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Archäologische Ausgrabungen in Südamerika: 

Deutsche entdecken ältestes Bauwerk Perus

25. Feb 2008 12:15
Das älteste Bauwerks Südamerikas liegt nahe Lima
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Berliner Archäologen haben ein tausende Jahre altes Gebäude nördlich der peruanischen Hauptstadt Lima gefunden. Es zeige «erhebliches architektonisches Wissen und Können» der damaligen Baumeister auf.

Archäologen aus Berlin haben in Peru Überreste eines 5500 Jahre alten Gebäudes entdeckt. Es handele sich damit um das älteste jemals in dem südamerikanischen Land gefundene Bauwerk, berichtete die Zeitung «El Comercio» am Sonntag. Die platzartige Rundanlage Sechín Bajo befinde sich im Casma-Tal in der Provinz Ancash etwa 300 Kilometer nördlich von der Hauptstadt Lima, habe der leitende Archäologe der Ausgrabungen, Peter Fuchs vom Lateinamerika- Institut der Freien Universität Berlin, weiter mitgeteilt.

Die Kohlenstoffmethode zur Altersbestimmung hat einen Baubeginn um das Jahr 3500 vor Christus ergeben. 1600 vor Christus sei dann ein größerer Bau von 180 mal 120 Metern hinzugefügt worden. Entscheidenden Anteil an dem Fund habe auch die deutsche Archäologin Renate Patzschke, die den Fundort bereits 1992 im Rahmen einer Exkursion der Berliner Universität besucht habe und sich seither sehr für die Suche eingesetzt habe, schrieb die Zeitung.

Der Katzenmensch mit Messer

«Die Menschen, die hier gebaut haben, hatten schon erhebliches architektonisches Wissen und Können. Dies wird deutlich an der Art und Weise, wie sie die Baumaterialien einsetzten, um haltbare Gebäude zu errichten», wurde Fuchs zitiert. Es seien vorwiegend behauene Natursteine verwendet worden, die von nahe gelegenen Bergen herangeschafft werden mussten. Das später errichtete große Gebäude habe vier große Höfe mit abgerundeten Ecken gehabt. In den Wänden hätten sich Nischen befunden.

In einer der Wände sei auch ein Relief des bekannten Motivs des Degollador (Scharfrichter) gefunden worden. Bisher waren die Wissenschaftler davon ausgegangen, dass dieses Motiv aus einer späteren Zeit stamme. Der Katzenmensch, der in der rechten Hand ein Messer und in der linken eine Schlange hält, wäre damit über einen Zeitraum von 3000 Jahren bis zum Ende der Kultur der Moche nachgewiesen. (dpa)

 
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