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Kunstraub in Zürich: 

Monet und van Gogh-Bilder wieder aufgetaucht

19. Feb 2008 10:27, ergänzt 20. Feb 2008 17:47
Die Sicherheitsmaßnahmen wurden nach dem spektakulären Raub erhöht
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Nach einem spektakulären Überfall auf die Sammlung Bührle hat die Polizei Jagd auf die Kunstdiebe gemacht. Nun freuen sich die Fahnder über einen ersten Erfolg. Doch der war eher ein Zufall.

Zwei der vier beim spektakulären Kunstraub in Zürich gestohlenen Bilder sind sichergestellt worden. Die beiden anderen entwendeten Gemälde der Bührle-Stiftung sind allerdings nach wie vor verschwunden, wie die Zürcher Stadtpolizei am Dienstag mitteilte. Bei den beiden wieder aufgefundenen Bildern handelt es sich um «Mohnfeld bei Vetheuil» von Claude Monet und «Blühende Kastanienzweige» von Vincent van Gogh.

Sie befinden sich den Angaben zufolge in gutem Zustand und sind nach wie vor von ihrer ursprünglichen Glasabdeckung geschützt. Die Bilder wurden von Museumsdirektor Lukas Gloor nach eingehender Prüfung identifiziert. Gefunden wurden sie am Montagnachmittag in einem auf dem Parkplatz der psychiatrischen Universitätsklinik Burghölzli abgestellten Auto. Wie lange sich das Fahrzeug auf dem Parkplatz befand, war zunächst unbekannt.

Ein Parkplatzwächter berichtete, er habe auf der Rückbank zwei Bilder gesehen. Unklar ist, ob es Zusammenhänge mit weiteren Kunstdiebstählen im Raum Zürich gibt. Erste Einzelheiten zu dem am Montag sichergestellten Auto wird die Polizei voraussichtlich am Dienstag auf einer Pressekonferenz bekanntgeben.

Bei dem Raub in der Sammlung Bührle am 10. Februar entstand ein Schaden von rund 113 Millionen Euro. Wenige Tage zuvor waren zwei Picasso-Bilder mit einem Wert von mehr als drei Millionen Euro gestohlen worden. Darüber hinaus wurden seit dem 25. Januar Bilder im Gesamtwert von rund 1,3 Millionen Euro aus Privathäusern entwendet.

In einem Telefoninterview mit dem lokalen Fernsehsender TeleZüri hatte der Parkplatzwächter der Psychiatrischen Uni-Klinik Burghölzli am Montagabend berichtet, das Auto auf dem Parkplatz sei unverschlossen gewesen. Ein Kollege habe ihn darauf hingewiesen, dass das Auto «komisch dastehe». Die Werke von Edgar Degas («Ludovic Lepic und seine Töchter», 1871) und Paul Cézanne («Der Knabe mit der roten Weste», 1888/90) fehlen weiterhin. (dpa/AP)

 
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