Verweigertes Visum: 

netzeitung.deChina sperrt offenbar Buchmessen-Zugang

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Nicht jeder chinesische Autor scheint hier gern gesehen - jedenfalls von Chinas Führung (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Nicht jeder chinesische Autor scheint hier gern gesehen - jedenfalls von Chinas Führung
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Hundert ausgewählte Schriftsteller dürften nach Frankfurt reisen. Sie selbst aber nicht, beklagt die chinesische Künstlerin Dai Qing. Abgehalten wurde sie auf Umwegen.

China hindert offenbar die regimekritische chinesische Schriftstellerin Dai Qing daran, zu einer Vorbereitungsveranstaltung der Frankfurter Buchmesse zu reisen. Die Behörden hätten das Einladungsschreiben der Buchmesse verschwinden lassen, weshalb die 68-Jährige von der deutschen Botschaft kein Visum für die Einreise erhalte, berichtete die «Berliner Zeitung» am Mittwoch.

China ist dieses Jahr Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse. Das Symposium zur Vorbereitung findet am Wochenende in Frankfurt statt. Veranstalter sind unter anderem die Buchmesse und die chinesischen Organisatoren des Ehrengast-Auftrittes.

Die chinesischen Abgesandten drohen, die Veranstaltung am Wochenende abzusagen, sollte Dai Qing doch noch nach Deutschland einreisen dürfen, wie Peter Ripken, der Projektmanager der Veranstaltung, dem epd bestätigte. «Kritische Stimmen über China in geradezu erpresserischer Methode auszuschließen, das ist schon ein starkes Stück», sagte er weiter.

Mit aller Macht an der Ausreise gehindert
Die Schriftstellerin sagte der «Berliner Zeitung», China lasse hundert ausgewählte Schriftsteller nach Deutschland fliegen, doch sie werde mit aller Macht an der Ausreise gehindert, weil sie «unangenehme Wahrheiten sagen könnte». Dai Qing gilt als kritische Schriftstellerin und Journalistin. 1992 erhielt sie den Freiheitspreis der Schriftstellervereinigung International Pen.

Die Frankfurter Buchmesse findet in diesem Jahr vom 14. bis 18. Oktober statt. (epd)