29.02.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Beten Moslems bald in alten Kirchen?
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Wenn es nach der Hamburger Kulturpolitikerin von Welck ginge, könnten islamische Gemeinden in ungenutzte Gotteshäuser einziehen. Manch andere Nutzungsarten hält sie dagegen für «entsetzlich».
Die parteilose Hamburger Kultursenatorin Karin von Welck hat sich entschieden gegen den Abriss von Kirchen ausgesprochen. «Bevor ein Gotteshaus abgerissen wird, würde ich es lieber als Moschee an eine islamische Gemeinde abgeben», sagte sie der Kirchenzeitung «Die Nordelbische»
«Jeder Abriss ist eine Kapitulation unserer christlichen Gesellschaft», so Welck weiter, die im Mai 2009 auch Präsidentin des Deutschen Evangelischen Kirchentages in Bremen ist. Wegen ihrer hohen architektonischen Qualität und des identitätsstiftenden Charakters seien kirchliche Bauwerke für Städte wie Hamburg unentbehrlich. Sie würden auch Raum für die «soziokulturelle Gemeinschaft» in den Stadtteilen bieten.
Alternative Nutzungsmöglichkeiten hält die Senatorin für längst noch nicht ausgeschöpft, vor allem im kulturellen Bereich. Kirchengebäude böten sich etwa für Theateraufführungen und Konzerte an. Nutzungen als Discothek hingegen finde sie «entsetzlich». (epd)