27. Feb 2008 20:31
Zehn Jahre warten viele Opern-Fans auf Karten für den «Grünen Hügel». Dann lieber eine Live-Übertragung unter freiem Himmel? Nun bricht der Damm gegen die Profanisierung der Festspiele.
Das Ganze solle nicht zu groß werden, sagte Emmerich. Der Volksfestplatz komme nicht infrage, sondern eher ein urbaner Ort mit Platz für etwa 1000 Zuschauer. Welcher Platz und welche Oper, sei aber noch offen. Infrage kämen «Parsifal», die diesjährige Neuinszenierung, oder «Die Meistersinger von Nürnberg» in der Inszenierung von Katharina Wagner. Der «Ring» komme auf jeden Fall nicht infrage: Mit vier Abenden sei er schlicht zu lang. Der Übertragungsort soll frei zugänglich sein, auch Karten soll es nach dem Willen der Festspielleitung nicht geben. Ziel sei, die Wagnersche Grundidee der «Festspiele für alle» ein Stück weit umzusetzen. Diese Idee ist derzeit aus Kapazitätsgründen nicht mehr verwirklicht: Obwohl das Festspielhaus knapp 2000 Plätze hat, sind die Karten jedes Jahr in kürzester Zeit vergeben. Manche Wagner-Fans warteten bis zu zehn Jahre darauf, eine Aufführung auf dem Grünen Hügel sehen zu können, sagte Emmerich. (AP)