06. Aug 2002 13:59, ergänzt 28. Aug 2002 09:21
Die Leserbriefe vom August 2002.
Andreas Böck, Augsburg
Betr.:Alliierte bombardieren Ziele in Irak
27.08.2002 23:06 Uhr
Also zuerst mal ein ehrliches Kompliment. Ihr seid eine Klasse für sich. Habe gerade die Artikel über den Angriff der USA nach Kanada geschickt. Dort ist gerade die neueste Nachricht, dass Diskussionen über einen Präventivschlag geführt werden. Von Angriff auch in der engl. Presse nichts zu lesen ! Nun wird Euer Artikel mit grosser Skepsis bei den Verlegern herumgereicht. Wie gibts das? Seid Ihr soviel besser oder was? Mir soll's recht sein.
Karl-Heinz Herrmann
Betr.:Neuer Streit um Unwetter-Warnungen
21.08.2002 18:11 Uhr
Der Streit zwischen Herrn Kachelmann und dem deutschen Wetterdienst sollte vor Gericht gehen. Wenn nämlich der Deutsche Wetterdienst tatsächlich rechtzeitig vor dem Unwetter gewarnt hat, dann müssen in sehr vielen Behörden Köpfe rollen, denn es gab ja viele Aussagen von Betroffenen, dass sie eben nicht gewarnt wurden. Eventuell sollten auch die Versicherungen auf Basis dieser Aussagen der beiden Streithähne, gegen viele Behörden auf Schadenersatz klagen. Damit endlich in den Amtsstuben aufgewacht wird. Dieser Aussage des Deutschen Wetterdienstes sollten sich die Medien anschauen und ihre eigenen Ermittlungen starten, damit solche Schlamperein (sollten sie wahr sein), nicht mehr vorkommen.
Susanne Droege, Berlin
Betr.:Magedeburger Elbfest
20.8.2002 13:44 Uhr
Ich lese regelmässig die Netzeitung und weiss die Aktualität und die Breite des Angebots sehr zu schätzen. Dies hätte mich natürlich längst zu einer positiven Mail veranlassen sollen... Aus gegebenem Anlass muss ich heute allerdings meckern: beim Lesen der Berichte aus Magdeburg stehen mir ehrlich gesagt die Haare zu Berge! Sowohl sprachlich als auch in Bezug auf den Informationsgehalt sind sie eine Katastrophe!
Stephan Bender, Berlin
Betr.:Vor dem Wasser in den Supermarkt geflüchtet
18.08.2002 11:10 Uhr
Das ist eine wirklich witzige und gute Geschichte.... Sie ist vor allem wahr: In der Marktwirtschaft sind die Supermärkte die Kathedralen der Not. Da stört es dann auch wenig, dass Wal-Mart-Leiter NVA-Kompaniechefs waren...
Christian Werni
Betr.:NZ-Spezial: Die Flut
16.08.2002 21:38 Uhr
Ich lebe auch in Sachsen Anhalt, zwar nicht in dem mit Hochwasser betroffenen Gebiet, aber ich lese und höre immer nur die schlauen Sprüche der Politiker. Die schauen nur mal für Werbezwecke vorbei, warum haben die denn Gummistiefel an? Mensch, die sollten man lieber sich in die Reihen der freiwilligen Helfer einreihen und Sandsäcke füllen oder schleppen! Das wäre dann echte volksnahe Politik!
Mario Herberger, Waghäusel
Betr.:Trittin streitet über Ursachen der Unwetter
13.8.2002 15:23 Uhr
Es ist schon verwunderlich, wie schnell Herr Trittin doch den CO2-Zug ins Rollen bringt, wenn das Wetter mal wieder verrückt spielt. Einmal ganz abgesehen davon, dass es offenbar wissenschaftlich immer noch umstritten ist, ob wir nun eine kontinuierliche Erwärmung haben oder nicht, sollte man sich besser über Maßnahmen unterhalten, die wir selbst umsetzen können.
Seit vielen Jahrzehnten werden Bäche und Flüsse in immer engere Korsette gezwängt, man nimmt so die Möglichkeit, das Wasser in die freie Landschaft fließen zu lassen. Die Bebauung wird immer dichter, selbst Flächen, die früher wegen der Hochwassergefahr von Bauverboten belegt waren, werden zur Bebauung freigegeben. Und hinterher wundert man sich, wenn das schicke Traumhaus mit Flussblick vollgelaufen ist. Wenn ausreichend Flächen zur Verteilung des Wassers vorhanden sind, die Bäche in einem natürlichen Bett und nicht in einem Betonkorsett fließen, kann man viel von der Gefahr wegnehmen, die solche Kunstbauten erzeugen.
Starkregen gab es, gibt es und wird es immer geben, mit oder ohne Ozonloch, also sollte man nicht länger von einer treibhausgasfreien Welt träumen, sondern handeln...
Dominik Scholtz-Rautenstrauch, Lenggries
Betr.:MLP-Krise: Büro von Vorstandschef Termühlen mit Wanzen abgehört
9.8.2002 14:30 Uhr
In welchem Land leben wir eigentlich ? Das ist ja wirklich ein Skandal, dass so etwas möglich ist, um einer Firma zu schaden. Ein Skandal aber ist es auch, dass Sie nicht ein Wort der Verurteilung darüber verlieren, im Gegenteil versuchen Sie den Eindruck zu erwecken, als ob MLP oder der Vorstandsvorsitzende Schuld an diesem Vorfall hätte. Was sollen die törichten Bemerkungen über ein «Eingeständnis» Termühlens ? Wenn die Netzeitung mit dieser Art Berichterstattung fortfährt, fliegt sie aus meiner Favoritenseite raus.
Gitte Zaun-Rausch, Wolfsheim
Betr.:Experten: Kein Bodenkrieg gegen Saddam
7.8.2002 15:04 Uhr
Eben habe ich Ihren Beitrag zum obigen Thema mit Interesse gelesen. Ich wohne mitten in Rheinhessen (Wolfsheim), da ist die Pfalz mit dem amerikanischen Stützpunkt Ramstein nicht weit. Mein Mann und ich haben seit Wochen übereinstimmend festgestellt, dass jede Nacht bis in den Vormittag hinein eine Galaxy-Transportmaschine nach der anderen vermutlich mit Rüstungsgegenständen beladen fliegt. Und es scheinen mehr Flüge als im Golfkrieg zu sein. Dies läßt die Vermutung zu, dass die Amerikaner Material zusammenziehen, es also nicht mehr lange dauern kann mit einem Angriff (welcher Art auch immer) gegen den Irak.
Rudi Kerber
Betr.:Thierse sieht Ansehen des Bundestages beschädigt
7.8.2002 9:29 Uhr
Das Ansehen des Bundestages ist nicht etwa durch die Berichterstattung über die private Nutzung von Bonusmeilen beschädigt, sondern durch seine Mitglieder - die Abgeordneten. Jene, die sich nicht an die für sie geltenden Bestimmungen halten.
Wenn Herr Thierse meint, dass die Verwaltung des Bundestages nicht die frei gewählten Abgordneten überprüfen kann, dan ist dies ja wohl nur auf die Ausübung ihrer Mandate zu sehen und nicht darauf, was sich der eine oder andere so nebenbei noch in die Tasche steckt, oder eben nicht aus dieser nimmt, sondern sich an anderer Stelle holt.
Ich bin der Meinung, dass die Bonusmeilen nicht dem jeweiligen «Erflieger» zustehen, sondern der Verwaltung des Bundestages und somit der Bundesrepublik Deutschland. Um als Volksvertretung glaubhaft zu sein, müssten alle Abgeordneten ihre Meilenkontos offenlegen. Tun sie dies nicht besteht meiner Meinung nach der generelle Verdacht des Bonusmeilen-Mißbrauchs. Außerdem könnte doch die Verwaltung des Bundestages nachvollziehen, wer wann wohin geflogen ist. Schließlich wurden diese Flüge ja auch von der Verwaltung bezahlt.
Hierüber ist dann sicherlich auch die Möglichkeit gegeben, die Anzahl der fälligen Bonusmeilen zu errechnen. Wer sie nicht mehr hat, muß dann nachweisen wofür er sie gebraucht hat. Sind die Bonusmeilen dann nicht für Flüge zur Mandatsausübung verwendet worden, können sie nur für private Zwecke mißbraucht worden sein. Neben dem Verstoß gegen eine geltende Regelung für Mandatsträger sehe ich hier auch noch steuerliche Aspekte in Erwägung zu ziehen. Ist es nicht ein sogenannter geldwerter Vorteil, der da in Anspruch genommen wurde. Und geltwerte Vorteile sind meines Wissens nach zu versteuern. Ich möchte mal wissen, wer das gemacht hat.
Eva-Maria Nerling, Hamburg
Betr.:Einwanderer aus dem Nahen Osten «kultivierten» Europa
7.8.2002 8:52 Uhr
Nein, es wird so gewesen sein: Ein Pflug wurde aus dem mittleren Osten, sagen wir, Iran, per Karawane nach Österreich verfrachtet. Absender: Das Test-Team Isfahan. Adresse: Der Alte vom Oberen Acker in Mödling bei Wien. Frachtkosten: drei Scheffel Weizen. Der Empfänger erhält das Ding: Ja, sakra, wos machmer damit? Eildepesche auf Rennkamel: Objekt technisches Rätsel, bitte Experten schicken, der meine Mitarbeiter einweist. Glauben die Archäologen wirklich, so ein Pflug macht sich allein nach Nordwesten auf?
Herbert J. Dettenthaler, Würzburg
Betr.:Müntefering und Lufthansa stellen Strafanzeige wegen Bonusmeilen-Affäre
3.8.2002, 11:27 Uhr
Nachdem weder Bundestagsverwaltung noch Justiz den Missbrauch der Bonusmeilen prüfen oder zu ahnden beabsichtigen, wird jetzt der irgendwo sitzende «Petzer» gesucht. Herr Müntefering, der weiß Gott in NRW aufzuräumen hätte, erstattet, wie auch die Lufthansa AG, Strafanzeige gegen Unbekannt, um den Missetäter ausfindig zu machen.
Kein Wort höre ich in diesem Zusammenhang von den «Ersttätern», jenen nun namentlich bekannt werdenden Abgeordneten, die gegen ausdrücklichen Hinweis ihre Bonusmeilen, die der Steuerzahlen finanziert hat, privat nutzten. Die SPD kämpft, wahltaktisch in größter Sorge, in vorderster Linie, die Grünen unmittelbar dahinter. Ein übler Geruch macht sich breit. Darüber nachzudenken sollte sich für jeden Wahlberechtigten lohnen.
Peter Lipp
Betr.:Thierse beklagt strafbare Verletzung des Datenschutzes «durch Unbekannt»
2.8.2002, 16:59 Uhr
Wenn seine Lehrerkollegen in die Kasse greifen, handelt der gelernte Lehrer Thierse nach dem Berufsmotto: «Vormittags habe ich recht und nachmittags frei.» Bis Donnerstag machte er sich lächerlich mit seinem Ultimatum an die Lufthansa, den Datenschutz zu verletzen. Jetzt will er Strafanzeige gegen unbekannt stellen wegen Verletzung des Datenschutzes. Soll er doch lieber Strafanzeige stellen wegen Anstiftung zur Datenschutzverletzung. Dort ist der Täter wenigstens bekannt.
Klaus Löber
Betr.:Fuchs und Müntefering werfen Steuerzahlerbund «Hetzjagd» vor
2.8.2002 10:16 Uhr
Wenn die Abgeordnete Fuchs der Meinung ist das der Steuerzahlerbund in seiner Vorgehensweise die Demokratie beschädige, dann kann ich nur damit Antworten, das Politiker mit ihrer Vorgehensweise (Nehmer-Mentalität) die Demokratie mehr schädigen als der Streuerzahlerbund es je tuen kann.
Ein Politiker (Beamter) hat eine «Vorbildrolle». Aber dem Volk Wasser predigen und selber den teuersten Wein geniessen paßt nicht in die Vorbildrolle rein.