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Leserbriefe im März 2004

09. Mrz 2004 14:14, ergänzt 01. Apr 2004 16:34
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Gunther Schirmer, Leipzig
Betr.: Mautausfälle
30.03.2004, 15:26 Uhr
Es ist jedem klar, wenn kein Geld da ist, kann auch nicht gebaut werden. Warum aber - in Dreiteufels-Namen - lügen die Politiker ohne rot zu werden? Noch vor 10 Tagen verlautete aus Berling, dass die Ausfälle gedeckt sind und alle Bauvorhaben vollendet werden.
Von dieser Lügerei habe ich endgültig die Schnauze voll. Die drei Wahlzettel, die ich die Freude habe in diesem Jahr ankreuzen zu dürfen, werde ich nun endgültig ungültig abgeben. Was múß man für einen miesen Charakter haben, um Politiker zu sein. Und da hat dieser Kanzler die Frechheit selbstherrlich einen Teil der Presse auszuschliessen. Was bildet sich der Mann eigentlich ein? Der vom Volk (leider) gewählt wurde und der vom Volk bezahlt wird. Wenn die Medien nicht wären, welche versaute Politik-Landschaft hätten wir dann!


Günter Zühlsdorf, Isselburg
Betr.: Linke wollen Protestpartei gründen
10.03.2004, 15:48 Uhr
Unsicherer Port: LPP (Linke Protest-Partei). Die Meldung ist kaum mehr als ein Versuchsballon. Die dort pauschaliter genannten Linken, unter ihnen Gewerkschafter, würden sich wundern, wenn sie in der neuen LPP selbst Hand anlegen und für ein Programm werben und ohne gesicherte Beiträge von Gewerkschaftsmitgliedern arbeiten müssten.

Ein Parteiblättchen würde schnell die Ersparnisse der Gründungsmitglieder auffressen. Dem Gewerkschaftssekretär Ralf Krämer würde es bald aufleuchten, dass seine Prognose der «bundesweit 20 Prozent» beim ersten Test die Null verlöre und in der Hochrechnung schnell unter «andere» ohne Namensnennung verschwände. Also nur zu und den lockeren Worten kräftige Taten folgen lassen. Die Funktionäre würden schnell das Arbeiten lernen. Ob sie sich trauen?


Gunther Schirmer , Leipzig
Betr.: Hannover findet Nachfolger für Rangnick
09.03.2004, 13:25 Uhr
Diese Kombination müsste hervorragend passen. Aber nur wenn die Mannschaft sich auf Lienen total einstellt. Sowohl der Präsident von 96 als auch Lienen sind sehr asketische Menschen. Lienen schreibt ja seinen Spielern vor, wie und von was sie sich zu ernähren haben. Er kennt prinzipiell keinen Spaß bei der Arbeit. Und so lebt auch Herr Kind, der wie selten ein Unternehmer seinen Betrieb mit den vielen Filialen absolut im Griff hat. Und damit äußerst erfolgreich ist.

Aber die Spieler von Hannover 96 waren noch nie Kinder von Traurigkeit und in meinen langen Jahren in Hannover hat die Truppe immer für viel Spaß nach Feierabend in der Altstadt gesorgt. Und das wird Lienen kaum ändern können. Und dann geht es ihm so wie in Gladbach. Die Spieler sorgen dafür, dass er in die Wüste geschickt wird. Auf jeden Fall hat er eine Riesenarbeit vor sich, aus diesem exotischen Haufen eine gestandene Mannschaft zu machen. Ich wünsche ihm wirklich viel Erfolg, denn Hannover und das große Einzugsgebiet hat eine gute Bundesligamannschaft verdient.


Peter Krieger
Betr.: Blair sieht die Welt in «tödlicher Gefahr»
05.03.2004, 14:27 Uhr
Herr Blair scheint immer noch an die fundamentalistische islamistische Weltverschwörung mit kriminellen Hintergrund zu glauben. Sollte man seinen Worten folgen, ist davon auszugehen, dass das Vorgehen des Herrn Bush zusammen mit Herrn Blair Ihrerseits eine Rettung des christlichen Glaubens und dessen Kultur bedeuten würde und damit auch der Welt.

Welch eine Ansicht. Man stelle sich vor: Ritter George W. mit seinem Knappen Tony gegen den Rest der Welt. Bedauerlicherweise glauben das nicht wenige Menschen. Sicherlich stimmt, dass der Terrorismus tagtäglich gegenwärtig ist. Leider wird auch vergessen, das die Verursacher gar nicht genannt werden. Als da sind zu nennen: Macht, Kapital, Habgier, Neid, Missgunst, Unterdrückung, ideologische Borniertheit, Misstrauen, Unterdrückung, Intoleranz, Irrglauben, Armut und man glaube es kaum: die Politik!

Eine Politik mit solchen Inhalten ist absolut zu verachten, egal von welcher Seite des Grabens. Die politischen Berater des Ritter George W. und seines Knappen Tony haben durchaus gewusst auf welcher Saite der beiden man zupfen muss, um die passenden Töne zu entlocken.


Frank Dohrmann, Borkenwalde
Betr.: Nominierung des Bundespräsidenten-Kandidaten
04.03.2004, 17:04 Uhr
CDU/CSU und FDP hätten den Posten bei ebay versteigern sollen. So hätte der Posten neben vielen Kandidaten sogar noch Kohle eingebracht. Und dafür sind Parteien in Deutschland ja ziemlich empfänglich.

 
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