Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 

Leserbriefe im August 2005

11. Aug 2005 10:05, ergänzt 02. Sep 2005 15:22
Ihre Meinung zu aktuellen Themen

Detlev Kölln
30. August 2005, 22:44
Betr. Umweltkatastrophen
Die jüngsten Umweltereignisse veranlassen mich, Ihnen einen Leserbrief zu schreiben. Wir können überall auf der Welt immer heftigere Umweltkatastrophen beobachten, die in ihrer Stärke und Dimension neue «Schreckensmarken» setzen. Das Thema Klima ist von Ihrer Zeitung ja schon oft erwähnt worden. Leider vermisse ich bei Ihren Berichterstattungen Hinweise darauf,dass weitere Katastrophen vorhersehbar sind und es sehr wichtig ist in einen globalen Konsens zu gelangen, um dauerhaft eine Änderung zum Besseren zu erreichen. Gerade die Amerikaner sind ihrer Kyoto-Blockade, ihrem Energiefraß und ihrem Hang zur Selbstgefälligkeit in Umweltdingen im Grunde mitverantwortlich für derartige Geschehnisse. Es ist auch bezeichnend, dass die Ärmsten sich nicht retten können. Das klingt nach Schadenfreude oder Galgenhumor, es drückt doch nur die Besorgniss eines Menschen aus, der sich der Umwelt bewusst ist und sich fragt, was seinen Kindern in Zukunft für Lasten auf die Schulter gelegt werden (man denke nur an die Abholzung des Regenwaldes - unumkehrbar!). Ich fände es nur richtig, diese Katastrophe zum Anlass zu nehmen, die Amerikaner an das Kyoto-Protokoll zu erinnern. Selbstsamerweise ist unsere Politik hier sehr still.

Jürgen Michels
29. August 2005, 17:25
Betr. Jüdischer Friedhof Berlin Weißensee
Ich weiß nicht, was das soll. Ich komme aus einer kleinen Stadt in Thüringen. Der Friedhof in dieser Stadt hat auch sehr schöne Gräber gehabt mit wertvollen Steinmetzarbeiten aus sehr alter Zeit. Darum kümmert sich keiner. Meine Großeltern sind schon lange tot. Es heißt, 50 Jahre bleibt ein Grab normalerweise, wenn man es pflegt. Man kann es verlängern, aber wenn keine Nachkommen mehr da sind, pflegt es ja auch keiner. Die Toten sind nicht vergessen, sie leben in uns weiter. Vielleicht sollte ich auch vom Bund Geld für die alten Gräber beantragen. Wenn ein Friedhof verfällt ist es doch klar, dass kein Hinterbliebener sich kümmert. Wozu dann der Aufriss. Von den eigenen Leuten nicht gepflegt, aber dann mit Geld vom Bund alles wieder herrichten. Wer will so was? Ich denke, dass das Geld an anderer Stelle mehr Nutzen bringt. Nur weil es ein Jüdischer Friedhof ist, wird so viel Wirbel drum gemacht. Die Leute, die sich wegen des Verfalls beschweren sollten, wenn denn unbedingt nötig, auch für die Instandsetzung aufkommen. Oder besser gleich selbst mit anpacken. Denkmäler und sonstiges gibt es schon so viel. Und wie ist es mit den Geldern, die die jüdische Gemeinde bekommt. Das ist bestimmt auch nicht wenig.


Gerhard Dörries
25. August 2005, 13:23
Betr. Althaus: Schröder kein Vorbild für Familien
Reines Wahlkampfgerede! Was hat die CDU denn für die Familien und Kinder gemacht, als sie 16 Jahre lang regierte? Wer hat Angebote für Kinder und Jugendliche in der ehemaligen DDR «plattgemacht», weil die Grundstücke so wertvoll waren und viele junge Menschen in die Fänge von neofaschistischen Westimporten geraten lassen? Woher rührt es wohl, dass Deutschland bei der Pisa-Studie schlecht abschneidet, dass Bildung und Kultur 16 Jahre lang immer weiter reduziert wurden? Wie rechtfertigt Althaus Kohls Versprechen, keine «Spender» zu nennen? In Sizilien nennt sich das «Omertà». Schon die «jüdischen Vermächtnisse» vergessen oder die rechtswidrige Manipulation von CDU-Rechenschaftsberichten? Die bis heute ungeklärte Frage, ob Schäuble 100.000 Mark genommen hat oder auch nicht? Wie will Herr Althaus mit diesem antiquierten «Moralanspruch» eigentlich die Koalition mit der FDP und ihrem schwulen Guido Westerwelle rechtfertigen? Fragen über Fragen ... Eine letzte: Für wie dumm hält Herr Althaus uns Wähler eigentlich?

Heinz Hilger
25. August, 12:20
Betr. SPD-Chef Müntefering haben die Kräfte verlassen
Im jugendlichen Alter von 65 Jahren haben Herrn Müntefering die Kräfte verlassen? Wie kann das? Sollten wir nicht alle fit und arbeitsfähig, sowie flexibel und dynamisch sein - bis zum 70. Lebensjahr?!

Walter Rothschild
25. August 2005, 12:13
Betr. Innerjüdischer Streit
Schalom, Mit Erstaunen habe ich gelesen, was Herr Spiegel des Zentralrates der Juden in Deutschland gesagt hat - «Seinen Angaben zufolge werden aller Wahrscheinlichkeit nach noch in diesem Jahr zwei Landesverbände der progressiven Juden (Landesverband der jüdischen Gemeinden von Schleswig-Holstein und die Jüdische Gemeinschaft von Schleswig-Holstein) in den Zentralrat aufgenommen. «Ich habe die berechtigte Hoffnung, dass die Ratsversammlung des Zentralrats den Anträgen der beiden Verbände entsprechen wird», sagte Spiegel. Die beiden Landesverbände sind Körperschaften des öffentlichen Rechts - eine Grundvorausetzung für die Aufnahmen in den Zentralrat - und genießen seit März diesen Jahres einen Gaststatus im Zentralrat.» Ich bin Landesrabbiner der LV der Jüdische Gemeinden in Schleswig-Holstein - wir nennen uns nicht 'progressive' weil wir versuchen für allen dort zu sein, sind aber natürlich liberal in unsere persönliche Meinungen. Zu unserem großen Bedauern haben die Außenstellen der jüdischen Gemeinden Hamburg, Lübeck, Kiel und Flensburg sich geweigert, mit uns zu arbeiten. Stattdessen haben sie sich zu einem anderen «Landesverband» ernannt, und treten in Konkurrenz gegen unseren Landesverband. Sie beleidigen uns als 'nur Liberale' und 'nicht Juden'. Wenn Herr Spiegel das wirklich nicht weiß - und wir haben den Zentralrat mehrmals schriftlich darüber informiert und uns beschwert - dann sagt es nicht sehr viel über die Glaubwürdigkeit seiner anderen Äußerungen. Und leider ist es manchmal so. Es gibt ein Version für den Öffentlichkeit, und eine Wirklichkeit....

Gunther Schirmer
24. August, 13:56
Betr. Armstrong hat gedopt?
Lasst doch den Armstrong in Ruhe. Er ist doch vom Radsport-Zirkus abgetreten. Kein Mensch glaubt, dass die Spitzenfahrer ganz ohne Chemie auskommen. Die einen lassen sich erwischen, die anderen sind halt intelligenter. Und wenn sich ein Sportler die Gesundheit ruinieren will, ist das doch seine Sache. Also weiter so! Wen interessiert es? Die Tour ist doch sowieso nur ein Werbe-Event. Passt in unsere Zeit.

Gerhard Dörries
23. August, 17:50
Betr. CDU darf «Angie» nun doch nutzen
Es mag ja sein, dass die CDU den Stones-Song «Angie» benutzen darf - aber sollte sie es auch - in ihrem eigenen Interesse - tun? Zugegeben, wenn man den Text nicht versteht, klingt der Song schön gefühlsduselig ... Aber es ist ein Abgesang, das Ende einer Beziehung und nicht der Beginn! Hier eine relativ wörtliche Übersetzung von mir (ohne «literarischen Anspruch»): «Angie, Angie, wann verschwinden all´ die Wolken?/ Angie, Angie, wohin führt es uns von hier?/ Ohne Liebe in unseren Seelen und Geld in unseren Taschen/ Du kannst nicht sagen, wir wären zufrieden./ Aber Angie, Angie, Du kannst nicht sagen, wir hätten es nie versucht./ Angie, Du bist schön, aber ist es nicht an der Zeit, uns auf Wiedersehen zu sagen?/ Angie, ich liebe Dich noch, erinnerst Du Dich an all die Nächte, die wir weinten?/ Alle Träume, die uns zusammenhielten, scheinen alle in Rauch aufgegangen zu sein./ Lass mich Dir ins Ohr flüstern:/ Angie, Angie, wohin führt es uns von hier?/ Oh, Angie, weine nicht, alle Deine Küsse schmecken noch süß./ Ich hasse die Traurigkeit in Deinen Augen./ (...) Aber Angie, ich liebe Dich noch, Baby./ Überall, wohin ich schaue, sehe ich Deine Augen./ Es gibt keine Frau, die Dir ähnlich ist./ Komm Baby, trockne Deine Augen. (...)

Holger Scherer
23. August 2005, 09:41
Betr. Interview mit Michael Hüther
Wieder liest man mit Schaudern geistigen Unrat. Das Interview mit Herrn Hüther zeigt jeden halbwegs gebildeten und des Denkens mächtigen Bürger welch Geistes Kind ämter- und publicitygeile Egomanen in unserer Bananenrepublik sind. So lange solche erbärmlichen Individuen ihren geistigen Sondermüll öffentlich unwidersprochen ausschütten dürfen, wird es in diesem Land keine Verbesserungen geben. Stop, ich korrigiere mich, Unternehmen werden statt 20 Prozent 35 Prozent Rendite erwirtschaften und Sehrgutverdiener eine erhöhte Mehrwertsteuer dank Einkommenssteuersenkungen nicht spüren. Aber was regen sich die kleinen Leute denn auch so auf? Sie können doch, mangels Geld, kaum etwas ausgeben. Zwei Prozent auf kaum etwas drauf macht den Kohl nicht fett. Pendlerpauschale? Weg damit! So etwas! Veräußerungsgewinne besteuern? Pfui, das ist doch investitionsschädigend. Man, man... Wann darf ich mal ein Interview mit solchen blasierten Dünnbrettbohren lesen, in dem so ein Mensch argumentativ ausgezählt wird? Habt Ihr alle Angst, Ihr tollen Journalisten? Warum hat uz.B. niemand Herrn Hüther gefragt, warum man Veräußerungsgewinne nicht besteuern soll, wenn man Veräußerungsverluste absetzen kann? Warum fragt niemand diese Leute, wie denn jemand mit einem Monatsgehalt von 2000 Euro private Rentenvorsoge, Pflege- und Krankenversicherung bezahlen soll? Wie soll jemand trotz Kind arbeiten, wenn es keine Kindertagesstätten gibt und die, die es gibt, unbezahlbar sind? Warum fragt Ihr nicht, warum deutsche Unternehmer immer nur jammern und klagen, obwohl ihre Tasche überquellen, sie aber, entgegen Unternehmerkollegen im Ausland, nichts in soziale Einrichtungen (z.B. Kindertagesstätten) stecken? Wo lese ich die Frage, wie ältere Arbeitnehmer beim Kündigungsschutzabbau vor Willkür geschützt werden? Was soll denn ein 48-jähriger heutzutage noch machen, wenn er seien Job nur deshalb verliert, weil er 1000 Euro teurer ist als ein 25-jähriger? Dieser Arbeitnehmer findet nichts adäquates mehr, sinkt im Laufe der Jahre immer weiter gen Sozialhilfe, kann privat nichts mehr zur Altersabsicherung beitragen und steht am Ende, trotz 30 Jahren hoher Rentenbeitragszahlungen mit einer Mindestrente da, mit der nicht mal seine gewohnte Wohnung halten kann. Die gesamte politische Kaste, die in den Medien trötenden Lautsprecher haben diese Sorgen gar nicht. Sie sind privat versichert, haben schnell ein kleines Vermögen zusammen und wenn's doch mal schlimm wird, bekommen sie auch staatliche Hilfe. Aber was schreibe ich? Im Herbst werden wir genau diese Leute am Ruder haben. Schönen Dank im Voraus. Wir sehen uns dann als Bettler an den Zäunen ihrer Besitzungen wieder.

Wolfgang Bastian
23. August 2005, 02:21
Betr. Kopftuchverbot
Es ist schon ein Stück aus dem Tollhaus Bundesrepublik Deutschland, Mitmenschen das tragen eines Kopftuches zu verbieten. Wenn argumentiert wird, das religiöse Zeichen in der Öffentlichkeit nicht mehr getragen bzw. gezeigt werden dürfen, na dann bitte schön, fangen wir bei allen christlichen Einrichtungen an. Dazu würde auch die Aufkündigung aller Konkordate und Kirchenverträge gehören, sowie die Bezahlung der obersten Kirchenfürsten, sowohl der römisch katholischen, als auch der Oberhäupter der verschiedenen evangelischen Landeskirchen. Hinzu käme evtl. ein Verbot des tragens von Partei- und Organisationsabzeichen, sowie das Verbot der Zugehörigkeit zu einer Partei, sofern jemand ein öffentliches Amt innehat.

Gerhard Dörries
22. August 2005, 21:49
Betr. Der Piano-Mann
«Piano Man» Simulant aus Deutschland - Genauer gesagt: aus Bayern. Wie sagte doch Stoiber: «Wenn es überall so wäre wie in Bayern, hätten wir überhaupt keine Probleme. Nur, meine Damen und Herren, wir haben leider nicht überall so kluge Bevölkerungsteile wie in Bayern.» Aber ganz so klug sind wohl auch «stumme» Bayern nicht, der junge Mann wird wohl die nächsten Jahre für Großbritannien arbeiten müssen, der britische Gesundheitsdienst kündigte an, eine Entschädigung für die hohen entstandenen Kosten mittels Klage zu verlangen. Ein klügeres «Erwachen» hätte ihn davor bewahrt.

Stefan Herre
22. August 2005, 17:37
Betr. Papst-Besuch in Köln
Es ist schon erstaunlich: Papst Benedikt XVI. hat bei seinem Köln-Besuch durch seine bescheidenes Auftreten und seine klug gewählten Worte eine Begeisterung bei den Menschen ausgelöst wie noch kein Staatsgast in der Geschichte der Bundesrepublik zuvor - nicht einmal der amerikanische Präsident John F. Kennedy bei seiner Berlin-Visite 1963. Doch erinnern wir uns: als der Papst noch «Ratzinger» hieß, wurde er von Seiten der sogenannten «Befreiungstheologen» und Linkskatholiken um Küng, Drewermann und Ranke-Heinemann und auch dem Großteil der deutschen Medien noch als «erzkonservativer Großinquisitor» und «Betonkopf» diffamiert. Auch an den deutschen theologischen Fakultäten in den Achtzigern und Neunzigern war Ratzingers Theologie quasi non grata. Während selbst die entlegensten Texte ostasiatischer feministischer Theologinnen als Hauptseminarthema taugten, kam der Welt-Theologe Ratzinger bestenfalls in Fußnoten vor - wobei der Student sich gefälligst von ihm zu distanzieren hatte. Wäre es nicht langsam an der Zeit, wenn sich einige dieser Ewiggestrigen bei Papst Benedikt XVI. für ihr abfälliges Verhalten von damals entschuldigen würden?

Kurt Hoffmann
18. August 2005, 10:28
Betr. Stoiber und Helsinki
Was soll die ganze Aufregung? Stoiber hat doch Recht – wir Ossis sind frustriert und so furchtbar bildungsresistent. Ganz im Gegensatz zum Deutschen Leichtathletikverband, dort herrscht Zufriedenheit: ein Zitat des leitenden Bundestrainers Jürgen Mallow: «Das historische Tief ist überwunden» («Welt am Sonntag» 14.08.05 «Mit der Stimmung geht es aufwärts») In der Länderwertung sind wir zwar hinter Marokko,aber doch besser als St. Kitts und Nevis,kurz: Wir sind wieder wer! Und nicht zu vergessen, wie viele Zwischenläufe «Wir» erreicht haben. Da wirft mal eben Franka Dietzsch mit 37 (!), aus Neubrandenburg kommend, den Diskus auf Goldmedaillenrang , eine Silbermedaille und ein paar Bronzemedaillen, schon geht es wieder aufwärts mit der Deutschen Leichtathletik. Der Heimtrainer von Franka Dietzsch, Dieter Kollark, ist beim Arbeitsamt «angestellt» (siehe «Nordkurier» vom 13.08.05) und damit keine falschen Vermutungen aufkommen: Er ist arbeitslos. Dankbarkeit Made in Germany. In unserer grenzenlosen Dummheit wissen wir Undankbaren lediglich um die Bedeutung des Wortes: «Idealismus». Vielleicht bekommt er ja einen 1-Euro-Job als Platzwart, damit er weiterhin ein Auge auf seine werfenden Schützlinge richten kann. Eine Alternative: er geht nach Äthiopien. Der dortige Lauftrainer hat bereits an der DHfK Leipzig studiert und nun sollte es auch im Wurf-/Stoßbereich mehr Bedarf als in Deutschland für ihn geben. Auch China wäre ein dankbares Terrain für den Weltmeister-Macher Kollark, damit die Konkurrenz künftig nicht nur aus Zypern, den Bahamas oder dem Bahrain für uns erwächst. Da sage einer, wir können uns keinen Luxus erlauben. Wir haben schnell vergessen müssen, wie Talente gefunden und gefördert werden. Den Jugendlichen (wenigstens) im Leistungssport eine Zukunft zu geben – welch überflüssiges Ansinnen. Das würde doch Parallelen zum ideologisch- und dopingbehafteten DDR-Leistungssport aufwerfen. Außerdem brauchen wir uns in Deutschland nicht über den Sport zu definieren. Das können wir getrost den Amerikanern überlassen. Der herrschende Zeitgeist in unserem Lande ist wenig auf sportliche Höchstleistungen, sondern primär auf Jux und Dallerei gerichtet. Wir exportieren besser den Gedanken der Loveparade... Und zum Schluss: Die Fernsehjournalisten von ADR und ZDF werden nicht müde das Thema Doping umfassend zu zelebrieren und häufigst an den Beginn der Berichterstattungen zu stellen. Gut so! Der Volksmund sagt: «Wer schöner ist als ich – ist geschminkt» übersetzt auf den Sport: «Wer besser ist als wir – ist gedopt». Endlich fühlen wir uns gut. Ach ja, Herr Stoiber, ich würde gern über politische Inhalte streiten – leider gibt es keine. Somit bleibt mir nur die Polemik und diese Disziplin beherrscht sie ja.... Gott schütze mich vor der potentiellen Macht und der zweifelhaften Intelligenz des Bayern und vor der Selbstzufriedenheit funktionierender Funktionäre. Spott frei!

Dörte MacKenzie
14. August 2005, 18:34
Betr. Höchste Sicherheitsstufe für den Papst
Wieso ist es überhaupt notwendig, soviel Geld auszugeben für die Sicherheit des Papstes, wo er doch angeblich «der Stellvertreter Gottes auf Erden» ist! Ist der allmächtige Gott nicht in der Lage, seinen Stellvertreter vollkommen zu beschützen? Und wenn er schon Gottes Stellvertreter hier auf Erden ist, sollte er nicht so eine innige Beziehung zu Gott haben und soviel Glauben aufbringen, daß Gott (sein Chef) ihm diesen Schutz gewährt und vor allen Anschlägen bewahren kann? Es kommt mir vor, daß mit seinem Glauben nicht allzu viel los ist! Ja, alles nur eine große Show, und nichts dahinter! Das Geld könnte man doch Bedürftigen in unserem Land zukommen lassen. Das wäre wirklich christlich!

Frank Dohrmann
14. August 2005, 11:56
Betr. Stoibers Äußerungen über Klugheit
Was nutzt es dem klugen bayrischen Volk, wenn es einen über Klugheit referierenden Deppen zum Ministerpräsidenten hat? Haben wir doch in der deutschen Geschichte nun schon oft genug gesehen, was dabei herauskommt.

M. Manke
13. August 2005, 17:17
Frustrierten-Debatte
Deutschland hat den Verstand verloren, es regiert das Gefühl. Das Wachstum im letzten Halbjahr war gleich Null. Wir aber diskutieren, ob der Begriff «Frustrierte» für linkspopulistische Führer oder deren Wähler korrekter Sprachgebrauch ist.

Peter Helbing
13. August 2005, 12:16
Viva Edmund Viva
Oft bemängelt man ja die geistige Beschränktheit etlicher PolitikerInnen. In letzter Zeit jedoch begrüsse ich diese sehr. Und hoffe, es wird noch dauern, bis diese Damen/Herren merken, dass jede Beschimpfung und Diffamierung der Linkspartei und der Menschen, die Hoffnung in diese Partei setzen, zu einem Anstieg in den Wahlumfragen führt. Viele Bürger und Bürgerinnen des Landes sind wohl resistenter gegen Medienverblödung als man gemeinhin annimmt. Und die Glaubwürdigkeit besagter PolitikerInnen wohl auf einem absolutem Tiefpunkt angelangt. Und ist Herr Stoiber etwa ein verkappter Linker, ein Schläfer des KGB?

Gilles Mebes
12. August 2005, 22:37
Betr. Stoiber und Oettinger
Wenn ich die Äußerungen der Politiker Stoiber und Öttinger zu den derzeitigen Umfragewerten der Linkspartei mit dem vergleiche, was anläßlich des Einzugs der Rechtsradikalen in den sächsischen Landtag und bei anderen Wahlerfolgen der Neonazis von CDU-CSU-Seite aus gesagt wurde, dann betrachte ich gerade diese Diskrepanz als den eigentlichen Skandal. Damals wurden die rechtsradikal Wählenden mehr oder weniger in Schutz genommen von den Christdemokraten und Christsozialen. Die Schuld an ihrem Wahlverhalten wurde gar den jeweiligen Landesregierungen in die Schuhe geschoben, wenn sie von konkurrierenden Parteien gestellt wurden. Aber schon damals wurde den Nazis keine politische Argumentation entgegen gesetzt, vor allem nicht von Seiten der CDU/CSU. Reine Polemik - und nichts als reine Polemik ist auch nun zu hören und zu lesen im Umgang mit den Thesen und dem Wahlprogramm der Linkspartei. Ich kenne keinerlei argumentative Stellungnahme von Seiten der anderen Parteien, in der die einzelnen Programmpunkte der Linkspartei schlüssig widerlegt werden. Pauschal wird über die Exponenten der Linkspartei hergezogen, als bestünde sie nur aus Lafontaine und Gysi beziehungsweise nur aus PDS- und damit - dies als automatische Schlußfolgerung - aus ehemaligen SED-Parteigängern. Kaum eine Rede davon, daß ein guter und gerade auch der fähigste Teil der Gewerkschaftsbewegung mit der Partei symphatisiert oder gar als Mitglied darin vertreten ist.

Helmut Böse
10. August 2005, 06:45
Betr. Newsimweb
Ich bin noch nicht lange in der Lage, am Internet und seinen Möglichkeiten teilzunehmen. Und deshalb meine Freude über Ihre Zeitung. Jeden Morgen nach dem Wetter bei AOL kommt die Netzeitung auf den Schirm. Ich bin 81 Jahre alt und gesundheitlich ein wenig eingeschränkt. Weiter so und danke - vorzüglch von Euch gemacht.

Stefan Herre
4. August 2005, 15:17
Betr. TV-Duell zwischen Merkel und Schröder
Überall ist jetzt von der «Drückebergerin» Angela Merkel die Rede, die «keinen Mut» hätte, sich dem gewieften Schröder bei einem Fernsehduell zweimal zu stellen. Aber wenn mittlerweile von Kommunikationswissenschaftlern erwiesen ist, dass beim TV-Duell weder die besseren politischen Argumente noch die jeweiligen Kompetenzen über den Sieger entscheiden, sondern einzig und allein die Nachberichterstattung der Medien, dann war die Haltung von Merkel folgerichtig. Wer erinnert sich nicht an die Fernsehduelle von Stoiber und Schröder 2002 sowie die von Steinbrück und Rüttgers vor kurzem. In beiden Fällen hatten die Medien vorzeitig den SPD-Kandidaten aufs Sieger-Podest gehoben, obwohl dies nicht der objektiven Zuschauer-Wahrnehmung entsprach. Die CDU-Vorsitzende war also gut beraten, aus dieser Erfahrung der medialen Einseitigkeit zu lernen und auf nur ein Rededuell zu bestehen.

Achim Hack
3. August 2005, 09:17
Betr. Fragen an den Autopapst
Sehr geehrter Herr Kessler,
nachdem ich Ihnen eine technische Frage zu meinem Golf IV gestellt habe, stöberte ich mit großer Freude in Ihrer Rubrik. Ich findes es sehr erfreulich, dass man den mangelnden technischen Sachverstand von Werkstätten (oder die häufig anzutreffende sinnlose aber profitable Austauschpraktik) durch Nachfragen bei Ihnen verhindern kann! Eigentlich sollte das Know-how doch von gut ausgebildeten KfZ-Meistern beherrscht werden. Mein notorisches Misstrauen gegen die Branche wird durch Ihre Kolumne jedenfalls nicht wirklich zerstreut. Seit wir aus dem Leasing heraus sind, wird unser Golf IV 2.8 4motion von einer freien Werkstatt zu erheblich niederigeren Kosten betreut. Wir haben den Eindruck, daß dort mehr Sachverstand vorhanden ist, als in einer konventionellen Markenvertretung. Man könnte dies dadurch erklären, daß man in der Freien mit verschiedenen Fabrikaten konfrontiert ist. Dies ist gut gegen Betriebsblindheit. Zudem muß die kleine unabhängige Werkstatt um ihre Kunden bemüht sein. Man fühlt sich entsprechend gut betreut.

Steffen C. Weber
2. August 2005, 19:50
Betr. Meinungsbekundung
Meine Frau und ich, versuchen bereits seit mehr als sieben Jahren verzweifelt eine Familie zu gründen. Wir wünschen uns nichts sehnlicher, als eigene Kinder zu haben. Da wir diesbezüglich mittlerweile an unsere biologischen und auch seelischen Grenzen stoßen, trifft uns beide diese grauenvolle Nachricht sehr. Ich selbst bin aus tiefster Überzeugung Pazifist und - obgleich Atheist - pro Leben eingestellt. Eine derartige Menschen unwürdige und in jeder Hinsicht, jegliche Moral und Vernunft/Emotion verachtende Tat lässt jedoch in mir eine unbändige Wut und den Ruf nach der Todesstrafe aufkommen. Diese Wut frißt meine Seele auf!Uns Kinderlosen werden vom Staat Berge von Steinen in den Weg geworfen, es uns schier gar unmöglich gemacht, ein Kind zu adoptieren. Und hier kann eine Mutter seelenruhig Kinder gebären, um diese dann abzuschlachten und sich an ihnen als Blumenerde auf ihrem Balkon zu erfreuen. Meine Wut und Ohnmacht ist ohne Zweifel Herr über meine Gedanken. Dennoch bin ich der Meinung, dass es für eine solche Tat, keine annähernd gerechte Strafe in diesem maroden Staat gibt.

Gunther Schirmer
2. August 2005, 13:47
Betr. Ballack, der Poker-Spieler
Ballacks Berater handelt unverantwortlich, wenn er seinem Klienten zu weiterem Pokerspiel rät. Das Angebot des FCB ist derart gut, dass ein Zögern geradezu unverantwortlich ist. In einem Beruf, in dem es morgen unerwartet schon vorbei sein kann, sollte man schon etwas auf Sicherheit gehen. Schwer verletzt ist man als Kicker schnell. Sicher hat Michael längst ausgesorgt und braucht sich um seine finanzielle Zukunft keine Sorgen zu machen. Aber er will bei den Bayern ja Führungsspieler sein und wird sicher bald die Kapitänsbinde von Kahn übernehmen. Da muss er sich auch so verhalten und ein Vorbild für seine jungen Mitspieler abgeben. Auch wenn der Berater auf die Provision bei einem Vereinswechsel aus ist - hier sollte Ballack nicht auf ihn hören. Bei Hoeneß ist sicher das Ende der Fahnenstange erreicht. Und dessen Geduld sollte er nicht allzusehr strapazieren.

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Aus anderen Ressorts

Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.