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Leserbriefe August 2008

07. Aug 2008 15:59

Ihre Meinung zu aktuellen Themen. Achim Wolf
28. August, 08:01
Zur Kaukasus-Krise
Nach Frau Merkels Ansicht müsse die EU mit Russland über die „gemeinsame Wertebasis“ reden. Damit denkt sie wohl an die Untertanen-Haltung der EU, insbesondere von Deutschland, gegenüber den USA und allen von Ihnen aus eigennützigen Gründen «beschützten» Staaten wie z.B. Georgien. In diesem Konflikt wird offensichtlich nicht mehr nach Ursache und Wirkung gefragt resp. danach, wer den Konflikt ausgelöst hat. Es werden weiterhin in arroganter Weise vom «guten» Westen die alten Klischees gegen das «böse» Russland aufgewärmt, ohne zu fragen, ob denn Russland vielleicht im Recht war mit dem Einmarsch nach Georgien. Frau Merkel verteidigt alles als moralisch richtig und gut, was von den USA für gut befunden wird. Eine eigene Meinung, geschweige denn einen objektiven Standpunkt, scheint sie dabei nicht zu haben. Europa und Deutschland sollten sich viel mehr in Richtung Osten orientieren und endlich einen neutralen Standpunkt einnehmen, anstelle für immer und ewig ein treuer und gefügiger Vasall der USA sein zu wollen.

Herbert Gaiser
27. August, 13:44
Die Rolle Moskaus im Kaukasus-Konflikt
Der Bruch des Völkerrechts durch Russland durch die Besetzung und Anerkennung Abchasiens und Südossetiens als selbständige Staaten, sowie die nach wie vor bestehende Besetzung von Teilen Georgiens ist kein Zeichen für eine Weltmacht, die Russland ohnehin nicht mehr ist. Derartige Praktiken werden heute nur noch von sogenannten Schurkenstaaten angewendet.

Steffen Seiler
22. August, 10:24
Fortsetzungsgeschichte
ich finde es super - man freut sich jeden Tag darauf, zu lesen wie es weitergeht. Ich weiss nicht, ob ich die Geschichte als Buch kaufen würde, aber es ist witzig geschrieben, eine interessante Betrachtung der Kulturen.
Der Reiz erhöht sich durch die «Wartezeit» - was im Buch ja nicht so wäre.
An Herrn Broicher und die Netzeitung: Vielen Dank für die nette «Untermalung» der Spiele.
Ich hoffe auf weitere Gelegenheiten für diese Art Literatur.

Detlef Damen
18. August, 00:45
Clement und die SPD
Der Fall Clement zeigt nur zu deutlich die wirtschaftlichen und
politischen Verflechtungen in Deutschland. Clement vertritt heute als Aufsichtsrat von RWE-Power klar die Interessen des Atomkonzerns, der mit einer Verlängerung der AKW-Laufzeiten Riesengewinne erzielen würde. Dabei schreckte er noch nicht einmal davor zurück, seine Parteigenossin, die für das Amt als Ministerpräsidentin in Hessen kandidierte, ganz bewusst auszubremsen, um den von ihr angekündigte Ausstieg aus der Atomenergie in Hessen zu vermeiden. Die Entscheidung Clement aus der SPD auszuschließen ist nur zu befürworten und ein wichtiges Signal für die Zukunft. Es wäre wünschenswert, wenn die SPD und ihre Entscheidungsträger endlich wieder zu ihren sozialen Wurzeln zurückfinden würden

Achim Wolf
15. August, 09:17
Zum Georgien-Konflikt
Michail Gorbatschow hat die Ursachen des Georgien-Krieges treffend analysiert. In dreister Rattenfänger-Manier haben die USA den georgischen Präsidenten Saakaschwili aufgebaut und als gefügige Marionette benutzt, um ihre Machtgelüste im Dunstkreis Russlands weiter voranzutreiben. Saakaschwili hat dem falschen Freund vertraut und größenwahnsinnig einen Krieg vom Zaun gebrochen. Heuchlerisch wie Schakale warnen jetzt die US-Machthaber die Welt vor dem russischen Bären, den sie selbst bis auf Blut gereizt haben und geben sich selbst lügnerisch als das friedliebende Unschuldslamm aus.

Achim Wolf
04. August, 15:19
Demonstrationen bei Olympia
Die Gewalt sowie die Menschenrechtsverletzungen Chinas werden nicht vom chinesischen Volk, sondern von den Machthabern gesteuert. Dafür ist das friedliebende Volk nicht haftbar zu machen, denn dieses hat in China so gut wie nichts zu sagen, sondern nur zu gehorchen. Die Machthaber Chinas sind mit ihren zahlenmässig überbordenden Militärs, mit der Polizei und mit den Sicherheitsbeamten usw. zu mächtig als dass sich das Volk zur Wehr setzen könnte. Wenn eine Änderung zum Besseren eintreten soll, dann kann das nur allmählich geschehen, und zwar derart, dass sich das Volk langsam zusammentut und durch Verhandlungen immer bessere Wege fordert und beschreitet, damit die Machthabenden beeinflusst werden, ihr Gehabe und ihre Ansichten und Meinungen ändern und langsam menschlicher werden. Krawalle, Demonstrationen und sonstige Gewalt jener, die sich nur in Hass, Rachsucht und Feindschaft gegen China erheben, tragen nicht dazu bei, dass auch China lernen und friedlich werden sowie von seinen Menschenunwürdigkeiten und seiner Gewalt loskommen kann.

Rüdiger Kammerhoff
04. August, 15:19
In die Wüste mit Verdi-Chef Bsirske
Mit den von Mitgliedsbeiträgen finanzierten Gewerkschaftsbossen ist es wirklich nicht zu fassen. Die haben vollkommen die Bodenhaftung verloren.
Nach Steinkühler, Zwickel, Volkert, Uhl, Lenz und Sudholt nun noch Bsirske, der als stellvertretender Aufsichtsratschef seine Leute gegen Lufthansa streiken lässt und selbst dabei, mit Gattin natürlich, vollkommen geräuschlos von Berlin auf Kosten der Lufthansa „First-Class“ in die Südsee jettet.

Wir haben großes Glück, dass es noch sehr gute Journalisten in unserem Lande gibt, die diese Abzocker entdecken und öffentlich machen. Nur während in den Medien von einer Vergünstigung für Bsirske von 10.000 € berichtet wird, liegt sein tatsächlicher geldwerter Vorteil bei über 20.000 €.

Natürlich lässt Bsirske verlauten, dass sein von Politikern geforderter Rücktritt nicht in frage kommt, sondern er aufgrund seiner Fehleinschätzung in der öffentlichen Wahrnehmung nur die Flugkosten großzügigerweise der Lufthansa erstatten wolle.

Aber es kommt noch dicker. Gleich nach Veröffentlichung seines Luxustrips in der „Bild“ einigte sich Verdi schnell mit der Lufthansa zu unakzeptablen Bedingungen für die Mitarbeiter. Wer hier keinen Zusammenhang mit der Bsirske-Reise sieht, der ist wirklich blind. Man kann nur hoffen, dass der Tarifabschluss in der Urabstimmung abgelehnt wird und der Rückflug von Bsirske bestreikt wird, so dass er in der Südsee bleiben muss.

Dieses wird alles ermöglicht durch das Betriebsverfassungsgesetz, das den Betriebsräten eine Macht gibt, mit der sie zum Wohle der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht umgehen können. Man darf schon gespannt sein, welcher Gewerkschafter als nächster in die Falle tappt.

 
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