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Playback-Konzerte in Turkmenistan verboten

23. Aug 2005 22:33
Weil er «negative Wirkungen» auf die Musikkultur seines Landes befürchtet, hat der turkmenische Präsident Nijasow sämtliche Playback-Konzerte untersagt. Das Verbot gilt auch bei privaten Feiern.

Der turkmenische Staatschef Saparmurat Nijasow hat nach Opern- und Ballettaufführungen nun auch Playback-Konzerte verboten.

Wegen «negativer Wirkungen für die Entwicklung des Gesangs und der musikalischen Kunst» untersagte das Büro des Präsidenten am Dienstag jegliche Playback-Auftritte im ganzen Land - selbst bei privaten Hochzeitsfeiern.

Nijasow regiert die ehemalige Sowjetrepublik seit 20 Jahren und hat in dieser Zeit einen Personenkult entwickelt, der alle gesellschaftlichen Bereiche erfasst. Mehrfach hat er mit Dekreten auch ins Alltagsleben eingeriffen und sich negativ über lange Jahre und Goldzähne geäußert.

2001 wurden Oper und Ballett mit der Begründung verboten, dass diese Kunstformen nicht mit der «nationalen Mentalität» Turkmenistans in Einklang stünden.

 
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