«Idomeneo» vor allem riskant für Opern-Leitung
Dazu tragen unter anderem militärische Aktionen in verschiedenen muslimisch geprägten Ländern bei, die von fundamentalistischen Vertretern des Islam als Angriff gegen ihre Religion gedeutet werden. Aufrufe zur Gegenwehr lösen zum Teil bei «geringfügigen Anlässen» erhebliche Reaktionen aus (Mohammed-Karikaturen-Streit).
Der bereits durch die Verantwortlichen der Deutschen Oper Berlin zugesagte Verzicht der Abbildung des Propheten Mohammed auf Plakaten zur Veranstaltung und Internethinweisen wirkt gefährdungsmindernd. Die Aufführung kann aber bei entsprechender überregionaler Thematisierung in der Presse zu Auswirkungen auf die Verantwortlichen der Aufführung (...) führen.
Bislang liegen dem LKA5 keine Erkenntnisse vor, wonach die Form der Aufführung bereits in der islamischen Welt bekannt geworden ist. Auch in der Deutschen Oper Berlin gibt es derzeit keine Flyer oder Plakate, aus denen Rückschlüsse auf die besondere Dramaturgie des Stückes zu ziehen wären. (...) Sollte an einer Aufführung in der beschriebenen Form festgehalten werden, steht das LKA5 für Sicherheitsgespräche mit den betroffenen Mitarbeitern der Deutschen Oper Berlin zur Verfügung. (nz)

