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Ihre Meinung

05. Okt 2001 11:50, ergänzt 27. Okt 2001 14:22
Die Leserbriefe im Oktober 2001

B. Schnell, Viernheim
Seit einiger Zeit ist diese Adresse für mich Standardadresse für Nachrichten über das Internet geworden! Also - vielleicht kommt es ja nicht häufig vor - ein großes Lob und ein Dankeschön an Euer Team für die qualifizierten Nachrichten und den übersichtlichen Internetauftritt!


Heinz T.Munz, Vancouver, Kanada
Ich möchte Ihnen mein Lob aussprechen für Ihre ausgezeichnete Zeitung. Hier und in den USA kann man nur lesen oder sehen was vorher zensiert wurde, also uninteressant ist. Es wundert mich nur, dass ausgerechnet in Deutschland eine solche Zeitung heraus kommt und ich bin sehr erfreut darüber.


Markus Preuss, Leer
Ich wollte Ihnen nur einmal mein Lob aussprechen. Mit Ihren Berichten über den «Terrorkrieg» sind Sie eins der seltenen Organe, die wirklichkeitsnah und unabhängig berichten. Bitte machen Sie weiter so. Ich lese Ihre Site mehrmals täglich und fühle mich durch den ständig aktualisierten Nachrichtenstrom weniger außen vor. Bei einigen News-Sites hat man das Gefühl, irgendwie bevormundet zu werden.

Aber ich finde, das die Wirklichkeit grausam genug ist und die Menschen es verdient haben wenigstens zu erfahren was und wann wo passiert ist (ohne jegliche Vorbehalte)


Gerd Ballay, Detmold
Betr.: Diagnose Lungenmilzbrand bei toten Postmitarbeitern bestätigt
Ich bin selbst seit 1974 Zusteller der Deutschen Post AG. Als erfahrene Kraft ist mir in der jetzigen Zeit auch nicht ganz wohl im Bauch.

Wilhelm Borgmann, Bünde/Westfalen
Betr.: Terror-Krieg
Dieses Unternehmen ist nicht nur eine Sache der USA, sondern es geht uns ganz genau so an! Die zur Zeit typisch deutsch feige Haltung der Bundesregierung ist: Kamerad geh vor - Ich hol Kaffee!


Wolfgang H. Zerulla, Arbeitskreis Tierschutz der SPD, Bezirk Hannover
Betr.: Legehennen bekommen mehr Platz
Die Einigung am 19.10. im Bundesrat über die neue Hennenhaltungsverordnung ist ein großer Fortschritt für den Tierschutz sowie auch für die Verbraucher, die ein Recht auf Medikamenten-, Nikotin- und Hormonfreie Tierprodukte haben. Das Geschrei der Massenproduzenten war vorhersehbar, lassen sich doch Tiere und Tierprodukte nur mit größerem Aufwand und somit verringerten Profitspannen erzeugen wenn die Tiere einigermaßen artgerecht gehalten werden müssen.

Und das ist auch gut so! Die angeblich gefährdeten Arbeitsplätze sind eine Zwecklüge, denn zu artgerechter Tierhaltung werden mehr und vor allem qualifiziertere Mitarbeiter benötigt als für die bisherige tierquälerische Käfighaltung. Das diese nun in absehbarer Zeit tatsächlich beendet wird ohne durch die Mogelpackung von Minister Bartels oder die längere Übergangsfrist nach bayerischem Vorschlag verlängert zu werden ist ein großer Sieg für die vielen Tierschützer, die sich innerhalb und außerhalb der Parteien vehement für tatsächliche Verbesserungen und gegen faule Kompromisse eingesetzt haben !


Sasa
Betr.: Schily plant generelle Ausweisung ausländischer Gewalttäter
Herr Schily will ausländische Gewalttäter ausweisen - bedeutet das, die Deutschen dürfen Gewalttäter sein? Herr Atta war sehr anständig und hat trotzdem ein Flugzeug auf ein Hochhaus gestürzt.


Jens Bahr, München
Ihren Beitrag zum Papier, Transport, Stress etc. sparen finde ich ganz hervorragend! Für dieses Außerordentliche Angebot würde ich sogar meinen Unkostenbeitrag entrichten!


Klaus Kolbe, Duisburg
Die NZ ist aktuell und redaktionell «gut gemacht». Anzeigen finanzieren mit die Ausgaben der Zeitung und sollten - soweit wie möglich - auch an den Endstellen der Zeitung platziert werden, um einen lesefreundlichen Einstieg auf einer Seite zu fördern.

Wolfgang Teschner
Betr.: Kommentar: Wunderwaffen machen blind für die Ursachen des Terrors
Wieder ein Spitzenartikel von dieser Autorin! Ich bin zu einer sehr ähnlichen Einschätzung der Lage gekommen, insbesondere zu dem Finale «Es gibt aber keinen finalen Zustand und keinen letzten Krieg. »

Auch der 1. Weltkrieg sollte - aus alliierter Sicht wenigstens - der «war to end all wars» sein, wofür Millionen grauenhaft gelitten haben. Und «das Dogma der Vernichtungsschlacht» beherrscht das Denken von Militärs und Politikern seit Jahrtausenden.

Friedemann Prose, Kiel
Betr.: Atomkraftwerk in den USA bedroht
Warum wird in der bestehenden Gefährdungssituation in Deutschland nicht das geltende Atomgesetz umgesetzt ? Ende September habe ich in einem offenen Brief an den Bundestag argumentiert, dass §17, Absatz 5 des geltenden Atomgesetzes z.B. in Bezug auf die schleswig-holsteinischen AKWs zur Anwendung kommen muss.

Verkürzt: a) durch die bestehenden Sicherheitsmängel der AKWs (kein ausreichender Schutz vor dem Absturz von Passagierflugzeugen, das betrifft die Reaktorhülle und die Kühltürme. Lage im Einzugsgebiet des Großflughafens Hamburg ) plus durch die terroristische Bedrohungslage (was soll hier die «konkrete» Bedrohung sein, die angeblich nicht vorliegt ?) besteht eine erhebliche Gefährdung für Leib und Leben im Sinne von § 17,5 des Atomgesetzes.

b) Diese Gefährdung lässt sich nicht durch nachträgliche Auflagen (etwa Nachrüstung der Reaktorhülle von Brunsbüttel) beseitigen.

c) Aus a) und b) folgt, dass nach dem Atomgesetz § 17,5 der Widerruf der Betriebsgenehmigungen zu erfolgen hat. Das liegt sowohl in der Kompetenz des Bundes als auch der Länder.

Eine argumentative Stellungnahme zur (Nicht-)Anwendbarkeit von § 17,5 des Atomgesetzes konnte ich bisher von Politiker/innen-Seite nicht erhalten.

Michael Koop
Gestern habe ich ihre Zeitung entdeckt und bin sehr angetan von der Übersicht, Aktualität, Qualität sowie der vielen Querverweise zur umfassenden Information zu einem Themenbereich; auch die Bilder sind sehr eindrucksvoll. Sie haben einen neuen, begeisterten Leser gefunden. Weiterhin viel Erfolg und Kraft für ihre Arbeit.

Stephan Ammann
Betr.: Grünen-Chefin Roth fordert Feuerpause in Afghanistan
Deutschland ist zu einem Haufen von Feiglingen und Drückebergern verkommen. Ich bin froh als Deutscher in New York zu leben, unter mutigen und tatkräftigen Menschen. Man kann nur hoffen, dass Kanzler Schroeder standhaft bleibt gegen diese provinziellen, kleinbürgerlichen Grünen. Man ist stolz, New Yorker zu sein, aber man muss sich schämen aus Deutschland zu stammen.

Peter Helbing
Betr.: Friedensdemonstrationen
Die Ursachenforschungen und Erklärungen welche man allerseits vernimmt, sind ja schön und gut, jedoch völlig verfehlt. Letztlich führen sie zu einer Hinnahme des Terrors. Im Schockzustand der ersten Tage nach dem sadistischen Massenmord kam es zu einer erstaunlich geschlossenen und konsequenten Reaktion der westlichen Welt.

Währenddessen bereiteten Tausende von Handlangern bewusst und unbewusst die 2. Phase des Krieges vor, die weltweite Organisation von Antikriegsbewegungen. Mit minimalen Aufwand , spärlichem Einsatz von Milzbranderregern, bewirkt bin Laden dieses: Panik in den Vereinigten Staaten ohne jedoch durch weiteren Massenmord die Friedensbewegten an ihrem Tun zweifeln zu lassen.

Ein paar Dutzend Anthrax-Tote kann man hinnehmen. Die Strategie der Terroristen ist teuflisch intelligent und kennt die Schwächen der westlichen Welt genau. Vor allem in ihrer wichtigsten Basis Deutschland läuft es wohl zu deren vollen Zufriedenheit.

Markus Keßler
Ich bin durch Zufall auf die Zeitung aufmerksam geworden. Hab mich dann mal ein wenig umgesehen, und einiges gefunden was mich interessiert. Ziemlich viel Multimedia gibt es ja, besonders die Filme find ich gut.

Hier kann man mehr machen, als bei einer normalen gedruckten Zeitung. Weiter so.


Jonny Haze
Betr.: Interview mit «Attac»
Wie können Sie über eine Organisation wie dieses attac-Netzwerk berichten? Ich habe mich gerade auf deren Webseite umgesehen. Das ist radikale kriminelle Antiglobalisierungs-Szene! Diese Leute versuchen den islamistischen Terror für ihre eigenen Ziele zu verwenden und davon zu profitieren! Unter dem Deckmantel von Humanität und Friedensliebe. kleinbürgerlicher Nihilismus in übelster Form.

Die Bush-Regierung hat völlig recht, wenn sie Deutschland als unsicheren Bündnispartner einschätzt. Schließlich befindet sich in unserem Land die wohl wichtigste Infrastruktur des Feindes in der westlichen Welt. In meiner Heimat im mittleren Ruhrgebiet wage ich ja kaum noch eine USA-freundliche Meinung zu zeigen!

Haben die, die jetzt eine internationale Antikriegsfront aufbauen, auch ähnlich auf den Terror der Taliban reagiert? Wer verschuldete denn die gegenwärtige Hungerkatastrophe in Afghanistan? Mit oder ohne Krieg werden diesen Winter Hunderttausende sterben. Und dann ständig Interviews mit Exil-Afghanen hier in Deutschland, die das Elend anklagen, das die Amerikaner nun über ihr Land bringen! Bis gestern haben diese als Grund ihrer Flucht noch das Terror-Regime der Taliban angegeben!

Ich denke ernsthaft darüber nach, in die USA zu emigrieren, hier ist der Krieg verloren.


Jacqueline Lissy
Betr.: Botho Strauß: Kampf der Bösen gegen die Bösen
Ich bin der gleichen Ansicht wie Botho Strauß. Der eine ist nicht besser wie der andere. Wobei ich damit nicht sagen will dass die Anschläge in den USA gut geheißen werden sollen. Die einen Rufen zum «Heiligen Krieg» auf und die USA bezeichnet jetzt schon die Soldaten die am Krieg teilnehmen oder teilnehmen werden als «Helden».

Auch das ganze Geld was bei der Angelegenheit wieder verpulvert wird ist viel zu viel. Zuerst wird das Land zerstört und Milliarden für Waffen ausgegeben und in der gleichen Zeit müssen wir wieder Millionen dafür bezahlen dass das Land wieder aufgebaut wird. Ich finde der deutsche Staat sollte sich aus der Angelegenheit raushalten und das Geld lieber für unser Land verwenden. Aber das wird er wohl nicht tun und die nächste Steuererhöhung grüßt dann schon.


Frank Bothmann
Betr.: Der Fall Wickert
Die Reaktionen auf die Äußerungen von Herrn Wickert erschüttern mich, weil sie so harsch sind und aus einer geistigen Enge heraus kommen und weil sie wieder so typisch deutsch sind. Erschreckend oder zumindest sehr schade ist es, dass dem Mainstream folgend eifrig dem «Guten» (unserem amerikanischen Freund) gerecht werden geplappert wird, (Frau Merkel fordert den Rausschmiss von Wickert) und das «Böse» (bin Laden) eifrig angeprangert wird.

Die Berichterstattung der letzten Wochen hat deutlich gezeigt, dass eine wesentliche Ursache für den Terror im Nahostkonflikt zu finden ist. Hier wurde der Krieg mit den Selbstmordattentätern erprobt und ist nun in die Welt exportiert worden.

Es ist höchste Zeit in diesem Konflikt zu anderen Einschätzungen zu kommen. Auch deutsche Politiker, gerade der jüngeren Generation sollten endlich zu einer eigenständigen Position finden, die sinnlose Gewalt gegen Völker missbilligt. Unsere deutsche Vergangenheit muss uns auch dazu bringen können aus «einer historischen Verantwortung» heraus die israelische Gewalt zu verurteilen.

Wenn wir auf einen Kampf zwischen Gut und Böse verharren, begeben sich die Amerikaner und die Anti-Terror-Allianz auf eine Ebene mit Herrn Scharon oder auch bin Laden, die eine «Auge um Auge»-Ideologie verfolgen - und das entspricht einer Geisteshaltung die weit vor dem Mittelalter verbreitet war.

Wolfgang Osinski
Betr.: Die Freiheit des Wortes gilt auch für Wickert
Im Gegensatz zu Ihrem Autor sähe ich die Meinungsfreiheit nicht bedroht, wenn man Herrn Wickert ein TV-Verbot erteilen würde. In meinen Augen hat er durch seine Äußerungen die von ihm zu erwartende Glaubwürdigkeit verspielt. Bush gleiche Denkstrukturen wie Osama bin Laden zu unterstellen, ist mehr als ein Fauxpas.

Querdenken ist nicht nur erlaubt sondern notwendig. Die Rolle des Westens kritisch zu hinterfragen, das soll sein. Das vergossene Blut von 6000 Menschen als Katalysator für mehr Weltgerechtigkeit und Menschlichkeit. Aber wenn ein intellektueller Tiefflieger (bei einem guten Roten?) für ein Szeneblatt Schwachsinn textet, leistet er keinen Beitrag zur Aufklärung. Man muss einfach nur staunen. Über Wickerts Denkstrukturen, zum Beispiel.

Heinrich Damm, Aachen
Gerade wollte ich Euch gratulieren zu solch aktuellen, anspruchsvollen Artikeln, mit nur minimaler Werbung. Ich wollte schon gerade fragen, wer Euch denn finanziert?

Aber seit ein paar Tagen wird auch auf Eurer Einstiegsseite gezappelt und gewackelt. Schade. Werbung: okay, aber geht das nicht bitte, bitte auch ohne Animationen?

Frank Miener
Gerade in der Zeit der schnellen Information über das Internet bevorzuge ich Ihr Angebot für meine aktuellen Information. Daher ist die Netzeitung meine Startseite. Ich kann für meine Arbeit als Journalist hier einiges herausziehen. Auch Konzept und Layout gefallen mir sehr gut. Machen Sie weiter so.

Philip Dammann
Ich lese Ihre Zeitung gerne, aber ich finde, daß auch Sie bisweilen sorgfältiger in Ihrer Wortwahl sein müssen. Habe gerade Ihren Artikel «Französischer ISLAMIST sagt sich von Bin Laden los» gelesen und dabei auch erfahren, daß im Zusammenhang mit seiner Verhaftung weitere 7 ISLAMISTEN festgenommen wurden. Warum in aller Welt wählen Sie nicht stattdessen die Begriffe «Terroristenführer, mutmaßliche Terroristen» o.ä.? Ich brauche Sie auf den Unterschied in der Wirkung wohl kaum hinzuweisen. Ich hoffe, daß Sie ebenso wie ich der Meinung sind, daß es gegen den Terrorismus geht und nicht gegen den Islam. Die Worte quasi synonym zu nutzen, ist ungerecht und darüber hinaus m.E. auch sehr gefährlich.

Abgesehen davon erneuere ich mein Kompliment für Ihre Zeitung, und ich werde Sie sicher weiter lesen!

 
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