Oettinger kündigte nun Gespräche mit allen Beteiligten an. Nach seiner Vorstellung soll die Finanzierung auf drei Säulen beruhen. Einen Beitrag sollen Sponsoren aus der Wirtschaft und Spenden von Privatpersonen leisten, das Land will sich finanziell beteiligen. Außerdem müssten Kunsteinrichtungen einen Beitrag leisten.Statt des Verkaufs von Handschriften werde die Veräußerung anderer Kunstwerke im Besitz des Hauses Baden - etwa von Gemälden - ins Auge gefasst, sagte FDP-Landtagsfraktionschef Ulrich Noll in Stuttgart. Zudem sollten Mäzene gesucht werden, die Kunstwerke kaufen und diese dann in den Museen der Öffentlichkeit weiter zugänglich machen. Noll sagte mit Blick auf das Meinungsbild in seiner Fraktion: «Wir wollen alles tun, damit der Vorwurf des Ausverkaufs von Kulturgut vom Tisch kommt.»
Die Handschriftensammlung der Karlsruher Landesbibliothek setzt sich aus verschiedenen Klosterbibliotheken zusammen. Dabei handelt es sich vor allem um mittelalterliche Literatur wie theologische Schriften oder das Nibelungenlied. (nz)