netzeitung.deSchlösser Ludwigs II. sollen Weltkulturerbe werden

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Schloss Neuschwanstein bei Schwangau in Bayern (Archivbild aus dem Jahr 2000) (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Schloss Neuschwanstein bei Schwangau in Bayern (Archivbild aus dem Jahr 2000)
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Sie gehören zu den Besuchsprogrammen von Touristen aus aller Welt: die Schlossanlagen des Bayern-Königs Ludwig II. Die Bekanntheit soll jetzt noch gesteigert werden.

Fast 120 Jahre nach dem Tod des bayerischen «Märchenkönigs» Ludwig II. bemüht sich der Freistaat Bayern um zusätzliches Renommee für dessen Schlösser. Die Gebäude sollen Weltkulturerbe werden. Bayerns Finanzminister Kurt Faltlhauser (CSU) als oberster Schlossherr im Freistaat bestätigte einen entsprechenden Bericht des «Münchner Merkur».

Demnach will sich die Landesregierung dafür einsetzen, dass die Gebäude Neuschwanstein, Herrenchiemsee und Linderhof in die Liste des Welterbes der UN-Organisation Unesco aufgenommen werden. Allerdings ist dafür ein langer Weg durch die Instanzen notwendig. Das Verfahren kann bis zu zehn Jahre dauern.

Neuschwanstein am beliebtesten
Die Schlösser des unter nie restlos geklärten Umständen 1886 im Starnberger See ertrunkenen Monarchen besuchten im Jahr 2004 mehr als zwei Millionen Menschen. Sie gehören zu den Besuchsprogrammen von Touristen aus aller Welt. Vor allem Neuschwanstein steht auf der Beliebtheitsskala ganz oben.

Der Eintrag in der Liste brächte zusätzliches Renommee. Doch der Weg dorthin ist schwierig. Erst einmal muss Faltlhauser seinen Kabinettskollegen im Kunstministerium, Thomas Goppel (CSU), für die Idee gewinnen. Danach entscheidet die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK), welche Vorschläge der Unesco, einer Organisation der Vereinten Nationen (UN), gemeldet werden.

Bayern hat bei der KMK bereits für drei Denkmäler geworben: die Altstadt von Regensburg, den Limes und das Markgräfliche Opernhaus Bayreuth. Die Schlösser kämen nun hinzu. (nz)