05. Mrz 2008 22:30
Die Botschaft aus Paris ist eindeutig: Nur ein Stopp der Brückenbaupläne kann die Unesco davon abbringen, Dresden den prestigeträchtigen Titel zu entziehen. Das haben Abgesandte der sächsischen Stadt in aller Klarheit zu hören bekommen.
Dulig hatte gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Marlies Volkmar (SPD), dem Dresdner Stadtrat Rainer Kempe (Linke) und dem Hochschullehrer Ralf Weber von Bandarin am Mittwoch Auskunft begehrt. «Es gibt eine klare Botschaft: Keine der bekannten Brücken-Alternativen ist welterbeverträglich», sagte Weber. Auch ein Tunnel stelle einen Eingriff dar, werde aber von der Unesco als Kompromiss akzeptiert. «Wir haben jetzt Klarheit», fügte Dulig hinzu. Es mache überhaupt keinen Sinn, noch auf Zeit zu spielen.Am Mittwoch hatten Vertreter der CDU im Landtag betont, dass es bei Modifizierungen am Brückenentwurf Hoffnung für den Unesco-Titel gebe. «Diese Illusion ist zerplatzt wie eine Seifenblase», sagte Dulig. Bandarin habe über den Bericht gesprochen, der erst nächste Woche veröffentlicht wird und dem Komitee als Grundlage für ein Votum dient. «Er hat uns den Hinweis gegeben, dass bisher noch keine Entscheidung von dem abgewichen ist, was in einem solchen Monitoring-Report drinsteht.»