netzeitung.deSüssmuth: OSZE-Beobachter in USA notwendig

 Herausgeber: netzeitung.de

Rita Süssmuth (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Rita Süssmuth
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Wahlbeobachterin der OSZE, Rita Süssmuth, hat die USA gegen Kritik in Schutz genommen. Jeder demokratische Staat habe auch Schwächen, sagte sie. Um diese werde sich unter anderem das OSZE-Team kümmern.

Die CDU-Politikerin Rita Süssmuth, Wahlbeobachterin der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), hat die US-Präsidentschaftswahlen gegen pauschale Kritik verteidigt. Die USA seien ein demokratisches Land, sagte Süssmuth dem Deutschlandradio Berlin. Es sei ihr wichtig, dass die dortige lange demokratische Tradition gewürdigt und die USA nicht unter Generalverdacht gestellt würden.

Allerdings gebe es in allen demokratischen Staaten Schwächen, räumte die ehemalige Bundestagspräsidentin ein. Diese müssten offengelegt werden. Davon seien auch die USA nicht ausgenommen.
100 Beobachter aus Europa
Für die Beobachtung der US-Präsidentschaftswahl in knapp zwei Wochen verlasse sie sich auf Spezialisten der OSZE. Die seien bereits ins Land gereist, um sich die Vorbereitungen zur Stimmabgabe anzusehen. «Die Experten nehmen wir für den ganz schwierigen Bereich. Wie sehen die elektronischen Systeme aus, was ist mit ihnen leistbar und was nicht - um hinterher auch bewerten zu können, wie korrekt solche Auszählungen sind», sagte Süssmuth. Sie ist bei der OSZE Leiterin des Büros für demokratische Institutionen und Menschenrechte.

60 Beobachter aus den Mitgliedsländern der OSZE sowie weitere Mitarbeiter aus den OSZE-Delegationen, insgesamt rund 100 Menschen, beobachten die US-Präsidentschaftswahl auf Einladung der dortigen Regierung. (nz)