netzeitung.deKunstakademie baut islamkritische Skulptur ab

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Die Skulptur "Aggression" in der Düsseldorfer Kunstakademie (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Die Skulptur "Aggression" in der Düsseldorfer Kunstakademie
Foto: dpa
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Eine Düsseldorfer Kunststudentin hat ihre ausgestellte islamkritische Skulptur entfernen lassen, weil sie um ihre Sicherheit fürchtet. Das Werk «Aggression» zeigt Minarette in Raketenform.

Nach mehreren Drohungen ist die islamkritische Skulptur «Aggression» von der Jahreswerkschau der Düsseldorfer Kunstakademie entfernt worden. Die Schweizer Kunststudentin Fleur Stoecklin habe selbst um die Entfernung ihres Werkes gebeten, sagte der Kanzler der Hochschule, Peter Lynen, am Montag und fügte hinzu: «Wir haben nichts zurückgenommen». Für das Werk gelte selbstverständlich die Kunst-Freiheit.

«Eine junge Künstlerin muss sich mit einem solchen zeitgenössischen Thema beschäftigten können», sagte Lynen. Die Skulptur zeigt eine Moschee, deren Minarette die Form von Raketen haben. Die Darstellung der jungen Künstlerin sei sehr zurückhaltend, betonte er.

Die Studentin und auch die Akademie hätten nach einem «reißerischen Pressebericht» dennoch mehrere Drohanrufe erhalten. Die Kunstakademie habe daraufhin die Polizei eingeschaltet und eigene Sicherheitsvorkehrungen getroffen, sagte Lynen.

Gut besuchte Kunstausstellung
Die Jahreswerkschau, der «Akademie-Rundgang», war in den vergangenen vier Tagen von rund 30.000 Menschen besucht worden. «Es ist nichts passiert», sagte Lynen. Eine Kommilitonin der jungen Künstlerin berichtete jedoch, Stoecklin habe das Werk aus Angst um ihre persönliche Sicherheit zurückgezogen.

Unweit der Akademie hatten am Samstag 2200 Muslime friedlich gegen die umstrittenen Mohammed-Karikaturen demonstriert. (nz)