03. Mrz 2005 12:56, ergänzt 29. Mrz 2005 13:32
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Georg-Friedrich Müller, Berlin
27.03.2005, 14:01 Uhr
Betr.: US-Koma-Patientin
Habe dazu nur eine Antwort: « Das sind keine Menschen und das sind Rabeneltern die unmenschlich, widerlich ihrer Tochter das antun. Zumal die Kranke das Sterben selbst will.Es ist an Abscheulichkeit nicht mehr zu Überbieten. Da sieht man wieder einmal mehr, das der Wille des Einzelnen nichts zählt, wenn er umgeben ist von solchen selbst ernannten ekelhaften widerwärtigen Moralaposteln, selbst ernannten Richtern über Leben und Tod. Die können ja gut reden, den sie müssen nicht da liegen und leiden. Einfach an Widerlichkeit nicht mehr zu toppen.
Bush hat ja schon mit dem Krieg im Irak und bei Vollstreckung der Todesurteile bewiesen, das ihm Menschlichkeit nicht viel bedeutet. Woher dann diese plötzliche Humanität? Man sollte den Wunsch der Kranken ohne wenn und aber erfüllen.
Hoffentlich öffnet diese Tragödie unseren »Ethik-Aposteln« endlich mal die Augen: Der Wille des Einzelnen muss über ALLEM stehen.
Warum tut man dieser unglücklichen Frau das an??
Frank Dohrmann, Borkwalde
25.03.2005, 11:30 Uhr
Betr.: Machtkampf bei der FDP
Ist die FDP nicht schon lange die Partei der «Spaßgesellen und Leichtmatrosen» - also sprichwörtlich somn eine Big-Brother-Spaß-Partei ohne Sinn, Zweck, Dasiensberechtigung und Profil? Container-Guido hält sich doch heute schon für humorvoller als Stefan Raab (und der hat es bekanntlich faustdick unter der Mütze). Nur nimmt das nur Guido so wahr. Das Volk kann weder lachen noch sich anderweitig amüsieren. Westerwelle ist genaugenommen nicht einmal als schlechtes Beispiel für irgendetwas brauchbar.
Also die Erkenntnis nach mehr Macht für Gerhard kann nur verwundern aber nicht wirklich überraschen. Mit dem bedeutungslosen Wolfgang Gerhard kann man die F.D.P. doch höchstens wieder zur «Partei der Besserverdiener» profilieren - und genau das ist schon einmal prächtig mächtig in die Hose gegangen. Das Ziel ist offensichtlich definiert: Nicht 18 sondern Fast Drei Prozent.
Johannes Perthen, Hannover und Bremen
19.03.2005, 16:53 Uhr
Betr.: Solidarität mit Heide Simonis
Jetzt ist die Solidarität mit der zurückgetretenen Ministerpräsidentin Heide Simonis gefragt und die geeignete Wahltaktik gegen einen «Judas» in den eigenen Reihen.
Mein Vorschlag: Alle demokratisch gewählten SPD-Abgeordneten treten aus Solidarität mit ihrer Ministerpräsidentin Heide Simonis von ihrem Mandat zurück und machen den jeweiligen Nachrückern auf der sozialdemokratischen Landesliste Platz.
K e i n e r klebt an seinem Sssel. Wer nicht zurücktreten will, setzt sich dann dem «Judasverdacht» aus. An ihm klebt das Blut, wie an Hagen in der Nibelungensage, der Sigfried hinterrrücks erstochen hat.
André Spitzner
09.03.2005, 20:22 Uhr
Betr. Artikel: Fachkräftemangel bedroht deutsche IT-Branche
Das glaube ich nicht, das will nur keiner bezahlen, es gibt genug Spezialisten im Land. Nur: Wer würde diese «hochqualifizierten» Spezialisten dann auch einstellen und bezahlen. Der Mittelstand? Der sowieso immer verdrängt und vergessen wird und sich sowas sowieso nicht leisten kann? Als Spezialist wird man einfach als teuer eingestuft, zumindest glauben die Meisten das, und wenn dann muss man so etwas wie Gott sein der nur einen Euro die Stunde nimmt, alles vorher weis und alles bis vorgestern erledigt hat, bei einem 28 Stunde Arbeitstag.
Spezialisten lässt man nur nicht so wie sie wollen. Wenn man als «Spezialist» Vorschläge macht, wird man von den «nicht Spezialisten» als «träum mal schön weiter Spinner» hingestellt. (Das soll keine persönliche Abwertung sein!!) Und erst wieder auf die Tagesordnung gerufen, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Das ist jedenfalls meine persönliche Erfahrung.
> Schulen sollen gegensteuern
Yup, das sehe ich an den Zeugnissen meiner Azubis. Für dass was sie hier im Unternehmen leisten stehen diese in ABSOLUT KEINSTER Weise realitätsnah zu ihren Zensuren der Berufsschule. Da hilft auch keine Besprechung der Ursachen/Lösungen mit den Schulen/Lehrern, die bekommen jeden Monatsanfang unser Steuer Geld, da gibt es NICHTS zu diskutieren, «Wir haben das schon immer so gemacht und werden es auch weiter tun».
Das ist unser Problem, unser aller Problem. Und wenn sich da nichts grundlegend ändert, sind wir das Schlusslicht. Auch wenn die bahnbrechendsten Erfindungen aus Deutschland kommen.
Elmar Ferger, Wiesbaden
03.03.2005, 15:55 Uhr
Betr.: Paktangebot der Union
Massenarbeitslosigkeit ist schlimm. Doch ein echtes Rezept hat ja wohl keine der großen so genannten Volksparteien. Wissen die Damen und Herren abgeordneten überhaupt noch, was die normalen Bürger beschäftigt und im Sinne des Wortes betrifft?
Kaum vorstellbar - bei der hohen Eigenversorgung. Schon wieder Neid?
Mitnichten. Harte, arbeitsreiche, verantwortungsvolle Jobs müssen entsprechend honoriert werden - auch der eigentlich vorausgesetzten Unabhängigkeit wegen. Doch die Realität ist eine andere. Ein regelmäßig leerer Parlamentssaal, in dem nur die ersten zwei Reihen bevölkert sind - wo sind denn die so gestressten Abgeordneten? Sicher nicht im Wahlkreis unterwegs. Eher bei den von ihnen im Aufsichtsrat oder als Berater vertretenen Firmen, die ja letztlich die Politik bestimmen. An der Deutschen Bank bspw. kommt niemand vorbei.
Da passt die geplante «Lex Ackermann» zur Steuersenkung weiterer Spitzenverdiener! Doch Neid? Nein, nur die Relation zum überhaupt möglichen Einkommen der Bevölkerung stimmt nicht. Im Grundgesetz steht: Eigentum unterliegt einer sozialen Bindung. Wie weit wir in Deutschland davon inzwischen entfernt sind, beweist gerade die Deutsche Bank: Rekordgewinne - doch gleichzeitig Entlassungen. Und andere Firmen mach(t)en es ja genauso. Nimmt also ernsthaft jemand an, die Politik(er) könne(n) oder wolle(n) wirklich etwas verändern? Jede Partei kann die Arbeitslosigkeit nur bekämpfen, wenn die Wirtschaftsbosse das auch wollen.
Doch: Je weniger Kosten für Brot und Arbeit, desto höher der Aktienkurs.
Sic!
Dr. Bernhard Schülke
02.03.2005, 22:46 Uhr
Betr.: Visa-Affäre
Wenn man die Visa-Affäre ernst nimmt und man das politische Geschehen der letzten Zeit einmal genauer betrachtet, müssten andere Köpfe rollen. Zum Beispiel der von Frau Merkel und Herrn Clement. Die nachfolgende Abhandlung wird genau dies verdeutlichen:
Politisch opportun ist es, sich auf Kosten des politischen Gegners zu profilieren. Macht er offenkundige Fehler, wie Herr Fischer in der Visa-Affäre, gilt es diese auszuschlachten... Bis nichts mehr vom Gegner übrig bleibt; der Versuch ist öfters auch bei eigener Straffreiheit erlaubt. Man kann es ja mal probieren. Bekannt sind aus der Spieltheorie win-win-Strategien - Die Politik handelt aber hingegen gern öfters im Ergebnis nach loose-loose-Strategien - Am Ende bleibt kein Beteiligter mehr unbeschadet. Und Lösungsansätze für gesellschaftliche Problemstellungen kommen dabei zuhauf unter die Räder!
Der Wähler sollte und muß aus ethischen Gründen loose-loose-Strategien oder ein Verhalten, dass einer solchen Strategie zugrunde liegt, abstrafen. Die zunehmende Wahlenthaltung spricht hierfür. Warum soll der Wähler ein im Ergebnis gesellschaftsschädliches Vehalten belohnen und durch seine Stimme irgendeiner Partei die Wahlkampfkostenerstattung verbessern helfen?
Leider ist die Allgemeinbildung und das Interesse der Allgemeinheit an Politik recht gering, oder häufig nur oberflächlich. Emotionale Verkürzungen und Verdrehungen kommen zu gut an. Insoweit ist die (reife) Politik gefordert, als Vorbild zu fungieren und die sachbezogene Diskussion zu suchen. Aber hier gilt: Meist Fehlanzeige, wie es die «Visa-Affäre» Joschka Fischers leider wieder mal zeigt.
Mit Sicherheit hat unser lieber Außenminister, leider auch etwas arroganter Schnösel, Mist gebaut. Er handelte im Falle der Visa-Affäre vielleicht töricht, aber nicht so verheerend für Deutschland, wie das die Opposition gern darstellt. Werden wir mit ukrainischen Zwangsprostituierten überschwemmt (Natürlich nicht, aber falls ja, ist dies trotzdem ein doppelmoralischer Pferdefuß für die ach so betroffene und heuchlerische bürgerliche Opposition(!)) und wo lernen die Ukrainer am besten die Vorteile einer Demokratie kennen? Man könnte sich ja darüber streiten, inwieweit Deutschland wirklich eine Demokratie ist, aber das ist eine gänzlich andere Fragestellung. Es bleibt festzuhalten: Hier ein Viel Lärmen um Nichts.
Der gebildete Bürger sollte sich fragen, wenn Frau Merkel schon bei solche «Vergehen» bzw. «Versagen» sehr strenge Maßstäbe anlegt, diese Maßtstäbe eben nicht - ich betone: Nicht - auch an anderer, weitaus gravierender Stelle anlegt: Bekanntermaßen ist ein Hartz-IV-Geldempfänger in der Situation, dass sich für ihn ein Hinzuverdienst nicht oder nur unwesentlich lohnt. Aber das Arbeitslosengeld II ist so gering, dass man zum Überleben doch eigentlich DAZUVERDIENEN muß. Was bleibt, ist als Folge eine faktisch «erzwungene» Flucht direkt in die Schwarzarbeit. So bewirkten die beiden eine Gesetzgebung, die in logischer Konsequenz rechtliche Zwangsrahmenbedingungen schafft für eine Zunahme der Schwarzarbeit. Das ist schon ziemlich kriminell.
Herr Clement und Frau Merkel fördern die Schwarzarbeit! Im entsprechenden Gesetzgebungsverfahren trat Frau Merkel mit harten Forderungen auf und fordert den Hinzuverdienst auf das Hartz-IV-Entgelt vollständig anzurechnen. Sie und ihre Hilfstruppen forderten dies mit solch einer Verve und Hingabe, dass Herr Clement als ministerieller Sachwalter des Gesetzgebungsverfahrens diesen gesellschaftspolitischen Mist gern zu seiner eigenen Sache machte. Schließlich hätte der Steuerzahler noch mehr an Kosten zu tragen...
Man könnte diesen beiden Schurken einen Faschingsorden zur Förderung der Schwarzarbeit verleihen.
Fasching ist aber vorbei. Frau Merkel müsste mit ihren harten Maßstäben statt den Rücktritt Herrn Fischers den eigenen und den von Herrn Clement fordern. Meiner persönlichen Meinung nach gebietet es die politische Ehre, dass Herr Clement und Frau Merkel für ihre im Vergleich definitiv gravierenderen Fehler gerade stehen und zurücktreten. Warum wird den hier nicht ein Untersuchungsausschuß konstituiert? Meine Antwort als polemisch überspitzte rheotorische Frage verkleidet: Glauben Sie, dass sich Krähen gegenseitig die Augen aushacken?
Wenn der Durchschnittswähler etwas mehr Grips hätte, würden vielmehr die Köpfe von Herrn Clement (SPD) und Frau Merkel (CDU) gefordert werden müssen, statt den Bundesaußenminister zu belästigen.
Ich fordere daher hilfsweise Herrn Clement und Frau Merkel wegen unmoralischen Handelns zum Rücktritt von ihren politischen Ämtern auf!