30. Apr 2008 12:04
Eine große Menge Kunstschätze mittelamerikanischer Hochkulturen, verpackt in kleinen Kisten, ist in München sichergestellt worden – doch bisher sind sie noch nicht als gestohlen gemeldet. Der Sammler ist auf freiem Fuß.
Wie die Sammlung zustande gekommen ist, sei derzeit noch unklar, hieß es von Seiten der Polizei. Die Sammlung wurde 1997 in Santiago de Compostela ausgestellt. Bislang gebe es keine Erkenntnisse, dass die Kunstwerke gestohlen oder geraubt worden seien. Auch wie die in Kisten verpackten rund 90 Kubikmeter Kunstgegenstände genau nach München kommen konnten, ist derzeit unklar. Nach Angaben aus Costa Rica seien sie bereits in Spanien in amtliche Sicherheitsverwahrung genommen worden, um die Besitzverhältnisse zu klären. Dennoch habe der 66-jährige Kunstsammler den Transport organisieren können. Eine Ausfuhrgenehmigung gibt es nach ersten Erkenntnissen nicht. Es liege zwar nahe, dass der Transport strafrechtlich relevant sein könnte, erklärte die Polizei. Der Sammler blieb aber auf freiem Fuß. Es müsse zuerst geklärt werden, ob eine Straftat vorliege, sagte Polizeisprecher Ludwig Waldinger. Es könne schließlich auch sein, dass ihm die Sammlung gehöre.