04. Dez 2005 09:58
Ein banales Bühnenbild hat dem Publikum in der Wiener Staatsoper die Lust an Wagners «Lohengrin» verdorben. Regisseur Barroe Kosky wurde kräftig ausgebuht.
Von George JahnNach fünf Stunden «Lohengrin» war das Urteil des Publikums in der Wiener Staatsoper eindeutig: «Bravi»-Rufe für Solisten, Chor, Orchester und Dirigent, aber Buhrufe für Regisseur Barrie Kosky.
Dabei war die Premiere der Wagner-Inszenierung am Samstagabend eigentlich gar nicht kontrovers. Für den größten Teil des Publikums war sie nur weit schlimmer als das, nämlich irrelevant.
Vor allem im zweiten Akt war das Bühnenbild an Banalität kaum zu überbieten. Kosky stellte Ortrud und ihren Mann Friedrich von Telramund auf einen Kinderspielplatz, so dass die Wagnersche Idee vom Gesamtkunstwerk kaum eine Chance hatte.