01.03.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Elvis bei dem Armeestützpunkt im deutschen Friedberg
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Zum 50. Jahrestag der amerikanischen Rocklegende in Deutschland wird eine Ausstellung in Berlin eröffnet. Elvis Presley wollte keine Sonderbehandlung beim Militär, dennoch wurde jede seiner Bewegungen medial dokumentiert.
Das Alliiertenmuseum in Berlin zeigt vom kommenden Freitag an die Sonderausstellung «Sergeant Elvis Presley in Deutschland 1958-1960». Anlass ist der 50. Jahrestag des Beginns seines Militärdienstes in Deutschland, als das Rockidol in Uniform am 1. Oktober 1958 in Bremerhaven eintraf.
Die Ausstellung dokumentiert nach Angaben des Museums einerseits den militärischen Werdegang von Elvis, seine Ausbildung, die Manöver und die täglichen Ereignisse, wie sie damals von den anderen US- Soldaten ebenfalls erlebt wurden. Darüber hinaus zeigt die Ausstellung aber auch die einzigartige Situation des weltberühmten Showstars und Teenagerschwarms. Die Augen der Fans waren von Anfang an auf ihn gerichtet und verfolgten, soweit sie konnten, jede seiner Aktivitäten und natürlich warteten sie auch auf die Gelegenheit eines Autogramms. In unzähligen Boulevard-Artikeln wurden seine täglichen Aktivitäten beschrieben.
Elvis habe stets darauf geachtet, genauso behandelt zu werden wie jeder andere US-Soldat neben ihm. Er verrichtete seinen Dienst ordnungsgemäß und kam deshalb auch in den Genuss von Beförderungen. Im März 1960 kehrte Elvis dann in die USA zurück und setzte seine Karriere als Showstar fort. Der nächste Film, in dem er auftrat, behandelte einen Großteil seiner militärischen Erfahrungen und trug den bezeichnenden Titel «GI Blues». In der Ausstellung bildet der Film den Schlusspunkt. (dpa)