Der iranische Publizist Bahman Nirumand bezeichnete die Theateraufführung von Salman Rushdies «Satanischen Versen» in Potsdam und den antiislamischen Film des niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders als Formen «psychologischer Kriegsführung». Die Freiheit der Kunst sei in solchen Fällen nur ein Vorwand für «pure Provokation», sagte der in Deutschland im Exil lebende Nirumand am Montag im Deutschlandradio Kultur. «Ich kann versichern, dass die Fundamentalisten das sehr, sehr dankbar aufnehmen. Daraus schlagen sie doch Kapital. Das ist ein gegenseitiges Sich-Bälle-Zuwerfen.«