29.04.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Henning Mankell hat sich erneut seinem berühmten Helden angenommen
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Zehn Jahre mussten die Fans der Romanfigur warten. Nun verriet ihr Schöpfer: Der Kriminalinspektor aus dem schwedischen Ystad hat einen neuen Fall, der aber definitiv sein letzter sein wird.
Die weltweite Fan-Gemeinde des legendären schwedischen Krimi-Helden Kurt Wallander darf sich auf einen weiteren Roman mit dem grüblerischen Kommissar in der Hauptrolle freuen. «Und jetzt lüfte ich das Geheimnis: Nach zehn Jahren Pause wird es nun einen neuen Wallander-Roman geben», sagte der schwedische Erfolgsautor Henning Mankell am Dienstag bei einer Pressekonferenz am Rande der Internationalen Buchmesse in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires.
«Ich habe das Buch vor zwei Wochen beendet», fügte der 61-Jährige hinzu: «Mir ist klar geworden, dass noch ein Buch über Wallanders Leben fehlte.» Der Roman werde am 18. August vorerst nur in Schweden erscheinen.
«Allerdings habe ich die Geschichte so geschrieben, dass eine Rückkehr von Wallander unmöglich ist, nach diesem Roman kann ich keinen mehr schreiben», deutete Mankell vage den Ausgang des Romans an, um gleich hinzuzufügen: «Aber keine Sorge, Wallander wird nicht sterben.»
Erfolg seit 1991Mankell hat mit seinen Romanen über den mit dem Leben und dem Altwerden hadernden Anti-Helden Wallander seit 1991 internationalen Erfolg. In Deutschland wurden seine Bücher in wenigen Jahren millionenfach verkauft. Die BBC hat die Verfilmung der Wallander- Krimis mit dem britischen Schauspieler Kenneth Branagh in der Hauptrolle als Beste TV-Serie 2008 nominiert.
«Wallander ist ein Mensch wie du und ich, das macht ihn so populär», sagt der Autor über seine berühmte Romanfigur. «Der bekommt sogar Diabetes, so etwas würde einem James Bond nicht passieren», meint Mankell.
Mankell-romane in 41 SprachenNeben seinen Wallander-Romanen hat sich Mankell besonders in seinen Afrikabüchern gegen ungerechte Verhältnisse in der Welt eingesetzt. Seine Bücher sind bisher in 41 Sprachen übersetzt und in über 100 Ländern verkauft worden. Er ist der meistgelesene schwedische Autor. Mankell lebt abwechseln in Schweden und in Mosambik, wo er ein Theater leitet.
Die 35. jährlich abgehaltene Buchmesse in Buenos Aires begann am vergangenen Donnerstag und hält ihre Tore noch bis zum 11. Mai offen. Mehr als 1000 Verlage aus 42 Ländern zeigen ihre Titel auf 45 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Die Veranstalter erwarten etwa eine Million Besucher. Im kommenden Jahr wird das südamerikanische Land Gastland der Frankfurter Buchmesse sein. (dpa)