Interreligiöser Dialog: 

netzeitung.deJüdisch-islamische Gesellschaft geplant

 Herausgeber: netzeitung.de

Der Dialog zwischen Christen und Muslimen wird in Deutschland oft gesucht. Der jüdisch-islamische Austausch existiert dagegen bislang kaum. Das soll sich jetzt ändern.

Juden und Muslime wollen in Nürnberg die nach ihren Angaben erste jüdisch-islamische Gesellschaft in Deutschland gründen.
Durch kulturelle, musikalische und religiöse Begegnungen solle gezeigt werden, «dass Juden und Muslime sich gemeinsam und freundschaftlich für ein friedliches Zusammenleben in unserer Gesellschaft einsetzen», teilte der Sprecher der Vereinigung, Ali- Nihat Koç, am Montag mit. «Wir sind in keiner Weise politisch motiviert und sind gegen jegliche Form von Gewalt, Intoleranz und Radikalismus.»

Ihre Wurzeln hat die jüdisch-islamische Gesellschaft in der Nürnberger Begegnungsstube «Medina», die seit 20 Jahren einen interkulturellen und -religiösen Dialog besonders zwischen Christen und Muslimen organisiert. «Genauso wichtig für unser friedliches Zusammenleben ist auch der Dialog zwischen Juden und Muslimen, der jedoch aufgrund der politischen Situation in Israel und Palästina kaum geführt wird», erklärte Koç in einer Mitteilung. Die Hemmschwellen beider Gruppen seien dafür wahrscheinlich noch zu hoch. (dpa)