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Leserbriefe im Dezember 2005

07. Dez 2005 12:32, ergänzt 27. Dez 2005 15:34
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Peter R. Gross
26. Dezember 2005, 08:36
Betr. Susanne Osthoff
Ich kann mir nicht helfen, aber die Entführung der Susanne Osthoff sieht mir nach «Eigenbau» aus. Die Tatsache, daß sie nicht nach Deutschland kommt, und die anderen skurrilen Tatbestände lassen in mir Zweifel aufkommen, dass die Entführung echt war. Ich habe mehr den Eindruck, daß sie selbst mitgewirkt hat. Schließlich ging es ja wohl um eine Menge Geld.

Bernhart B. Merker
23. Dezember 2005, 01:09
Betr. Deutsche Bank
Politiker fordern den Rücktritt von Ackermann. Herr Ackermann selbst denkt nicht daran. Nun, er hat Recht. Wir leben in einem Rechtsstaat. Bis zu einer Verurteilung hat ein Angeklagter als unschuldig zu gelten. In der Bundesrepublik wurde sogar ein Wirtschaftsminister als Vorbestrafter weiter in der Regierung geduldet und ist heute noch als Fachmann hoch geehrt. Ein in Schimpf und Schande davon gejagter Ministerpräsident ist heute gar Doktor und Professor und sehr angesehen. Wieso soll ein nicht Verurteilter und damit Unschuldiger nicht Chef der Deutschen Bank sein?

Gunther Schirmer
21. Dezember 2005, 16:31
Betr. Stasi-Check bei Staatsdienern beenden
Der Meinung bin ich ganz und gar nicht. Solange noch so viele Fälle aufgedeckt werden, darf die Überprüfung nicht eingestellt werden. Daran kann man erst denken, wenn die Generation der Leute, die für die Stasi gearbeitet haben, aus Altersgründen nicht mehr für öffentliche Ämter in Frage kommt. Sehr seltsam finde ich, dass dieser Vorschlag von den Ost-Sozis kommen soll.

Sybille Tagler-Scholz
13. Dezember 2005, 14:12
Betr. Schwarzenegger
Ich kann es nicht fassen, ein europäisches Mitglied spricht sich für die Todesstrafe aus. Dies auch noch in einer Position, welche der ganzen Welt zugänglich ist. Wie konnte Schwarzenegger das tun? Auch wenn er Gouverneur von Kalifornien ist, kann ich nicht glauben, wie ein Österreicher so amerikanisiert denken kann. Tookie Williams wurde die Schuld nie hundertprozentig nachgewiesen und trotzdem hat Arni Gott gespielt. Er hätte es abwenden können. Die Todesstrafe bringt die getöteten Menschen auch nicht wieder zurück und dürfte für die Hinterbliebenen der Getöteten auch keine Genugtuung sein. Meiner Meinung nach sollte man dem Gouverneur von Kalifornien, der nun durch diese Aktion tatsächlich zum Gouvernator wurde, die österreichische Staatsbürgerschaft aberkennen. Ein Österreicher, der seinem Land in den Rücken fällt!

Helga Euler
13. Dezember 2005, 11:14
Betr. Hinrichtung in Amerika
Ich bin sehr geschockt über die Entscheidung von Herrn Schwarzenegger. Es wäre besser, wenn er seine österreichische Staatsbürgerschaft zurückgeben würde. Denn in Österreich gibt es keine Todesstrafe, und ich wünsche nicht, dass irgendjemand, der für die Todesstrafe ist, einen österreichischen Pass besitzt. (...) Scheinbar will Herr Schwarzenegger Bushs Nachfolger werden.

Peter Kobert
13. Dezember 2005, 09:26
Betr. Job Schröders
Solange man in Deutschland die «Neidkultur» pflegt, blockiert man sich für die wirklich notwendigen Aufgaben. Das gilt für den «kleinen Mann» genauso wie für Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und auch große Teile der Presse!

Dieter Guhn
12. Dezember 2005, 15:20
Betr. Schröders Russengehalt
Ich finde es klasse, dass Herr Schröder diesen Job bekommen hat, haben wir doch u.U. einen Ansprechpartner. Die Forderung nach Offenlegung seines Gehaltes finde ich lächerlich. Jeder Job hat seinen Preis. Da sollten doch lieber Neider wie Wulff, Bosbach, Berninger ihre Arbeit tun, für die sie von uns Wählern gewählt worden sind. Bevor man Mehrwertsteuer-Erhöhung, Kürzungen für die Bürger, indirekte Rentenkürzungen und anderes beschließt, sollten die Subventionen, Steuergeldverschwendungen von circa. 30 Milliarden Euro im Jahr abgebaut werden.

Stefan Herre
6. Dezember 2005, 16:27
Betr. Osthoff-Entführung
Dass sich das Mitgefühl mit Susanne Osthoff hierzulande in Grenzen hält, hat wohl in erster Linie mit Osthoffs leichtsinnigen Äußerungen vor ihrer Geiselnahme («Ich bin mit den Aufständischen auf Du und Du» und «Wenn ich entführt werde, dann rede ich mich heraus») zu tun. Wer die islamo-faschistischen Terroristen als «Aufständische» verharmlost und die große Gefahr einer Entführung im Irak bewusst ignoriert, darf sich im nachhinein über die latente Teilnahmslosigkeit der deutschen Bevölkerung nicht wundern.

Karl Penzenstadler
4. Dezember 2005, 13:20
Betr. Staatsapparat
Die Bundesrepublik Deutschland leistet sich seit der «Wende» 16 Bundesländer mit einem Riesenheer von Abgeordneten (fünf Bundesländer würden genügen), 615 Bundestagsabgeordnete sowie eine Riesenansammlung von Staatssekretären und sonstigen Beamten, die sich alle am Futtertrog der Steuerzahler sättigen. Bei dieser Politik würden etwa 200 bis 300 Abgeordnete reichen. Man muss sich schon fragen, weshalb der «Deutsche Michl» dies alles mit sich machen lässt?

Gunther Schirmer
1. Dezember 2005, 13:16
Betr. Rumenigge kritisiert Ballack-Berater
Das muss jetzt sein! Als Bayer tut es mir in der Seele weh, wie Sie den Ausdruck mit der «Brennsuppe» beschreiben. Also wenn es so wäre, wie sie es schildern, dann würde es bedeuten, dass einer, der auf selbiger dahergeschwommen ist, noch grün hinter den Ohren ist. Und nicht wie Sie schreiben, n i c h t grün. Aber die ganze Erklärung ist vollkommen verkehrt. Brennsuppe war früher ein «Arme-Leute-Essen». Ich habe es Gottseidank noch nie zu mir nehmen müssen, aber es muss grauenhaft sein. Und wenn man sagt, der ist nicht auf der Brennsuppe dahergeschwommen, heißt das, er stammt aus besseren Vehältnissen. Übertragen auf den FCB soll das andeuten, dass dieser Verein wohlsituiert ist, den vollen Durchblick hat und nicht um Herrn Ballack betteln muss. Und da hat Rumenigge recht! Der Berater von Ballack ist sicher auch nicht auf dieser Suppe dahergeschwommen. Aber offensichtlich überschätzt er sich derart, dass er dabei ist, seinem Klienten die guten Angebote zu verbauen. Den würde ich feuern. Nix für ungut. (Wie der Bayer sagt.)

Heinrich Junghanns
1. Dezember 2005, 11:13
Betr. Entführte Archäologin
Jeden Tag sterben im Irak Menschen aller Nationen durch Gewalt. Ausländer sind ein Hauptziel der Attentäter. Die zahlreichen Toten sind allenfalls Notizen in den Nachrichten. Frau Osthoffs Entführung wird breiter Raum in nahezu allen Medien eingeräumt. Warum? Weil sie Deutsche ist? Ihre Dummheit gereicht uns eher zur Peinlichkeit. Wer sich freiwillig im Irak aufhält, noch dazu als Frau in einer Gesellschaft, in der weibliche Menschen ohnehin als zweitklassig angesehen werden, ist realitätsfremd. Frau Osthoff hat sich unverantwortlich verhalten und nicht nur ihr Leben riskiert, sondern auch die Regierung unseres Landes in eine schwierige Lage gebracht. Egoismus, Selbstsucht und Ignoranz sind keine Zeile wert. Allein um Nachahmern aus unseren Landen vorzubeugen, sollte sich die Berichterstattung auf die schlichte Nachricht begnügen.

 
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