stellen wir uns nur mal vor, ein deutscher 17-jähriger Katholik hätte am vorletzten Sonntag in der Fatih Moschee in Mannheim den Imam erschossen mit den Worten «Im Namen des Vaters, des Sohnes, des Heiligen Geistes» oder so ähnlich. Welche Lawine wäre losgetreten worden, welches gigantische Geschrei hätte sich weltweit erhoben, welche Gewalt hätte sich entzündet...

Michael Strauß
17. Februar 2006, 20:51
Betr. Susanne Osthoff zurück im Irak
Während unklar ist, ob die Entführung zweier Deutscher im Irak ein einigermaßen glückliches Ende erfährt, reist Susanne Osthoff zurück in diese Region. Eine Ohrfeige für diejenigen, die seinerzeit um ihre Gesundheit gebangt haben und für diejenigen, die jetzt gerade Angst um das Leben der Entführten haben. Mit dem Wort «Ignoranz» allein ist das schon nicht mehr erklärbar. Aber vielleicht sollte man eine Person, in deren Kleidung man Teile des für sie gezahlten Lösegeldes gefunden hat, ohnehin mit Skepsis betrachten. Vielleicht gibt es bereits eine Wahrheit über diese Frau, die dem Auswärtigen Amt bereits bewusst ist, die aus taktischen Gründen aber nicht an die Öffentlichkeit dringen darf. Hoffentlich hat die Bundesregierung aus dem ersten Fall Osthoff gelernt.

Christiane Geisthardt
17. Februar 2006, 17:30
Betr. Alice Schwarzer
Unsere Lichtseite gegen die Schattenseite des anderen. Alice Schwarzer ist insgesamt zuzustimmen, wenn sie «sogenannte Migrationsforscher» kritisiert, die Freiheitsberaubung und Zwangsehen bagatellisieren. Wenn aber das «Gesetz des Schweigens», das in vielen islamischen Familien der Unterdrückung vor allem von Frauen dient, beschrieben wird, dann fehlt der Hinweis auf vergleichbare Schweigezonen in westlichen Gesellschaften, die zum Beispiel so vielen Kindern das Leben zur Hölle machen. Ob es ein angemessenes Zeichen westlicher Freiheit ist, im Rahmen einer nur Frauen betreffenden Kleiderordnung das Kopftuch zu verbieten, kann weiterhin bezweifelt werden. Es fehlt in diesem Beitrag die differenzierte Auseinandersetzung mit konservativen und progressiven Strömungen im Islam, statt dessen Schwarz-Weiß-Denken!

Karl-Heinz Klaiber
17. Februar 2006, 14:31
Betr. Mohammed-Karikaturen
Eine überwältigende Mehrheit der Kollegen des deutschen Karikaturisten Klaus Stuttmann, der von muslimischen Fundamentalisten Morddrohungen bekommt, weil er «islamische Fussballspieler mit umgebundenen Sprengstoffgurten, die von einer Gruppe Bundeswehrsoldaten beschützt werden» karikierte, hat sich mit ihm öffentlich in diversen Medien solidarisiert. Auch aufgeklärte und tolerante Menschen sehen weder in dieser Karikatur noch in dem lustigen Spottbildchen, wo den «in den islamischen Himmel einschwebenden Selbstmordattentätern» vom Propheten gesagt wird, dass es «keine Jungfrauen mehr hier oben gibt,» keine Verletzung religiöser Gefühle. Professionelle Religionsfanatiker jedoch deuten dies nun um und instrumentalisieren die Sache für ihre Zwecke, nämlich um Progromstimmungen in ihrem Lager zu schüren. Ich denke, es wäre eine vornehme, journalistische Aufgabe der Medien eines laizistischen, demokratischen Staates, sich nicht wegen dieser harmlosen «Mohammed-Karikaturen» von islamischen Hetzern erpressen zu lassen, sondern jenen Regierungen, die gewaltsame Demonstrationen dulden und die sogar Israel Völkermord androhen, unmissverständlich «die rote Karte» zu zeigen und diese Länder von der Teilnahme an der Fussballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland auszuschließen.

Gerhard Dörries
15. Februar 2006, 15:18
Betr. Rauchverbot in englischen Kneipen
Eine wirklich tolle Idee ... Es wundert mich schon, was Raucher sich alles gefallen lassen. Erinnert an die Prohibition in Amerika. Nur zu, macht das auch hier, als Ergebnis wird Deutschland noch weniger Steuern einnehmen, ich freue mich schon auf die «illegalen Clubs», «Privatparties», alles ohne Konzession, GEMA/GEZ, Sicherheitsvorschriften, Gewerkschaft und Steuereinnahmen. Haschisch ist auch verboten - kümmert sich da wer drum? Viele Raucher mögen ja an den Folgen des Konsums sterben, wer aber nicht einmal der Autoindustrie für Dieselmotoren Filter vorschreibt, obwohl bekannt ist, dass pro Jahr an den Folgen zehntausende Menschen versterben, hat kein Recht, Raucher weiter zu gängeln. Dem Ruß auf der Straße kann ich mich nicht entziehen, Zigarettenrauch durchaus.

Ulf Karrok
10. Februar 2006, 9:36
Betr. Grass: Karikaturen waren geplante Provokation
Dass Menschen aus der sozial-kulturellen-Welt wie Günter Grass oder der portugiesische Schriftsteller José Saramago zum Thema Karikatur-Streit eine »etwas andere« Meinung haben, kann ich verstehen. Zu den Vorwürfen in Ihrem Artikel fällt mir jedoch zu beiden Nobelpreisträgern nur eines ein: Danach ist man immer schlauer! Sich hier gegen die westliche Welt zu stellen, egal ob man die Karikaturen als richtig oder falsch empfindet und die islamistisch-fundamentalistische Gewalt nicht zu kritisieren und dafür noch die Schuld bei uns zu suchen ist genauso falsch und falsch verstandener Gerechtigkeitssinn, wie das mildere Urteilen von Oberlandesgerichten in Deutschland zu Ehrenmorden mit der Begründung, dass es unter den Wertvorstellungen des Täters keine Straftat wäre. Sicherlich waren und sind die Karikaturen kein Meisterstück, aber dennoch sind sie in der westlichen Welt entstanden und abgedruckt worden und eben gerade nicht im Orient. Und wir haben hier andere Wertvorstellungen. Das muss auch akzeptiert werden. Darüber hinaus laufen wir Gefahr, gerade wieder in dieselbe Bärenfalle zu treten, die wir bereits »besuchten« als Deutschland sich entschied Gastarbeiter nach Deutschland zu holen. Sogar Helmut Schmidt sagte bereits in seiner Amtszeit, dass es ein Fehler war, Gastarbeiter mit dieser fremden Kultur nach Deutschland zu holen, da wir nicht in der Lage sein werden diese in unseren Kulturkreis angemessen zu integrieren. Dieses von ihm scharf erkannte Problem, hat sich schon in mehrfacher Hinsicht von der Oberfläche kristallisiert. Hört man gebildete Menschen, wie eine in Deutschland aufgewachsene und hier ausgebildete Soziologin iranischer Abstammung, dass wir eben gerade diesen Fehler machen, dass wir Ausländer, Moslems im Speziellen, anders und nicht gleich behandeln, dann versteht man vielleicht den Fehler, den wir wieder einmal in der Versuchung sind zu begehen.

Walmor F. Lessmann
9. Februar 2006, 21:23
Betr. Attacke aus Iran gegen Merkel
Frau Merkel scheint vergessen zu haben, wozu sie eigentlich gewählt worden ist: das, was Herrn Schröder nicht gelungen war, zu unternehmen, nämlich das Land aus der wirtschaftlichen Sackgasse zu lenken. Sie hat schon falsch angefangen, indem sie mehr Geld nach Europa schickt .Und nun will sie noch Rechtsanwalt Dritter werden. Das ist doch schade.

Ingrid Schneider
9. Februar 2006, 15:13
Betr. Ärger um Beckhams Schuhe
Der Schlußsatz des Artikels lautet: «Warum sich die Aktivisten besonders gegen den Gebrauch des Ledes des australischen Beuteltieres aussprechen, das nicht vom Aussterben bedroht ist, ist nicht bekannt». Was sich da in Australien abspielt, ist ein schreckliches Massaker. Die Kängurus werden gejagt, brutal erschlagen und zum Teil läßt man sie haltbtot liegen. Man reißt den Müttern die Kinder aus den Beuteln, schmeißt diese weg oder erschlägt sie. Die Art, wie diese Tiere gejagt und umgebracht werden, ist grausam. Die Jäger gehen bei der Jagd nach Käugurus genau so brutal vor, wie die Jäger beim Robbenfang. Und von diesen auf schreckliche Weise umgebrachten Tiere werden dann Schuhe für Adidas hergestellt, und die Firma Adidas findet das wohl ganz in Ordnung, hat kein Problem damit erklärt Adidas-Sprecherin Anne Putz. Es ist nicht zu fassen.

Frank Kopp
9. Februar 2006, 10:33
Flachdach-Einstürze
Die sich häufende Anzahl von Flachdach-Einstürzen aufgrund zu hohen Schneegewichtes und die daraus resultierenden Diskussionen irritieren mich. Ist es nicht ein leichtes, Flachdächer generell gegen zu hohe Schneelasten zu schützen, indem beispielsweise Heizdrähte (siehe Heckscheibe Auto) montiert, oder Deckenheizungen - Prinzip Fußbodenheizung - installiert werden? Wärme steigt übrigens nach oben... Generell scheinen mir diese und ähnliche Unfälle in Deutschland ein Geiz- und Qualitätsproblem als Ursache zu haben. Wie kann es sein, dass Gebäude sanierungsbedürftig sind, die gerade mal wenige Jahrzehnte auf dem Buckel haben? Vor einigen hundert Jahren konnte man schon erheblich sicherer und somit besser bauen (schöner ohnehin). Man muss endlich diejenigen (Politiker) verantwortlichen machen können, die derartigen nachhaltigen Volksschaden anrichten. Deutschland war einmal als ein Land bekannt, in dem Wert auf gute Dinge gelegt wird. Leider gibt es hier seit den 60er/70er Jahren nur noch eine Discounterisierung, die sich durch alle Bereiche des Lebens zieht und das allgemeine Niveau in Deutschland gefährlich nach unten zieht.

Stephan Freischem
9. Februar 2006, 8:33
Betr. Fifa soll für WM-Schutz zahlen
Großartige Idee – und im Gegenzug führt der Bund alle Steuereinnahmen (Mehrwertsteuer, Einkommenssteuer, Unternehmenssteuer) aus WM-Umsätzen an die Fifa ab!

Frank Dohrmann
07. Februar 2006, 07:25
Betr. Einbürgerung von Muslimen
Stächele bringt es bei aller Kritik genau auf den Punkt. Gäste haben zwar immer irgendwie besondere Rechte. Sie sind aber letztendlich Gäste, die sich den Gepflogenheiten des Gastgebers irgendwann anzupassen haben. (...)Ich bin selbst Multikulti-Denker und im Ausland problemlos angenommen worden. Wesentlich war für mich, die Sitten und Gebräuche der Gastgeber nicht zu mißachten oder gar zu mißbrauchen. wer das nicht vermag, sollte ganz einfach tatsächlich zu Hause bleiben.

Ingeborg Runge
07. Februar 2006, 04:47
Betr. Mohammed-Karikaturen
Ich finde es immer takt- und geschmacklos, religiöse Symbole oder Religions-Stifter zu Objekten von Karikaturen zu machen - ganz gleich bei welcher Glaubensrichtung! Ich finde es aber noch weit schlimmer, dies zum Anlaß für tätliche Gewalt in den islamischen Ländern und Wort-Gewalt in Europa zu nehmen! Ich habe gut 11 Jahre als «Ausländerin» in verschiedenen Gegenden der Welt gelebt, darunter sechs im Vorderen Orient, hauptsächlich der Türkei und Iran. Ich fand dort viele Freunde, hatte aber auch nie den Anspruch, dass man sich nach meinen Werten ausrichten sollte!

Markus Barnkow
06. Februar 2006, 21:39
Betr. Mohammed-Karikaturen
Was wollen die «dänischen» Imame, die im vorstehenden Bericht mit Ihren «hetzenden» Rundreisen bis in die entferntesten Dörfer des Nahen und Fernen Osten, eigentlich erreichen? Wollen Sie aufzeigen, dass in der von ihnen selbst gewählten neuen «Heimat» (Dänemark), ihr geliebter Prophet in einer Art und Weise der Öffentlichkeit dargestellt wird, wie sie es noch nie erlebt haben bzw. wollten?? Haben die Imame, als sie nach Dänemark kamen nicht gewusst, dass es so etwas wie «Pressefreiheit» gibt? Es erweckt den Anschein, dass diese muslimischen Prediger, die erst beste Chance genutzt haben, um in den islamistischen Länder Hetze gegen den Westen zu betreiben, wobei, wie in Ihrem Artikel richtig beschrieben, auch gleich noch alles andere, nicht veröffentlichte Material das sich im Umlauf befand und befindet, mitgenommen worden war.

Klaus Schübel
06. Februar 2006, 00:57
Betr. Deutsche Rechtschreibung
Mit den Vorschlägen des Rates für deutsche Rechtschreibung kann nun wirklich niemand zufrieden sein. Um den Reformgegnern entgegenzukommen, will der Rat alte Schreibweisen wiederherstellen und weicht damit nur klare Regeln auf. Von nun an sollen wieder vermehrt Ausnahmen zu beachten und noch mehr Doppelschreibungen möglich sein. In den einschlägigen Internetforen reagieren auch die Gegner der Rechtschreibreform nur mit harscher Kritik. Ich finde es zum Beispiel besonders ärgerlich, dass die alte Regelung über die Großschreibung der Anredefürwörter du, dich, deine usw. in Briefen oder persönlichen Mitteilungen wieder in Kraft gesetzt werden soll. Mit welchem Recht maßt sich der Rat für Rechtschreibung an, uns vorschreiben zu wollen, wie wir in unseren privaten Briefen an Freunde und Bekannte schreiben?

Alexander Rossa
05. Februar 2006, 15:33
Betr. Mohammed-Karikaturen
So musste es ja kommen. Überschwemmt sind die Zeitungen von den Streitereien zwischen der islamischen Welt und den westlichen Industriegesellschaften. Immer wieder und wieder bringen die Fernsehsender Berichte über Ausschreitungen der Menschen gegen Menschen, weil sie die Ehre Gottes wieder hergestellt sehen wollen, weil sie sich in ihrem Glauben beleidigt fühlen, oder weil sie sich in ihren Rechten eingeschränkt sehen. Ich glaube nicht so richtig an einen Gott. Nein, ich denke, es ist wichtiger, sich mit dem Leben selbst ausgiebig zu befassen, als mit einem Gott. Wenn nicht beides ohnehin das Gleiche ist. Mag sein, dass ich deshalb ein Narr bin, aber Tor, ein Tor bin ich deshalb noch lange nicht. Daher stehe ich am Rande des Geschehens und staune bis zur Ermüdung über die kriegerischen Vorgänge an der Seite meines Lebens.

Gunther Schirmer
05. Februar 2006, 13:59
Betr. Mohammed-Karikaturen
Pressefreiheit in allen Ehren! Aber auch ein Redakteur ist verpflichtet, an die Folgen zu denken, wenn er über ein besonders heikles Thema schreibt oder Bildmaterial veröffentlicht. Die hochbrisante Situation weltweit zwischen Muslimen und Christen verbietet es geradezu, solche Provokationen zu verbreiten. Vor allem wenn man weiß - und das wissen so ziemlich alle - dass es verboten ist, sich ein Bild des Propheten zu machen. Dieser Redakteur und alle, die sich nicht entblödet haben, sch an dieses Thema dranzuhängen sind einfach dumm, skrupellos und geschmacklos. Ich bin Christ, aber ich kann die Wut der Muslime nachvollziehen. Ihr gewalttätiges Verhalten kann ich nicht billigen.
Ich hoffe, dass die vernünftigen Muslime ihre Glaubensbrüder wieder beruhigen können, bevor Blut fließt.

Peter R. Gross
04. Februar, 12:13
Betr. Mohammed-Karikaturen
Was heißt hier entschuldigen? Leute, die als Meuchelmörder unschuldige Opfer kidnappen und im Namen ihrer Religion köpfen, dürfen keine Menschenrechte und keine Fairneß erwarten. Es läuft doch alles auf einen Religionskrieg hinaus. Wir haben das nur noch nicht bemerkt.

Mathias Grootens
03. Februar 2006, 9:38
Betr. Mohammed-Karikaturen
Wo humoristische Meinungsäußerungen zu Entführungen, dem Erstürmen von Vertretungen der EU und zu Morddrohungen führen, dort ist die Freiheit der demokratischen Welt in Gefahr. Es ist dringend an der Zeit, rote Linien aufzuzeigen und geschlossen für die Meinungs- und Pressefreiheit einzustehen.

Frank Behling
03. Februar 2006, 00:52
Betr. Mohammed-Karikaturen
Der Eindruck, dass es beim Abdruck der Mohammed-Karikaturen um die Verletzung relegiöser Gefühle geht, scheint an den Haaren herbeigezogen. Es scheint vielmehr so, als ob bestimmte Scharfmacher in bestimmten Gotteshäusern nur einen Vorwand für das Aufpeitschen der Massen gefunden haben. Hier wird unter dem Vorwand der Religiösität eine Kampagne betrieben, die die von mangelnder Pressefreiheit über Jahre systematisch in ihrer Informationsmöglichkeit beraubten Menschen in Teilen des Nahen Ostens in den Kampf gegen den Westen treiben soll. Wenn nicht jetzt die Karrikaturen als Munition für diese hasserfüllten Predigten zwischen Teheran und Rabat dagewesen wären, hätte morgen eventuell Werbung für Dessous oder Bier in der Nähe einer Moschee in Köln als Zeichen der sogenannten Aggression gegen Muslime gegolten. Vielmehr entsteht der Eindruck, das sich in der arabischen Welt längst die These der Verschwörung des Westens gegen den Islam in den Köpfen von zu vielen Menschen eingebrannt hat. Dies ist der Beweis, was passiert, wenn man die Pressefreiheit der Religion unterordnet.

Claus Königsmark
03. Februar 2006, 00:37
Betr. Mohammed-Karikaturen
Warum reagieren Sie nicht auf den unglaublichen Anschlag auf die Presse- und Meinungsfreiheit bzgl. der Veröffentlichungen in der JP? Ist es schon wieder so weit, dass rückschrittliches Denken und Handeln (vergleiche hierzu die Untersuchung der UN über die islamischen Gesellschaften) Macht gewinnt und den Menschen entsprechende Lebenssituationen aufzwingt?

Anita Reiter
03. Februar 2006, 00:31
Betr. Mohammed-Karikaturen
Die gesamte westliche Welt befindet sich in einer Art Weltkrieg gegen den fundamentalen Islamismus. Dies ist eine Tatsache, die vielen, zumindest außerhalb Amerikas, noch immer nicht bewusst ist. Die zur Zeit laufende Debatte um die Karikaturen sollte diese Zweifler eines besseren belehren. Der Kampf gegen den fundamentalen Islamismus muss auf allen Ebenen geführt werden, auch in/von den Medien. Wieder einmal wird das Kostbarste, aber auch das Verletzlichste, was wir haben angegriffen: Die Freiheit! In diesem besonderen Fall die Pressefreiheit. Niemand darf zulassen, dass diese so lange untergraben wird, bis sie Vergangenheit geworden ist. Doch genau dieser Versuch wird gegenwärtig von der islamischen Welt unternommen. Ein Teil der Welt, in dem keine andere Meinung, Mentalität, Kultur und Religion, außer der eigenen akzeptiert und toleriert wird, hat kein Recht, diese Akzeptanz und Toleranz für sich selbst einzufordern. Ja, die Zeitung 'Jyllands-Posten' sollte sich für die Mohammed-Karikaturen entschuldigen. Und zwar an dem Tag, an dem kein Christ, kein Jude und kein Anhänger jeder anderen nicht-islamistischen Religion mehr von Moslems verfolgt, unterdrückt und ermordet wird. Bis dahin heißt es, sich selbst treu, standhaft und entschlossen bleiben und sich nicht erpressen lassen! Wehret den Anfängen!

Ulf Karrock
01. Februar 2006, 20:39
Betr. Tests vor Einbürgerung
Ich finde es sehr positiv, dass sich erstmalig seit Jahrzehnten intensiv und offen über die Einbürgerung und die damit zusammen hängenden Probleme ausgetauscht wird. Es beginnt jetzt, was schon seit Jahren fällig ist. (...)Ist es nicht mehr als natürlich, dass wir uns, vor allem angesichts der momentanen Weltlage und der Zunahme des Terrorismus, die Frage stellen, welche Voraussetzungen und welchen Willen ein freiwilliger Immigrant mitbringen muss um sich in unserem freiheitlich-demokratischen Staat eingliedern zu können? (...)Manche wissen, vor allem auch Immigranten der so genannten 1. Generation, wie unser Staat funktioniert. Sie wissen wie sie sich verhalten können und dürfen.Was aber noch lange nicht impliziert, dass sie sich zu unserem Staat und unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung bekennen. Vor allem aber haben manche, wegen der fehlenden Integrationsmechanismen, gelernt in einer Subkultur zu leben und sich somit einer Integration entziehen. Islamisten (also radikal-fundamentalistische Gläubige) wissen jedoch auch häufig wie sie alle unsere freiheitlichen demokratischen Grundrechte (wie Religionsfreiheit) genießen und auszunutzen, jedoch gleichzeitig ebensolche mit Füßen treten. Was für Islamisten kein Widerspruch zu sein scheint. Und gerade deswegen, wegen dieser Terroristen, müssen wir zum Wohle aller Immigranten und zum Wohle unserer Demokratie ein Mindestmaß für die Einbürgerung verlangen. Das sind wir auch den Immigranten schuldig, die hier leben in dem Wissen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und den damit verbundenen hohen Qualitäten und unseren Bürgern. Nur eine offene und ehrliche Debatte, kann zu einer sinnvollen und ordentlich Lösung für alle führen, die fest auf den Säulen unserer Fassung steht!

 
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