03. Jun 2003 17:21, ergänzt 20. Jun 2003 15:14
Lesermeinungen vom Juni 2003.
Karl-Harmut Blesik
Betr.:Metrorapid wird nicht gebaut
27.06.2003, 13:54 Uhr
Na toll, das kommt davon, wenn man unsicheren Konsorten unsere Zukunft anvertraut! Wer es noch nicht glauben wollte, kommt nun kaum noch darum herum: Rot-grün ist nicht zukunftsfähig, geistig konservativ versteinert in den Idealen der 70er verhaftet, in denen es den wirtschaftlichen Überfluss gab. Wir brauchen keinen Fortschritt, wir brauchen keine Liberalisierung am Arbeitsmarkt, wir brauchen keine innovativen Technologien. Hurra, bei mir kommt der Strom aus der Steckdose! Erfinder, wandert alle aus bevor ihr auch noch ein Berufverbot erlebt!Das war's dann wohl mit der letzten Hoffnung, dass es bei rot-grün auch nur einen Funken weitsichtiger Politik gäbe.
G.Bonin
Betr.:Bundestag will Aufhebung des Meisterzwangs
27.06.2003, 13:49 Uhr
Bundestag beschließt weitgehende Aufhebung des Meisterzwangs im Handwerk Dies ist ein weiterer Schritt zum Abbau dessen, was ich heute noch als «Deutsche Wertarbeit» bezeichnen kann und eine Öffnung für alle, die in Zukunft in einem größeren Europa billig Leistung anbieten werden. Ergebnis: nicht Schaffung sondern Abbau von deutschen Mittelstandsfirmen und Arbeitsplätzen. Oder besser gesagt, der Schattenwirtschaft einen legalen Anstrich geben. Aber ich verstehe die Leute die das beschließen schon recht gut, denn um zu regieren benötigt man keine fachliche Qualifikation, da genügt Talent. Wozu da ein Meister sei?
Helmut Plamper
Betr.: Friedman-Affäre
20.06.2003, 15:13 Uhr
Bei dem Fall Friedmann, der ja erst durch die Berliner Staatsanwaltschaft und durch die Berliner Polizei zu einem Fall wurden, muss man sich fragen, sind wir langsam wieder so weit?
Da werden in einem angeblichen demokratischen Land Telefonate abgehört, da überschreiten Berliner Behörden ihre Kompetenzen, da wird Herr Friedmann schon verurteilt und fertiggemacht, obwohl nichts bewiesen ist.
Das ganze stinkt zum Himmel und riecht nach Komplott und Verschwörung gegen jemand, der durch seine Sendung besonders die beiden unfähigen Regierungsparteien der Lüge und Inkompetenz überführt hatte, der unbequem wurde.
Wer zieht bei diesem Feldzug gegen Friedmann die Fäden? Welcher Seilschaft ist er zu unbequem geworden? In einem Land wo Sitte und Anstand schon lange verloren sind, veranstaltet man eine Treibjagd auf jemanden, der diesem Gruselkabinett von Rot-Grün mal den Spiegel vorhält, unbequeme Fragen stellt, die eigentlich jeder Bürger dieses Landes stellen sollte. Wahrscheinlich lenkt das auch noch von der schlechten Innenpolitik der Drahtzieher ab. Gegen diese sollte man vorgehen, denn diese sorgen dafür dass unsere demokratischen Grundrechte missachtet und mit Füssen getreten werden.
Kokainkonsum ist nicht strafbar, falls Herr Friedmann Kokain nimmt. Aber vielleicht hat man selbst diese Tütchen durch die schnelle Eingreif-Truppe aus Berlin dem Herrn Friedmann noch untergeschoben.
Volker Leichsering
Betr.: «Aufbau»-Verleger Lunkewitz erhebt Vorwürfe gegen Friedman-Ermittler
19.06.2003, 12:23 Uhr
Natürlich hat Lunkewitz recht, wenn er, wie viele andere, betont, dass auch ein so prononciert polarisierender Medien-Promi wie Friedmann nicht zu Unrecht beschuldigt werden darf. Aber wer sich in der Öffentlichkeit so lustvoll exponiert muss eben damit rechnen, auch dann im Blickpunkt der Medien zu stehen, wenn es mal nicht so gut läuft. Das ganze wieder mal mit dem Totschlagargument‚ hier soll einer getroffen werden, weil er Jude ist’ abzuwürgen, ist Unfug. Der Fall Daum wurde Monate, ja, Jahrelang durch die Öffentlichkeit gezogen. Meines Wissens ist Daum kein Jude.
Thomas Baader
Betr.: «Aufbau»-Verleger Lunkewitz erhebt Vorwürfe gegen Friedman-Ermittler
19.06.2003, 12:16 Uhr
«Der Besuch von Prostituierten - seit kurzem ein ehrbarer Beruf - oder auch der Konsum von Kokain ist nicht strafbar», sagt Herr Lunkewitz - und übersieht dabei, dass es hier auch um das moralische Fehlverhalten eines Mannes geht, der selbst immer hohe moralische Ansprüche an andere gestellt hat.
Mir persönlich ist es egal, ob Herr Friedman Kokain nimmt oder nicht. Ich hätte allerdings vollkommen Verständnis für jeden Fernsehsender, jede politische Partei und auch für eine Institution wie den Zentralrat der Juden, falls diese letztlich zu dem Schluss kommen würden, dass eine solche Person für sie untragbar ist. Der Privatmann Friedman kann soviel Drogen nehmen, wie er will, aber als Repräsentanten für meine Sache würde ich ihn dann auch nicht haben wollen.
Was den Besuch von Prostituierten betrifft: Strafbar ist der natürlich nicht. Herr Friedman aber ist ja ein intelligenter Mann, der mit Sicherheit auch weiß, dass gerade osteuropäische Frauen oftmals unter falschen Versprechungen in unser Land gelockt und dann zur Prostitution gezwungen werden. Da fragt man sich natürlich schon, ob der Mann, der immer so viel von Moral spricht, nicht selbst die Notlage anderer Menschen ausnutzt. Ansonsten halte ich Herr Lunkewitz Verschwörungstheorien zwar für amüsant, aber auch für absolut unrealistisch. Hier bewegt er sich auf demselben Terrain wie diejenigen, die hinter Möllemanns Tod einen Anschlag des Mossad vermuten.
Peter Helbing
Betr.: Madonna-Film kommt nach Deutschland
16.06.2003, 10:37 Uhr
Zu behaupten, Guy Ritchie sei ein grottenschlechter Regisseur, ist einfach Blödsinn. Dafür hat er einfach zu gute Filme gemacht. Dieser ist anders, zugegeben. Habe in inzwischen zigmal gesehen und liebe ihn. Gut, es erinnert teilweise stark an deutsches Boulevardtheater - Typ «Millowitch» - aber davon lebt z.B. die Filmindustrie von Bombay, welchen einen nicht unbeträchtlichen Teil des Weltmarktes mit Träumen versorgt, nicht schlecht.
Hier wie dort ist es Mittel zum Zweck, und nicht Unvermögen oder Naivität. Da verlässt ein amerikanischer Megastar die eingetretenen Pfade des Hollywood-Kinos (das ich persönlich schon lange nicht mehr ertragen kann), der Ehemann und Extraklasse-Regisseur findet einen Stil für die besondere Leinwand-Attitüde seiner Frau: Es ist wunderschönes Kintop.
Steffen Koch, Zürich
Betr.: Trittin nennt Dosenabgabe «Abzocke»
15.06.2003, 09:38 Uhr
Ich finde es schrecklich - ein anderes Wort fehlt mir einfach dazu! da gibt es in dieser Republik soviel Probleme - echte Probleme, wie Arbeitslosigkeit, Sozialabbau, Gesundheitssystem, etc. - und Jürgen Trittin hat nichts wichtigeres als dieses alberne Dosenpfand im Kopf.
Albern ist wohl das richtige Wort - bringen wird es nichts, vor allem keine Jobs. Alle Anstrengungen sollte darauf gerichtet den «Riesen Deutschland» wieder auf die Beine zu stellen. Ich denke auch, der richtige Schritt ist Umweltschutz, der gelebt wird. Und so lange die Autoindustrie immer dickere Autos baut aber keine Arbeitsplätze schafft - das ist für mich zum Beispiel ein arges Missverhältnis - müssen wir auch mit Dosenpfand nicht versuchen, Bergwiesen in Sachsen zu retten. Steffen Kosch, Zürich!
Martin Scheider
Betr.: Michel Friedman will Moderation aussetzen
13.06.2003, 15:28 Uhr
Es ist kein Verlust für unsere Medienlandschaft, dass Friedman nicht mehr talkt. Oft wird Michel Friedman als Rechtsanwalt und Medienprofi dargestellt. Ich kann dem nicht beipflichten. Plumpe Talks mit niveaulosen verbalen Angriffen auf seine Gäste. Niemals aussprechen lassen und immer dazwischen quatschen. Wo ist da Medienprofi? Seine Talkshow ist einfach nur ätzend. Ich werde ihm keine Träne nachweinen, wenn die Sendung abgesetzt wird. Deshalb kann ich nur hoffen, dass die Vorwürfe sich bestätigen.
Aber noch ein positiver Aspekt: Wenigstens ist Herr Friedmann nicht so bescheuert wie seiner Zeit Christoph Daum. Er scheint aus den Kokain-Affären der Vergangenheit gelernt zu haben.
Hartmut Blesik, Berggießhübel
Betr.: Rau fordert Begrenzung von Manager-Gehältern
08.06.2003, 11:30 Uhr
Bevor unser Bundespräsident sich Gedanken über die Einkommensverhältnisse einer Minderheit macht, die sich ihre Einkünfte in einem schwierigen Kampf unter permanentem Erfolgsdruck erwerben, sollte er die Bundesregierung - wie auch so manche Landesregierung - dazu anhalten, die Einkommen der «Manager» in staatseigenen Betrieben, deren Qualifikation allzu oft nur im Parteibuch besteht, zu überprüfen.
Was da wohl bei Herrn Mehdorn und seinen Kollegen einzusparen wäre? Und den Gewerkschaften sollte er das gleich mit ins Stammbuch schreiben, gerade denen! Die Bezüge der Gewerkschaftsoberen sind ein Schlag ins Gesicht der Bewegung!
Annette Bock, Düsseldorf
Betr.: Walter fordert Abschaffung des Pfingstmontag
06.06.2003, 14:11 Uhr
Sicherlich hat der Weihbischof Werner Guballa recht, wenn er sagt, die Menschen bräuchten Feiertage. Aber wer in der Bevölkerung weiß denn heute noch um die Bedeutung des Pfingstfestes? Mit Sicherheit die wenigsten!
In den letzten Jahren hat es sich doch mehr und mehr verdeutlicht, dass sich die Menschen für den Erhalt von religiösen Feiertagen nur aus einem Grund einsetzen: es ist ein arbeitsfreier Tag mehr. Die eigentliche Bedeutung tritt doch in den Hintergrund. Hauptsache, man hat frei, kann feiern und am nächsten Tag ausschlafen. Selbst Weihnachten ist zu einem Konsumfest verkommen, bei dem es nur noch darum geht, wer die prächtigsten Geschenke erhalten hat. Man stellt einen Tannenbaum auf, weil er laut Werbung dazugehört, aber in die Kirche gehen? Nein, bloß nicht! Umfragen unter Kindern haben es doch bewiesen. Kaum ein Kind weiß noch, was an Weihnachten gefeiert wird. Die Antworten reichten von «da wurde der Weihnachtsmann ermordet» bis zur richtigen Lösung. Und gerade die Eltern, die nicht bereit sind, ihren Sprösslingen das Christentum und christliche Werte nahe zu bringen, auf die Kirche schimpfen und höchstens notgedrungen mal an einem Gottesdienst teilnehmen, sind diejenigen, die am lautesten schreien, wenn einer dieser (für sie religiös völlig bedeutungslosen) Feiertage abgeschafft werden soll.
F. Doerfler
Betr.: Möllemann stürzt in den Tod
05.06.2003, 16:57 Uhr
«[...] kurz vor der Wahl ließ er in Nordrhein-Westfalen ein Flugblatt verteilen, in dem er seine antisemitischen Vorwürfen gegen den deutschen [...]»
Wie kommen Sie dazu dies antisemitisch zu nennen? Unter Antisemitismus verstehe ich allerdings etwas anderes. Damit haben Sie leider Ihre Zeitung in meinen Augen sehr degradiert. Wahrscheinlich haben Sie gar nicht das Flugblatt gelesen.
In dem Flugblatt ist NIRGENDS auch nur ein judenfeindliches Wort. Wenn jedoch Kritik an einer Regierung oder einer einzelnen Person (möge sie auch Jude sein) gleich für ein ganzes Volk gilt, dann stimmt doch da etwas nicht, das ist doch krank. Damit etwas antisemitisch ist muss doch das ganze Volk als solches beschimpft werden, was ganz klar in Herrn Möllemanns Flugblatt nicht der Fall war. Zumindest jetzt nach seinem Tod hat er doch verdient das er nicht weiter dafür «diskriminiert» wird, oder? Man könnte ja doch auf die Idee kommen, dass der arme Mann schon fast in den Tod getrieben wurde. Und ich bin wirklich kein Freund von ihm gewesen, im Gegenteil. Habe nicht viel von ihm gehalten, was jedoch da ablief, ist schon sehr schräg.
Reiner Moysich
Betr.: Karlsruhe verhandelt über Kopftuchstreit
05.06.2003, 13:56 Uhr
Natürlich muss das Neutralitätsgebot des Staates gegenüber Weltanschauungen auch beim - nun endlich beim Bundesverfassungsgericht (BVerfG) gelandeten – «Kopftuchstreit» sehr genau eingehalten werden. Und dies besagt laut Grundgesetz-Artikel 4, dass keine Weltanschauung bevorzugt oder benachteiligt werden darf. Das BVerfG kann also bei diesem Streit nur zwischen zwei Möglichkeiten wählen: entweder dürfen alle (!) Lehrkräfte ihre Weltanschauung kundtun - oder niemand.
Letzteres würde bedeuten, dass nicht nur Muslime beim Unterrichten kein Kopftuch tragen, sondern ebenso z.B. Christen nicht mehr - wie bisher - ihr Christsein mittels Kreuz oder anderen Zeichen offenbaren dürften. Dies wäre aber für viele christliche Lehrkräfte unzumutbar - und darum wäre es für alle Beteiligten sicher das Beste, wenn dieses - bisher seltsamerweise noch nie beanstandete Recht - selbstverständlich auch allen anderen Lehrkräften, die eine andere, jedoch rechtlich völlig gleichberechtigte Weltanschauung haben, zugestanden wird.
Außerdem: Es gehört zum Auftrag von staatlichen Schulen, die heranwachsenden Kinder mit der Realität des Lebens vertraut zu machen, zu der nun mal die Vielfalt der Weltanschauungen gehört. Diese (für mich sehr positive) Vielfalt sollte nicht nur - wie schon bisher - bei den Schülern sichtbar sein können, sondern natürlich ebenso bei den Lehrkräften. Selbstverständlich muss dabei oberstes Gebot sein, dass weder Lehrer noch Schüler missionieren dürfen. Ständig muss das Gebot der Toleranz und gegenseitigen Rücksichtnahme beachtet, eingehalten und jeglicher Absolutheitsanspruch untersagt werden.
Hubert Gabriel
Betr.: Priester wegen Teilnahme an ökumenischem Abendmahl suspendiert
04.06.2003, 20:17 Uhr
Es scheint so als leben wir immer noch im Mittelalter! Dies ist einer der Gründe warum ich vor einem Jahr aus der Kirche ausgetreten bin. Immer wenn Religion zur Verbohrtheit wird und damit meine ich auch die sogenannten christlichen Kirchen, hört bei mir der Glauben an das gute im Menschen auf. Die katholische Kirche, die sich mit dem immer noch bestehenden Zölibat für Priester völlig weltfremd zeigt, die einen Papst hat, der trotz Überbevölkerung Empfängnisverhüttung verteufelt, hält sich immer noch für die einzig wahre Religion. Anders kann ich es nicht verstehen, dass sie einen Priester verbietet das Abendmahl mit evangelischen Glaubensbrüdern zu feiern. Fehlt nur noch der Scheiterhaufen für den Abtrünnigen!
Arge Lleinen
Betr.: Priester Clement: «Jede legale Arbeit ist zumutbar»
04.06.2003, 20:08 Uhr
Warum eigentlich vermittelt das Hartz-Konzept den Eindruck, eine einzige Job- Folter zu sein? Ach ja, wegen der integrierten Geldvernichtungsmaschine Job- Floater, die einen Job pro Woche erzeugt, allerdings mit Mitteln, die, würde man sie Arbeitslosen direkt geben, viel mehr Menschen aus ihrer unverschuldeten Not heraus brächte. Insbesondere solche, die längst keine Bezüge mehr erhalten und weiterhin keine Arbeit finden.
«Jeder legale Job ist zumutbar», lässt Clement verbreiten. Wieso eigentlich? Einerseits verlangt der Staat immer mehr Eigeninitiative, sprich: Eigenmittel bei der Altersvorsorge, andererseits soll man Jobs annehmen, die diese Eigeninitiative glatt unmöglich machen. Warum gelten eigentlich illegale Jobs noch als unzumutbar, wenn schon jeder legale Job zumutbar ist? Und warum wird Hartz eigentlich nicht Bundesminister? Ist dieser Job nun unzumutbar oder illegal??
Die so absolut weltfremde Art, mit der Hartz und Konsorten an das Problem herangehen, ist bemitleidenswert. Man zeige endlich den Arbeitslosen, der zufrieden mit seiner Situation ist und tatsächlich nicht arbeiten will! Abgesehen davon, dass es diese Spezies praktisch nicht gibt, kann sich unsere reiche Gesellschaft durchaus sehr viele davon leisten, denn ganz offensichtlich funktioniert die Gesellschaft auch mit 5 Millionen Arbeitslosen absolut reibungslos! Den eigentlich Schaden trägt ohnehin nicht die Gesellschaft, sondern die (Hausnummer jetzt!) 4 Millionen von den 5 Millionen Arbeitslosen, die unter einem sich mit jedem Tag ohne Job progressiv verschlimmernden Minderwertigkeitskomplex zu leiden beginnen, den sie die gesuchte Stelle nicht finden.
Natürlich gibt es Arbeitslose, die Jobs nicht annehmen, bei denen sie weniger verdienen, als sie monatlich aus der Arbeitslosenunterstützung erhalten. Wer würde ihnen das verdenken? Weniger als Arbeitslosenunterstützung bedeutet immerhin viel, viel weniger als in ihrem letzten Job. Warum noch gleich lehnt Hartz den Job als Minister ab? Bekommt er vielleicht mehr Geld als Manager im Vergleich zum Bundesminister-Salär? Im Übrigen nimmt die Mehrheit der SO Betroffenen ohnehin den angebotenen Job an, um die sinnlose Leere der Arbeitslosigkeit zu beenden, und zwar umso leichter, je länger der Begin der Arbeitslosigkeit schon zurückliegt. Mal sehen, wie lange Hartz nach seinem nächsten restrukturierungsbedingten Rauswurf das sinnlose Golf-Spielen aushält, bevor er dann doch den Job als Minister antritt. Nur, wenn er dann Minister geworden ist, wird er sowieso ganz schnell wieder gefeuert...
Warum kann die Gesellschaft nicht die Unvermeidbarkeit der Arbeitslosigkeit einerseits akzeptieren und andererseits Arbeitslose als in Not Geratene tolerieren und nach Kräften unterstützen, wenn sie doch auch Managergehälter im Fantastillionen-Bereich toleriert, MdB-Abfindungen, Sub-Management- Rausschmisse, auch wenn der Oberboss die Verantwortung zu tragen hat (Deutsche Bahn), ja, wir tolerieren sogar, dass Banker, die nichts anderes machen als Geld zählen, Euro-Schecks eintüten und manchmal, wenn sie einen guten Tag haben, auch mal grüßen, aber Zeit ihres Lebens sicher niemals produktiv werden, ordentliche Angestelltengehälter kassieren? Was fällt an dem einen so schwer, was bei dem anderen Mist so leicht fällt??
Oliver Dorsch
Betr.: Handel will Dosen aus den Regalen nehmen
04.06.2003, 10:49 Uhr
Es gibt doch noch gute Nachrichten!!! «Wenn die deutsche Rechtslage nicht geändert wird, werden Getränke in Einwegverpackungen künftig gar nicht mehr verkauft» - na das ist doch klasse, dann liegt endlich weniger Müll und Abfall überall in der Gegend herum, das erspart auch den Kommunen Kosten!
Gunther Schirmer, Leipzig
Betr.: Karlsruhe verhandelt über Kopftuchstreit
03.06.2003, 13:49 Uhr
Es ist eigentlich ungeheuerlich, mit was sich in Deutschland höchste Gerichte herumschlagen müssen! Wenn ich sehe, mit welch abgefahrenen, stinkenden Klamotten viele «deutsche» Lehrer in ihren Klassen herumhängen, dann ist doch eine gepflegte Frau mit Kopftuch eine wahre Augen- und Nasenweide für ihre Umgebung. Alleine die Leistung hat zu zählen!
Wie in jedem anderen Beruf auch. Ich weiß, das war bei unserer Lehrerschaft nicht besonders weit verbreitet. Siehe Pisa. Und man sollte nun wirklich allerschnellstens die regelmäßigen Beurteilungen des Lehrkörpers einführen. Und nach diesen Ergebnissen die Entlohnung vornehmen. Und nicht nach Dienstjahren, in denen es egal ist, was geleistet wurde. Lasst die Muslimin doch mit Kopftuch unterrichten. Solange sie nicht anfängt, zu missionieren oder muslimische Schüler bevorzugt, ist doch alles klar.