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Ihre Meinung

04. Feb 2003 12:29, ergänzt 17. Feb 2003 11:40
Leserbriefe vom Februar 2003.

Ralf Jakubaschk
Betr.: Irak-Konflikt
17.2.2003, 09:49 Uhr
Ob man den Herrn Schröder mag oder nicht, muss man ihm leider zustimmen: Es darf da unten keinen Krieg geben. Der Krieg würde die Wirtschaft in ein unübersehbares Debakel stürzen, würde wahrscheinlich zur einer Weltwirtschaftskrise führen. Auch würde man damit nichts am Terror in der Welt ändern. Amerika hätte das nicht nötig, wenn es mit mehr Intelligenz vorgehen würde. Wie aber soll das gehen, wenn in Amerika ein Präsident an der Macht ist, der die Intelligenz eines achtjährigen Schülers hat?


Andreas Georg Böck Bobinger, Augsburg
Betr.: Irak-Konflikt
16.2.2003, 10:52 Uhr
Schön, dass wir in einer Demokratie leben. Wir dürfen auf der Strasse gegen den Krieg demonstrieren. Doch wenn wir alle zum Großteil gegen diesen Krieg sind, wie kommt es dann, dass eine gewählte Mehrheit regiert die nur eine Minderheit vertritt? Sind nicht die Volksvertreter gewählt worden um genau das nicht zu machen, was sie jetzt machen? Oder ist es schlicht und einfach egal, wer gerade regiert?

Nicht nur, dass diese demokratisch gewählten Politiker die Meinung ihrer Wähler mit Füssen treten, sie besitzen auch noch die Frechheit ihre persönlichen Meinungen als die des gesamten Volkes zu propagieren. Aber da wir in einer Demokratie leben, dürfen wir auf die Strasse gehen und dafür oder dagegen demonstrieren.


Gunther Schirmer, Leipzig
Betr.: Netzeitung
14.2.2003, 14:14 Uhr
Seit einiger Zeit bin ich schon Leser der Netzeitung. Ich muss sagen, ich will sie nicht mehr missen. Nachdem ich nun in Ruhestand bin, habe ich auch die Zeit für ein sorgfältiges Studium. Besonders gefällt mir die neutrale, sympathische Berichterstattung ohne Verdacht auf eine parteipolitische Ausrichtung. Note: Sehr gut. Bitte weiter so.


Eva-M. v. Nerling, Hamburg
Betr.: München erlässt Verbot für «Körperwelten»
12.2.2003 09:37 Uhr
Stell Dir vor, von Hagen obduziert, und keiner geht hin.


Ingo Klamann, Düsseldorf
Betr.: Al Dschasira sendet neues Bin-Laden-Band
11.2.2003 22:28 Uhr
Wie dünn muss eigentlich die Beweislage für eine Zusammenarbeit zwischen Al Qaeda und dem Irak sein, wenn Colin Powell schon das Säbelrasseln Bin Ladens als «Beweis» heranzieht?

Anders gefragt: Würden Sie, wenn Sie als Terroristenführer möglichst großen Nutzen aus dem Säbelrasseln der Amerikaner ziehen möchten, nicht genau diese Solidaritätsadresse an den Irak formulieren?


Torsten Hinrichs
Betr.: Netzeitung
10.2.2003 19:07 Uhr
Seit Monaten ist Ihre NETZEITUNG meine Startpage im Internet. Ich war immer wieder positiv überrascht, wie schnell, detailliert und verständlich Ihre Artikel sind. Nun habe ich gerade auf «Meine Netzeitung» einen IAEA-U2-Artikel von 18.50 Uhr gelesen. Wie aktuell dieser Artikel von Ihnen ist, kann man daran sehen, dass das RTL-Nachrichtenmagazin diese Meldung als «Eilmeldung» um 18.55 (!) Uhr in der Sendung gebracht hat. Ich glaube auch nicht, dass die WELT, FOCUS,FAZ oder DER SPIEGEL schneller sind. Respekt! Ich bin mal wieder positiv überrascht.

Überhaupt gefällt mir «Meine Netzeitung» ziemlich gut. Am letzten Wochenende habe ich mir mal die «Konkurrenz» im Netz näher angesehen. My FAZNet, DIE WELT, SUEDDEUTSCHE. Kurzum unterm Strich: keine Konkurrenz! Die Netzeitung ist übersichtlicher, ggf. ohne Werbung, SMS-Eilmeldung, kostengünstig und vor allem schnell! Was will man als Internet-User eigentlich noch mehr?!

Nach so viel Lob, sollte mir ja auch etwas negatives ;-) einfallen ?!? .. Allerdings fällt mir spontan noch nichts ein! Ich werde Ihre Page weiterempfehlen, bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg!!


Matthias Steinecker
Betr.: Irak-Krise
6.2.2003 10:46 Uhr
Natürlich darf bedauert werden, dass Europa nicht mit einer Stimme spricht und also eine Chance vergeben wird, eine starke Wirtschaftsgemeinschaft mit einer gemeinsame außenpolitische Haltung zu verbinden. Einmal davon abgesehen, ob sich das wirklich jeder gewünscht hätte, verwundert mich der einheitliche Berichterstattungstenor, dass Deutschland und Frankreich die «Spalter» seien. Eine gemeinsame europäische Meinung wäre doch sicher vorhanden, wenn die drei Großen einig wären.

Warum ist es offenbar «nicht korrekt» festzustellen, dass Großbritannien der Außenseiter sei? Deren geradezu militanter Wille, im nahen Osten bei der Neuordnung der Machtverhältnisse zu agieren, macht mich nachdenklich. Ist nicht der ganze Spannungsherd durchzogen von Grenzen, welche Erfindungen des britischen Kolonialministeriums aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts sind? Und noch eine Frage stellt sich mir, die in der öffentlichen Diskussion bislang fehlt: Wäre denn eine zweiter Irakkrieg erforderlich, wenn der erste nicht zu früh beendet worden wäre - und warum war das so?


Heinrich Banse
Betr.: Rot-Grün streitet über Überflugrechte
3.2.2003 14:20 Uhr
Herr Struck sollte uns Bürgern doch die ungeschminkte Wahrheit sagen! Fakt ist doch, dass nach dem Nato-Statut und dem «Stationierungsvertrag» den Vereinigten Staaten fast unbeschränkte Durchmarschrechte, Manöver und andere Übungen erlaubt sind. Nach einem Zusatzabkommen von 1982 haben die USA auch Anspruch auf den Schutz ihrer Soldaten durch die Bundeswehr.

Hohe Offiziere der Bundeswehr betrachten sich laut FAZ-Sonntagszeitung vom 19.Januar 2003 als «Heloten der Amerikaner». (laut Meyers Lexikon: «Staatssklaven») Das, was uns Herr Struck als gütiges Zugeständnis an die Amerikaner verkaufen will, ist nicht freiwillig sondern Zwang!


Karl-Hartmut Blesik
Betr.: Transrapid könnte teurer werden
3.2.2003 9:49 Uhr
Die Deutsche Bahn AG hat sich schon immer als Bedenkenträger gegen die Magnetbahntechnologie hervorgetan. Am 5.2.2000 war es Hartmut Mehdorn, der die Entscheidung gegen die Strecke Hamburg-Berlin durchgesetzt hat, obwohl alle anderen Beteiligten, insbesondere das Industriekonsortium, die Voraussetzungen geschaffen hatten. Jetzt ist er freudestrahlend in die beiden Projekte in München und NRW eingestiegen, wohl wissend dass seine «Spezialisten» mit ihrer eifrigen Mitarbeit jedwedes sinnvolle Ergebnis verhindern werden. Die müssen sich nämlich schon fragen lassen, warum sie erst jetzt die neuen Risiken entdeckt haben, nachdem die Entscheidung schon lange gefallen ist?

Dass die DB AG nicht rechnen kann hat sie bei allen Neubauprojekten deutliche unter Beweis gestellt. Wer glaubt ihr eigentlich noch ein Wort? Jene Politiker, die die DB AG immer wieder ins Spiel bringen, sollten sich einmal ernsthaft Gedanken über ihr Tun machen. Es ist schlichtweg verantwortungslos ein derart dilettantisches Unternehmen immer wieder mit Staatsgeldern zu subventionieren und ihm dann auch noch wichtige Aufgaben zu übertragen. Herr Eichel sollte bei seinen Sparbemühungen einmal dieses beträchtliche Potential ins Auge fassen!


Rüdiger Weida
Betr.: Acht europäische Staaten an der Seite der USA
3.2.2003 07:33 Uhr
Die USA befinden sich derzeit in einer überaus komfortablen Situation.: Sie sind die einzige verbliebenen Weltmacht. Russland ist nicht mehr ebenbürtig, China noch nicht und die EU hat mit sich selbst zu tun. Diese einmalige Gelegenheit gilt es zur endgültigen Durchsetzung der uralten außenpolitischen Maxime «weltweite Sicherung US-amerikanischer Interessen» zu nutzen. Der geplante Krieg zur Erschließung der irakischen Ölreserven ist hierbei nur ein Schritt.

Unerwartet beginnt sich da aber Widerstand zu formen. Europa beginnt die bisherige Gefolgschaft aufzukündigen, eine eigene Meinung zu formulieren und aus dieser auch konkretes Handeln abzuleiten. Das kann unmöglich hingenommen werden. Schließlich geht es nicht nur um das irakische Öl, sonder um die zukünftige Gestaltung der gesamten Welt nach US-Vorstellungen. Es gilt also, die z.Z. unangefochtene Position als Nr. 1 der Weltordnung zu verteidigen. Bei Bananerepubliken waren Stellvertreterkriege ein geeignetes Mittel. Im Falle Europa ist es offensichtlich die Stellvertreterdiplomatie. Den Feind von innen heraus schwächen: Teile und herrsche ist alt wie die Welt. So erklärt sich die kürzlich aus dem Weißen Haus angeregte Initiative von 8 europäischen Staaten.

Wenn die USA dabei sogar auf solche zurückgreifen müssen, die noch nicht einmal Mitglied der EU sind, zeigt das, so stark ist ihre Position in Europa nicht mehr. Die Europäer werden selbstbewusster. Da können sie auch. Die amerikanische Wirtschaft, auf die Europa noch immer als großen Führer sieht, weist nur aus einem Grund bessere Wachstumsraten als Europa aus: Das Land lebt weit über seine Verhältnisse. Bush hat es geschafft, in zwei Jahren den US-Haushalt von einem Plus von 100 Mrd Dollar in ein Minus von 300 Mrd Dollar zu verwandeln. Das Schuldenbereinigte Wirtschaftwachstum liegt unter dem durchschnittlichen europäischen.

Deshalb ist doch noch zu hoffen, dass Europa selbstbewusster wird und dadurch doch noch lernt, mit einer Stimme zu sprechen. Aber nicht, um die USA in ihrem maßlosen Weltherrschaftsstreben zu unterstützen, sondern um dem mit «alten» europäischen Werten zu begegnen.


Dietmar Woikowski
Betr.: Clement wirbt für Mittelstandsoffensive
1.2.2003 16:46 Uhr
Die von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) angestrengte Gründungsoffensive ist keine Initialzündung für die Ankurbelung der Wirtschaft. Die neue «Kultur der Selbständigkeit» ist zwar zu begrüßen, eine von 9 auf 14 Prozent erhöhte Selbständigenquote in Deutschland ist im Kampf gegen die Massenarbeitslosigkeit ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Idee ist gut - kommt aber leider zu spät. In der konjunkturellen Flaute lässt es sich nicht gut gründen. Da hilft auch die frohe Botschaft von Förderprogrammen nicht viel. Denn nach wie vor gilt das «Hausbankprinzip». Demzufolge die Förderkredite von der Hausbank ausgereicht werden. Mit den angepriesenen Förderkrediten der neuen «Mittelstandsbank» werden Existenzgründer wie Hänsel und Gretel ins Hexenhäuschen gelockt. Der Gründer will mit seinem Konzept natürlich sofort loslegen. Die «Hausbanken» halten die Förderprogramme der «Kreditfabriken» bewusst zurück und verschleppen die Anträge. Bei teuren Zwischenfinanzierungen mit 16 Prozent Zinsen und mehr lachen sich die zu Hexen mutierten Banker richtig ins Fäustchen und «verspeisen» den ausgelieferten Existenzgründer. Sinnvoller als jede «Ich-AG» zu fördern, nur um einen Arbeitslosen aus der Statistik zu bekommen, ist es, bestehende Betriebe im Bestand zu sichern. Das fängt bei der überbordenden Bürokratie an, die abgebaut werden muss. Jährlich werden Unternehmen in Deutschland mit Bürokratiekosten in Höhe von 30 Milliarden Euro belastet. Ebenfalls mitverantwortlich für die hohe Anzahl der Konkurse in Deutschland ist der restriktive Kurs der Banken bei der Vergabe von Krediten. Jeden Tag verschwinden 200 Unternehmen vom Markt, die bei etwas mehr gutem Willen noch eine Chance verdient hätten. Bei den kleinen Unternehmern schauen Banker genau, bei den großen wie Kirch & Co. wird großzügig - dank Absegnung von Politikern - hinweggesehen.

Nur der Wettbewerb kann auch den heimischen Banken wieder Dampf machen. Wenn Mittelständler ohne Zweifach-Sicherheiten keinen müden Euro mehr bekommen, suchen sie nach Alternativen. Wie wollen die deutschen Banken nach der Krise das verlorene Vertrauen wieder wettmachen? Wer allein im Regen steht, sucht sich bei Sonnenschein eine andere Bank.

 
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