11. Mrz 2008 17:02
Erst vor einigen Wochen wurde Liechtenstein im Deutschen Parlament noch als «Räuberhöhle» bezeichnet. Jetzt zeigen sich die Fürsten beleidigt und wollen wertvolle Gemälde nicht in München ausstellen.
In seiner Begründung verweist das Fürstenhaus darauf, dass «die Anwendung rechtsstaatlicher Grundprinzipien seitens der Bundesrepublik Deutschland, was die Beziehungen zum Fürstentum Liechtenstein betrifft, fraglich erscheint». So lange dies anhalte, würden die Fürstlichen Sammlungen darauf verzichten, Leihgaben nach Deutschland zur Verfügung zu stellen. Damit spielt das Fürstenhaus offenbar auf die Tatsache an, dass die deutschen Steuerbehörden sich bei Fahndungen nach Steuersündern auf in Liechtenstein gestohlene Daten berufen. Dies hatte das Fürstentum gerügt. In Vaduz wurde weiter erklärt, dass auch alle anderen zugesagten Leihgaben für Ausstellungsbeteiligungen in Deutschland zurückgezogen würden. «Sollten sich die Umstände ändern, ist das Fürstenhaus selbstverständlich bereit, die engen und guten Beziehungen zu den deutschen Museen wieder aufzunehmen», heißt es weiter. (dpa)