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Enzensberger: Islam ist ein «Entführungsopfer»

01. Jun 2006 15:34
Hans Magnus Enzensberger
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Als Religion sei der Islam eine «Rekrutierungsbasis für Terroristen», sagt Schriftsteller Enzensberger. Islamisten hätten eine Weltreligion für ihre Zwecke «gekapert».

Der Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger hält den Islam für eine «große Rekrutierungsbasis» für Terroristen. Als Religion sei der Islam eine Art «Entführungsopfer», sagte Enzensberger der Wochenzeitung «Die Zeit». Der religiöse Terrorismus sei deshalb so gefährlich, weil die Islamisten «eine Weltreligion gekapert» hätten.

Gleichzeitig leide die arabische Welt noch immer unter einem Unterlegenheitsgefühl, so der Schriftsteller. Für den Stillstand suche sie die Verantwortung nicht bei sich selbst.

In seinem kürzlich erschienenen Essay «Schreckens Männer» regte Enzensberger zum Nachdenken über die Entstehung des radikalislamischen Terrorismus an. (nz)

 
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